Deppermann, Dr. Andreas

Die Dissertation des Holsterhausener Pfarrers fand eine große Beachtung

Geboren 1963 in Indonesien, Pfarrer der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde in Dorsten-Holsterhausen (Pfarrbezirk II mit Deuten und Rhade) und mindestens bis 2025 Vorsitzender des „Verbandes der Evangelischen Kirchengemeinden Dorsten“ mit den Gemeinde Dorsten, Holsterhausen und Hervest-Wulfen. Das Amt übernahm er von Pfarrerin Anke Leuning.

Auch für die evangelischen Christen in Rhade zuständig

Von 1984 bis 1991 studierte Deppermann Theologie in Bielefeld/Bethel, Heidelberg, Bochum und Wuppertal, war danach bis 1996 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Reformations­geschichte/Neuere Kirchengeschichte an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und von 1996 bis 1998 Vikar in der Gemeinde Sodingen (Herne). Im Mai 1999 wurde Andreas Deppermann in Dorsten-Rhade ordiniert und war vorerst als Pfarrer im Entsendungsdienst tätig. Im Sommersemester 2000 legte er seine Dissertation „Johann Jakob Schütz und die Anfänge des Pietismus“ der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum vor, die auch angenommen wurde. Seit 2001 ist Dr. Andreas Deppermann Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Dorsten-Holsterhausen, wo er sich mit Pfarrer Matthias Overath die seelsorgerlichen und organisatorischen Aufgaben teilt. Deppermann ist u. a. für die Evangelische in Rhade zuständig. Er initiierte 1999 auch die Gründung des Gospelchors „Enjoy“, der mittlerweile überregional bekannt ist. Zudem ist er für die Homepage der Gemeinde verantwortlich. Im April 2012 reiste Andreas Deppermann mit zwei Geistlichen der Christuskirche Hagen nach Sumatra, wo der Kirchenkreis Hagen eine Partnerschaft mit der protestantischen Kirche der Simalungun (GKPS) auf Sumatra unterhält. Schwerpunkte des Besuches waren verschiedene Gottesdienste und Feierlichkeiten rund um das Osterfest, Besuch von Altenheimen sowie Teilnahme an Taufen und einer Hochzeit. – Andreas Deppermann ist verheiratet und hat vier Kinder.

Deppermann gelang es, über Schütz ein umfassendes Bild zu zeichnen

Seine Dissertation „Johann Jakob Schütz und die Anfänge des Pietismus“ erschien mit gleichnamigen Titel 2002 im Tübinger Mohr Scheck Verlag als Beitrag zur historischen Theologe Band 119, herausgegeben von Deppermanns Doktorvater Prof. Dr. Johannes Wallmann. Das Buch hat 421 Seiten. kostet 109 Euro und ist 782 Gramm schwer. Der Inhalt ist allerdings bedeutend schwerwiegender. Im Zentrum dieses Bandes steht die Person des Frankfurter Juristen und Liederdichters Johann Jakob Schütz (1640-1690). Mit Hilfe neuentdeckter Quellen gelingt es Andreas Deppermann, erstmalig ein umfassendes Bild dieser faszinierenden, aber fast vergessenen Gestalt der Kirchengeschichte zu zeichnen. Schütz ist als Urheber und Mitbegründer des Pietismus anzusehen, der bedeutendsten religiösen Erneuerungsbewegung des Protestantismus seit der Reformation. Von ihm kamen die Anstöße für die Ausbildung der charakteristischen Merkmale des Pietismus: Die Konzentration auf die Bibel, die Betonung des Allgemeinen Priestertums besonders in der Form privater Zusammenkünfte der Frommen außerhalb des Gottesdienstes sowie eine chiliastisch geprägte Zukunftshoffnung. Das bisher vorherrschende Bild des frühen Pietismus erfährt in dieser Arbeit einige zum Teil erhebliche Erweiterungen bzw. Korrekturen. So wird z. B. der überkonfessionelle Charakter des frühen Pietismus deutlich, aber auch das Einwirken religiöser Sonderströmungen wie u. a. der Mystik und des mystischen Spiritualismus bis hin zur Kabbala. Lutherischer und reformierter Pietismus kommen als eine zusammenhängende Bewegung in den Blick (Quellen: Klappentext, DFG – Deutsche Forschungsgesellschaft).

Siehe auch: Matthias Overath
Siehe auch: Evangelisches in Lembeck
Siehe auch: Kirchengemeinden (ev.)  
Siehe auch: Verband der Evangelischen KIrchengemeinden Dorsten

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