Kriminalität 2017

Straftaten insgesamt gesunken – Betrügereien und Sexualdelikte gestiegen

In Dorsten sank 2017 die Kriminalität bei fast allen Delikten auf ein so genanntes Zehnjahres-Tief. Die Zahl der Straftaten ging von 4847 in 2016 auf 4805 zurück – so wenig wie nie zuvor in den vergangenen zehn Jahren. Die Wohnungseinbrüche sanken um zehn Prozent auf 173, lagen damit aber immer noch höher als 2014 mit 151 Einbrüchen. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl lag bei 6390. Das ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle, bezogen auf 100.000 Einwohner. Im Kreis Recklinghausen lag sie bei durchschnittlich 7126, in NRW bei 7677. Die Aufklärungsquote stieg in Dorsten von 49,39 auf 52,53 Prozent an. Insbesondere die Straßenkriminalität ging stark zurück, nämlich auf 1245 Fälle. Das hing damit zusammen, dass immer weniger Autos aufgebrochen wurden. Nur noch 236 statt 418 im Vorjahr. Die Zahl der Fahrraddiebstähle stieg um 14 an, lag mit 355 aber immer noch deutlich unter der der Vorjahre. 2012 gab es in Dorsten 885 Fahrraddiebstähle.
Leicht zurück ging die Zahl der Gewaltkriminalität: 162 Fälle, von denen 114 eine schwere oder gefährliche Körperverletzung waren. Sexualdelikte stiegen von 57 im Jahr 2016 auf 60 in 2017. Als Sexualdelikt zählten neuerdings auch verbale sexistische Beleidigungen und leichtes Anfassen. Um 100 gestiegen ist die Zahl der versuchten Betrugsfälle. Denn es gab eine neue Betrugsmasche. Die Täter gaben sich gegenüber ihren Opfern am Telefon als Polizisten aus, forderten sie auf, ihr Eigentum in die sicheren Hände der Polizei zu übergeben. Ein altbekanntes Problem hingegen waren Rauschgiftdelikte. Sie stiegen von 136 auf 174 an.


Quelle: Michael Klein in DZ vom 8. März 2018

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