Kriminalität – Sexualdelikte

Sexuelle Belästigung jetzt auch Straftatbestand - Exhibitionisten im Gebüsch

Vorbemerkung: Fälle von sexuellem Missbrauch vor allem an Kindern in Dorsten sind in eigenen Einzel-Artikeln ünter dem Stichwort Missbrauch veröffentlich. Eine Auflistung ist unter Missbrauch aufzurufen.

Die Polizeistatistik zu Sexualstraftaten weist einen Anstieg der Fallzahlen auf. Das hat in erster Linie damit zu tun, dass seit 2017 der Straftatbestand der sexuellen Belästigung unter Sexualdelikten mit aufgeführt wird. Am 10. November 2016 trat das Gesetz zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung in Kraft. Unter sexuelle Belästigungen fallen auch anzügliche Bemerkungen, die als beleidigend und entwürdigend empfunden werden. Die Polizei sagt, dass dadurch die Gesamtzahl der Sexualdelikte mit den Zahlen der Jahre vor 2017 nicht mehr vergleichbar sei. „Die Gesamtanzahl der erfassten Sexualdelikte stieg von 566 Taten aus dem Jahr 2017 auf 590 Delikte im Jahr 2018 an. Die Aufklärungsquote des Vorjahres konnte auf annähernd 80 Prozent gesteigert werden“, heißt es im Kriminalitätsbericht. Bei den schwerwiegenden Sexualstraftaten (Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen) handele es sich, so die Polizei, hauptsächlich um Beziehungsdelikte – das heißt, Täter und Opfer kannten sich.

Nackter Radfahrer fährt durch die Hohe Mark. Ein nackter Radfahrer hat Mitte August 2019 in der Hohen Mark für Aufsehen gesorgt. Nicht zum ersten Mal war jemand in dem großen Waldgebiet nackt unterwegs. Der Mann fuhr in der Mittagszeit „besonders freizügig auf seinem Fahrrad durch die Hohe Mark“. Eine 19-jährige Fußgängerin aus Dorsten sah den komplett nackten etwa 55 bis 60 Jahre alten Radfahrer mit grauem Kinnbart am Forstweg und informierte die Polizei. Erst Anfang Juni war ein nackter Jogger im Bereich der Lippramsdorfer Straße unterwegs. Damals informierte ebenfalls eine 19-jährige Dorstenerin die Polizei.

Angriff auf eine 28-jährige Dorstenerin. Auf dem Fußweg zwischen Hohenkamp und der Baldurstraße wurde in den Mittagsstunden des 13. April 2019 eine 28-jährige Frau von einem Mann überfallen und in eine Böschung gezerrt. Ihre Hilferufe hörten zwei Radfahrer, die ihr zu Hilfe kamen. Der Täter flüchtete. Kurze Zeit später wurde der Täter von der inzwischen alarmierten Polizei festgenommen – als er sein Handy suchen wollte, das er in der Nähe des Tatorts verloren hatte. Weil der Festgenommene keinen festen Wohnsitz hatte, wurde Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erlassen. Ermittelt wurde wegen sexueller Nötigung. Darüber informierte die Pressestelle der Polizei die Medien am 15. April ohne die Herkunft des Täters zu nennen. Darüber gab es in der „Dorstener Zeitung“ und über Facebook eine mediale Aufregung. Ende Juli 2019 wurde der Angeklagte, ein Asylbewerber aus dem Iran, wegen sexueller Nötigung unter Anwendung von Gewalt zu anderthalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Siehe auch: Straftäter ethnischer Herkunft – Pressekodex … bei Flüchtlingen.  

