Wetter 2021 – verregneter Sommer

Der Deutsche Wetterdienst: Trüb, nass, stürmisch, wenig Sonnenschein

Nach drei zu trockenen Sommern in Folge hat es 2021 so viel geregnet wie in nur wenigen Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es fiel fast ein Drittel mehr Niederschlag als mit Blick auf die Vergleichsjahre von 1961 bis 1990 zu erwarten gewesen wäre, teilte der Deutsche Wetterdiensts (DWD) Im September 2021 mit. Diese fällt damit deutlicher aus, als bisherige Vorhersagen vermuten ließen – insbesondere in Sachen Regen. Denn es handelt sich um den regenreichsten Sommer seit zehn Jahren. Ein Überblick über die Ergebnisse, die der DWD nach einer ersten Auswertung seiner rund 2000 Messstationen veröffentlichte:
Niederschlag: Mitte Juli löste der Jahrhundertregen von Tief „Bernd“ in NRW und Rheinland-Pfalz die verheerenden Fluten mit mehr als 180 Toten aus. Insgesamt fielen im Sommer 2021 bundesweit im Mittel rund 310 Liter Regen pro Quadratmeter – 30 Prozent mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990 und 29 Prozent mehr als von 1991 bis 2020.
Temperatur: Mit tagsüber kaum 20 Grad geht der meteorologische Sommer zu Ende, es handelt sich dem DWD zufolge um den ersten zu kühlen August seit 2014. Unter dem Strich war der Sommer 2021 im Vergleich zum vieljährigen Mittel aber zu warm: Die Durchschnittstemperatur von 17,9 Grad liegt 1,6 Grad über dem Wert der Referenzperiode der Jahre 1961 bis 1990. Im Vergleich zu den wärmeren Jahren 1991 bis 2020 betrug die Abweichung plus 0,3 Grad. Heraus stach vor allem der Juni, als eine schon fast vergessene Hitzewelle für mehr als 35 Grad tagsüber und nachts für Tropennächte mit mehr als 20 Grad sorgte.
Sonnenschein: Wärmende Sonnenstrahlen drangen in den Sommertagen eher selten durch. Doch der Sommer 2021 hat in diesem Punkt sein Soll erfüllt. Rund 615 Sonnenstunden zählte der DWD, das Soll liegt bei 614 Stunden. Im Vergleich zu den vergangenen 30 Jahren unterschritt der Sommer den Sollwert um gut sechs Prozent.

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