Üfter Mark

Barrierefreier Rundwanderweg zwischen Schermbeck, Erle und Holsterhausen

Üfter Mark, Foto: JF

Die eigentliche Üfter Mark liegt im Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland zwischen der Schermbecker Bauerschaft Üfte und dem Dorstener Ortsteil Rhade. Der Name Üfter Mark wird heute aber für das gesamte Waldgebiet zwischen Raesfeld-Erle und Dorsten-Holsterhausen verwendet. Zu diesem 1.700 ha großen Waldgebiet zählt auch die Bakeler Mark, die Emmelkämper Mark und die Rüster Mark. Das Waldgebiet wird von den Bundesstraßen 224 und 58 sowie von der Bundesautobahn 31 durchschnitten.

Im 19. Jahrhundert wurden die Flächen mit Kiefern aufgeforstet

Üfter Mark, Foto: JF

Vermutlich wurde der ursprüngliche Wald im 17. Jahrhundert für Viehweiden und Ackerflächen gerodet. Im Jahr 1822 waren nur noch etwa 3 % der Fläche bewaldet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die Flächen mit Kiefern aufgeforstet um den Holzbedarf des Ruhrbergbaus zu decken – der Forst „Gewerkschaft Augustus“ entstand. Außerdem wurde an einigen Stellen Sand im Tagebau abgebaut. 2002 kaufte der Regionalverband Ruhr (RVR) das Waldgebiet vom Mannesmann-Konzern um ihn zum „Naturerlebnisgebiet“ auszubauen.

Naturerlebnis mit Aussichtsplattformen und Informationen für Blinde

Schautafel im Naturpark Hohe Mark, Foto: JF

Das Naturerlebnisgebiet wird von der RVR-Tochter „Ruhr Grün“ entwickelt. Der überwiegend monokulturell angelegte Kiefernwald soll langfristig einem naturnahen Laub-Mischwald weichen. Dazu werden Stieleichen gepflanzt und weitere Laubbäume wie Birken und Erlen gefördert. Zu den Anlagen gehört ein barrierefreier Rundwanderweg mit Informationstafeln für Blinde. Außerdem sind Aussichtsplattformen zur Beobachtung der etwa 200 Rothirsche der Üfter Mark geplant. Auf Hirsch- und Ameisenpfaden kann man den Spuren der Tierwelt folgen.


Quelle:
wikipedia.de

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