Verlobte vergewaltigt; Angeklagter wittert gemeine Intrige. Zweieinhalb Jahre nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung muss sich ein türkischstämmiger Mann aus Dorsten vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der Angeklagte ist sich keiner Schuld bewusst, spricht von einvernehmlichem Sex. Laut Anklage kam es im Februar 2017 in der damaligen Wohnung der Frau in Bochum zu einem sexuellen Übergriff. Der Dorstener, der seinerzeit noch in der Nähe in Herne lebte, soll seine Freundin damals laut Anklage „gegen ihren ausdrücklichen Protest“ zum Sex gezwungen haben. Für die junge Türkin war es der erste Geschlechtsverkehr. Die Frau hatte später zunächst Strafanzeige erstattet, diese dann wieder zurückgenommen, um sie kurz danach abermals in Kraft zu setzen. Am 14. Februar 2017 fand zunächst auch noch eine große Verlobungsfeier statt. Der Angeklagte behauptete, dass die Frau ihrer Mutter wohl während der Feier anvertraut habe, dass sie bereits Sex mit dem Angeklagten gehabt habe. Im Nachhinein sei dann – quasi zur Rechtfertigung – plötzlich der Vergewaltigungs-Vorwurf erfunden worden. Um die Unschuldbeteuerungen des Angeklagten zu überprüfen, wollen die Richter der 9. Strafkammer die Belastungszeugin auf Aussagetüchtigkeit und Glaubwürdigkeit überprüfen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Dorstener eine Mindest-Haftstrafe von zwei Jahren. Der Prozess wird fortgesetzt (Quelle: DZ vom 26. Juli 2019).

Nackter Mann joggt durch die Hohe Mark. Ende Juni 2019 joggte ein etwa 50 Jahre alter bierbäuchiger Mann bei warmem Wetter nackt durch ein Waldstück in der Hohen Mark im Bereich der Lippramsdorfer Straße – und wurde angezeigt. Eine 19-jährige Joggerin aus Dorsten bemerkte den Mann, als er ihr entgegenkam. Laut Polizei lief der Nacktjogger an ihr vorbei und bog in einen anderen Waldweg ab. In der Nähe befindet sich ein Parkplatz, auf dem laut Polizei zu diesem Zeitpunkt zwei Wagen standen. – Nacktjoggen sei eine Straftat, die mindesten mit einer Geldstrafe wegen einer exhibitionistischen Handlung geahndet wird.

Mann begrapschte Zwölfjährige. Ende Juni 2019 wurde ein zwölfjähriges Mädchen von einem 50 bis 60-jährigen dunkelhäutigen Mann belästigt. Die Täterbeschreibung passt auf einen Exhibitionisten, der sich bereits ganz in der Nähe vor einer Zehnjährigen entblößt hatte. Im Hof eines Mehrfamilienhauses „Am Katenberg“ sprach der Mann spielende Kinder an. Er habe wohl die Zwölfjährige gebeten, etwas aufzuheben und ihr an den Po gefasst, so der Polizeibericht. Als das Mädchen sich daraufhin wegdrehte, habe der Mann von ihr abgelassen. Er fuhr mit einem lilafarbenen Fahrrad davon.
Die Polizei hat einen in Dorsten wohnenden 50-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, das Mädchen unsittlich berührt zu haben. Als der Mann Tage später mit einem lilafarbenen Fahrrad wieder am Tatort „Am Katenberg“ zurückgekehrt war, erkannte ihn das 12-jährige Mädchen, deren Eltern die Polizei informierten. Der Festgenommene steht außerdem im Verdacht, sich einige Tage zuvor auf dem Gelände der Augustaschule vor einer Zehnjährigen entblößt zu haben. Nach beiden Vorfällen hatten Zeugen den Mann als 50- bis 60-jährig, etwa 1,70 Meter groß und dunkelhäutig beschrieben. Er soll zudem auf einem lilafarbenen Fahrrad unterwegs gewesen sein. Ende Mai sei außerdem ein 13-jähriges Mädchen an einer Bushaltestelle an der Borkener Straße in Holsterhausen von einem Mann am Oberschenkel betatscht worden, wie die Polizei mitteilte. Möglicherweise handelte es sich auch da um den jetzt Festgenommenen. Der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an (DZ vom 2. Juni 2019).

