Friederike

Der Orkan produzierte rund um Dorsten 20.000 Festmeter Sturmholz

Das Sturmtief „Friederike“ wütete am 18. Januar 2018 auch in den Wäldern rings um Dorsten. Zwischen 11.56 Uhr und 14.55 Uhr war die Notrufnummer 112 stellenweise ausgefallen, die Polizei hatte in diesen Phasen ca. 160 Anrufen für die Feuerwehr entgegengenommen. Rund 800 Einsätze mussten die Feuerwehren in den zehn Kreisstädten abarbeiten. Auch im Kreis Borken und in Oberhausen war der Notruf 112 zeitweise ausgefallen, in Dortmund während der akuten Phase des Sturms heillos überlastet. In den Wäldern rund um Dorsten hat der Orkan rund 20.000 Festmeter Sturmholz hinterlassen. Bundesweit stehen etwa 8,5 Millionen Festmeter in Rede, davon allein 1,5 Millionen in NRW. In den Forsten des Grafen von Merveldt hat „Friederike“ 5000 Bäume geknickt. Ebenso heftig betroffenen waren aber auch die Waldgebiete in der Hohen Mark rund um das Forsthaus des Regionalverbandes Ruhr (RVR) an der Lippramsdorfer Straße in Lembeck. 7500 bis 10.000 Festmeter Holz wurden dort vom Sturm gefällt. Ein Festmeter ist soviel wie ein Kubikmeter, ein Kubikmeter entspricht einer Tonne. Ein Baumstamm wiegt etwa zehn Tonnen. Ab Ende Februar waren die Wälder für Spaziergänger wieder frei, auch wenn noch längst nicht alle Schäden beseitigt sind. Damit rechnen die Forstleute bis zum Sommer.

Mindestens acht Menschen starben, darunter zwei Feuerwehrleute

In ganz Deutschland wurden Schäden in Höhe von über einer halben Milliarde Euro angerichtet. Die Bahn hatte erstmals seit 2007 den Fernverkehr deutschlandweit eingestellt. „Friederike“ gilt als der schwerste Sturm in Deutschland seit „Kyrill“, der auf den Tag genau elf Jahre zuvor über das Land hinweggefegt war und zwei Milliarden Euro Schaden angerichtet hatte. „Friederike“ schlug nicht nur eine Schneise der Verwüstung. In Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg starben mindestens acht Menschen, darunter zwei Feuerwehrleute. Mehrere Menschen wurden verletzt. 2007 starben durch „Kyrill“ in Deutschland elf Menschen.

Siehe auch: Kyril 2007

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