Pierick, Sabine

Sie setzt sich seit Jahren künstlerisch mit Kohle und Kupfer auseinander

Geboren 1965 in Dorsten-Rhade; bildende Künstlerin. – Nach dem BWL-Studium in Köln war Sabine Pierick in verschiedenen Unternehmen tätig. Seit 2001 ist sie Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Begleitung von Existenzgründungen von Kleinunternehmen und seit 2005 Dozentin bei verschiedenen Institutionen. Sie ist Mitglied in der Frauenvereinigung „Soroptimisten International“, die sich u. a. für gleiche Menschenrechte für alle einsetzt. Seit jeher befasst sich Sabaine Pierick mit Kunst und erwarb so Kenntnisse im Umgang mit den verschiedensten Materialien. Beispielsweise erlernte sie die Keramikkunst bei einer Keramikmeisterin in Deutschland und mehrere Monate lang in Nordafrika, Silber- und Goldschiedekunst in Düsseldorf und in Oaxava/Mexiko, Techniken in Lackarbeiten und Skulpturen in Asien. Sie belegte auch Kunstsemester in Frankfurt und Essen. In der Fotografie, Skulpturengestaltung und Malerei versuchte die Künstlerin immer einen anderen Blick auf die Dinge zu werfen. Ihr Arbeiten mit Edelmetallen wie Silber und Gold dient zu Wertdarstellung des eigentlichen Themas. Die Arbeiten, so Sabiane PIerick, sollen Antwort geben auf die Frage, wie die Wertschätzung durch den Menschen aussieht.

„Die Künstlerin hat einen Blick für das Besiondere!“

Ende 2014 hat Sabine Pierick ein Kunstatelier in der Lohnhalle des früheren Zeche Fürst Leopold in Hervest-Dorsten bezogen und hier die Kohle als ihr Ausdrucksmittel gefunden, begleitet von Echtkupfer und der Farbe Petrol. Dazu sagt sie: „Ohne dieses Material hätte es das Zeitalter der Industrialisierung so nicht gegeben.“ Aus Deputat stellt sie sich ihr Arbeitsmaterial in unterschiedlichen Körnungen selbst her. So schließt der Arbeitsprozess eine gewaltsame Zerstörung ein, damit etwas Neues entstehen kann. Pierick: „Die Energie, die bei der Entstehung und Gewinnung dere Bodenschätze aufgewandt wurde, ist immer noch in meinem Material vorhanden und in meinen Werken sichtbar, fast körperlich spürbar.“
In dem vom Bergbauverein betriebenen Zechenmuseum mit Galeriebetrieb eröffnete die Künstlerin 2017 eine fünfteilige Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Carbon“. Sie zeigte zum Ende des Bergbaus im Ruhrgebiet, wie sich das „schwarze Gold“ kreativ verarbeiten lässt. Und das in einer ganz besonderen Art, nämlich gebrochen, gestampft, gesiebt und schließlich geklebt in Kombination mit Kupfer. Zum Teil sind es großflächige Ornamente – Kohle kunstvoll veredelt. Der Wechsel vom heimischen Werkraum in die neue Umgebung hat ihre künstlerische Entwicklung verändert. Während sie vorher hauptsächlich Acrylfarben mit Blattgold und Silber in kleinen Formaten verarbeitet hatte, beeindrucken jetzt große Bilder mit streng gegliederten Flächen. Kohle und Kupfer dominieren. Die vielfältigen Kompositionen aus einfachen Formen und Linien vertiefen dabei gleichzeitig die Wirkung, so die Zeitschrift „Westfalium“. Eine Besucherin meinte zu den Arbeiten Sabine Piericks: „Es sind großartige Bilder mit Tiefe, Perspektivwechsel und Materialfaszination. Die Künstlerin hat einen Blick für das Besondere. Durch Liebe zum Detail entstehen einzigartige, beeindruckende Kunstwerke.“

Siehe auch: Bergbauverein
Siehe auch: Soroptimisten International (SI)

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