Exhibitionist sprang aus dem Gebüsch. Ein etwa 20-jähriger Exhibitionist sprang aus dem Gebüsch und zeigte sich im Mai 2019 auf dem Hammer Weg in Dorsten einer Radfahrerin. Mittags fuhr die Dorstenerin in Richtung Dorfstraße. Dort stellte sich ein unbekannter Mann in den Weg und manipulierte an seinem Geschlechtsteil. Die Dorstenerin fuhr weiter, ohne sich um den Mann zu kümmern.

Vierte Prozessrunde um Oralsex. 2017 musste sich ein damals 32-jähriger Lembecker wegen mutmaßlicher sexueller Nötigung einer Bekannten vor dem Schöffengericht in Dorsten verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, die 30-jährige Frau in der Silvesternacht 2016/17 zum Oralsex gezwungen zu haben. Vom Dorstener Gericht wurde der Mann im November 2017 freigesprochen. Vom Essener Landgericht wurde er allerdings im April 2018 wegen Vergewaltigung verurteilt, nachdem die Frau Berufung gegen den Dorstener Freispruch eingelegt hatte. Ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung lautete der neuerliche Richterspruch. Gegen das Essener Urteil legte wiederum der Angeklagte Revision vor dem Oberlandesgericht in Hamm ein. Sein Anwalt rügte am ersten Essener Verfahren, dass die Öffentlichkeit bei den Schlussvorträgen nicht ausgeschlossen worden sei. Es handele sich um ein Unterlassen des Gerichts. Gleichzeitig solle das angefochtene Urteil aufgehoben werden. Der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichtes Hamm erkannte jetzt darauf, dass das Urteil aufgehoben werden muss und „die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung – auch über die Kosten des Revisionsverfahrens an eine andere kleine Strafkammer in Essen zurückverwiesen werden soll. So wird es nun eine weitere Runde in einem Fall geben, der die Beteiligten stark belastet. Die mittlerweile 32-jährige Frau hatte wegen des aus ihrer Sicht erzwungenen Sexes Traumata erlitten. Sie sei monatelang in stationärer Therapie gewesen, um das Erlebte zu verarbeiten. Eine ambulante Behandlung sei im Anschluss geplant, so die Informationen unserer Zeitung.
Der Angeklagte selbst beansprucht für sich, in Essen aus Rücksicht auf die Intimsphäre seiner Bekannten nicht alles gesagt zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm beantragte, die Revision als unbegründet zurückzuweisen. Das Gericht entschied aber: Die Revision des Angeklagten ist begründet (Quelle: Claudia Engel in DZ vom 19. Juni 2019).

38-Jähriger zeigte sich nackt im Atlantis-Bad. Bei dem Mann, der sich nackt im Freizeitbad „Atlantis“ vor mehreren Kindern gezeigt hatte, handelt es sich vermutlich um einen 38-jährigen Dorstener. Ende Dezember 2018 riefen Mitarbeiter des Atlantis-Bads die Polizei. Im Bereich der textilpflichtigen Sauna hielt sich ein Mann auf, der nur mit einem Handtuch bekleidet war und es dann mehrfach abnahm und sein Geschlechtsteil zeigt. Kurze Zeit später meldeten sich zwei 9 und 10 Jahre alte Mädchen aus Dorsten, die angaben, dass sich im Snackbereich ein Mann aufhalten würde, der lediglich mit einem Handtuch bekleidet war und dann mehrfach das Handtuch anhob und sein Geschlechtsteil zeigt. Im Bad konnte der beschriebene Mann, ein 38-Jähriger aus Dorsten, festgenommen werden. Er wurde zur Wache gebracht. Bereits am Mittwoch am Tag zuvor hatte sich demnach ein Mann nackt im Freizeitbad gezeigt. Auch für diese Tat ist der 38-Jährige tatverdächtig.

Nackter Mann erschreckt Mädchen. Ein etwa 50 Jahre alter nackter Mann mit dicklicher Statur erschreckte Mitte Dezember 2018 ein zehnjähriges Mädchen an den Wasserrutschen im Freizeitbad Atlantis. Er stand da und hat sich dann auf eine in der Nähe stehende Liege gesetzt.

Siehe auch: Kriminalität
Siehe auch: Missbrauch

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