Schumachers, Regina

Kunsthistoriker: „Farbenspiel in der Tradition des Expressionismus“

Österliches Acrylbild hing 2013 in St. Ludgerus in Altschermbeck; Foto: Scheffler

Österliches Acrylbild der Künstlerin hing 2013 in der Kirche St. Ludgerus in Altschermbeck; Foto: Scheffler

Geboren 1957 im rheinländischen Buir/Kerpen, Künstlerin. – Malen, Gesang und Aktion gehören bei ihr zusammen. Der Journalist Gert Eiben schrieb über sie und ihre Kunst: „Große Bilder von dunkler Schwere bis hin zu den bizarr angeleuchteten Bergbauanlagen. Regina Schumacher ist eine Dorstener Künstlerin mit Leib und Seele, mit Ausbildung in Gesang und Theater und seit sechs Jahren auch in Malerei.“ Dass sie Künstlerin wurde, war nach ihrem Abitur 1975 in Alsdorf nicht abzusehen. Sie arbeitete die ersten zehn Jahre in einer Bank, studierte dann aber Gesang und ließ sich in Theater- und Schauspielkunst ausbilden.

Regina Schumachers; Foto: privat

Regina Schumachers; Foto: privat

Markus Lüpertz-Schülerin

Bis 1981 lebte Regina Schumachers in Alsdorf, ging dann nach Wien und ließ sich bei Edda Mally M. A., Meisterschülerin von Oskar Kokoschka, und bei Prof. Sighard Gille, Leipziger Schule, ausbilden. 2012/13 studierte sie bei Professor Markus Lüpertz informelle Malerei. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als freischaffende Künstlerin in Dorsten-Deuten und hat auch noch ein Atelier in Bergkamen. In der Lippestadt fasziniert sie der niedergegangene Bergbau, den sie zu einem zentralen Thema ihrer Kunst machte, was sich in großformatigen Bildern niederschlägt. Regina Schumachers (Künstlername REGIAN) beteiligte sich mit ihrer Kunst an den Projekten „Ruhr 2010“ (Extraschicht, Nacht der Industriekultur), 2011 und 2012 Ausstellung in der Deutsch-evangelischen Kirche in Madrid, 2012 am Weltwirtschaftsgipfel Davos, 2013 am Klezmer-Konzert mit Giora Feidman in der Dorstener Marienkirche, im gleichen Jahr an der „Anstiftung zur Stadtentdeckung“ in Dorsten  und stellte über das Goethe-Institut in der Galerie Szyb Wilson in Kattowitz aus, auch in der Galerie Schloss Isny im Allgäu. 2015 zeigte sie ihre Bilder in der Hauptverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in Bochum, wo ihre großformatigen Ölgemälde, meist mit Darstellungen aus dem Ruhrgebiet und in Verbindung mit dem Bergbau die Wände von zwei Etagen belegten. Gemeinsam mit 16 Künstlern stellte Regina Schumachers aus Anlass des 1250. Stadtjubiläums Mitte 2016 in der Orangerie Schloss Schwetzingen zum vorgegebenen Thema „Schwarzer Mann“ aus.
Regina Schumanns ist Gründungsmitglied der internationalen Künstlergruppe „Breitengrad“ in München und engagiert sich im Dorstener Kunstverein „Virtuell-Visuell“.  Ihre Bilder deutete der Kölner Kunsthistoriker Dr. Ulrich Bock: „Farbenspiel in der Tradition des Expressionismus“.

Obiges Bild: Das drei mal zwei Meter großes Acrylbild hing zur Osterzeit über dem Altar der Ludgeruskirche in Altschermbeck. Es ist ein österliches Motiv. Eine Woge Morgenrot durchflute die Landschaft wie ein Strom freudigen Lebens. Lichtvolles Weiß sei überall zu erkennen. Von links schwingt sich eine Leiter nach oben. Diese Leiter steht nicht still, sondern sie tanzt. Aus der Leiter, welche am Kreuz stand, um den Toten herabzuholen, sei eine Himmelsleiter geworden. Die grüne Farbe der Leiter ist ein Zeichen der Hoffnung (nach Pfarrer Honermann).

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