Hammacher, Gustav Hans

„Der Musterschüler“ – Episoden mit autobiografischen Momenten

W. St. – 1928 in Essen bis 1972 in Dorsten; Schriftsteller und Hörspielautor. – Am 6. Oktober wurde er das letzte Mal gesehen und am 15. Oktober seine Leiche gefunden. Er starb eines natürlichen Todes. Gustav Hammacher zog 1946 von Holzen-Bösperde (heute Menden, NRW) nach Dorsten und wohnte bei seinen Eltern in der Bismarckstraße. Im Jahr 1949 zog er zum Nöttenkamp um, wo er bis zu seinem Tod im Jahre 1972 offensichtlich ohne Anhang lebte. Die Todesanzeige in den Dorstener „Ruhr-Nachrichten“ veröffentlichte am 17. Oktober 1972 sein in Essen lebender Bruder Friedrich Hammacher. Der einzige bislang gefundene Hinweis auf seine Tätigkeit steht in dem von Konrad Feilchenfeld herausgegebene Standardwerk „Deutsches Literatur-Lexikon – Das 20. Jahrhundert, Biografisches und bibliografisches Handbuch Band XIV, Halm – Hauptmann“ erschienen bei De Gruyter, 2010: „Hammacher, Gustav Hans, geb. 4. Januar 1928 in Essen, Erzähler, Film- und Hörspielautor. Lebt in Dorsten.“ Als einziges veröffentlichtes Buch ist der heitere Roman „Der Musterschüler“ aufgeführt, der mit 200 Seiten 1965 im Pfeiler-Verlag Rottenburg/Neckar mit Illustrationen von Lea Auvo erschienen ist. Hammacher erzählt darin den Alltag eines nicht immer gerade musterhaften Primaners Jons Strömer und seiner Freunde. Den Stoff zu dieser fröhlichen Handlung lieferte der Autor aus seiner Jugendzeit selbst. Somit hat Gustav Hammacher in diesem Roman Autobiografisches verarbeitet. Es sind Episoden aus einem Kleinstadtgymnasium, die den Leser unbeschwert unterhalten sollen. –  Gustav Hammachers „Der Musterschüler ist nicht zu verwechseln mit Stephen Kings später erschienenen Novelle „Der Musterschüler“, die Bryan Singer mit diesem Titel verfilmte. Ob es mit dem Titel-Urheberrechtsschutz Probleme gegeben hat, ist hier nicht bekannt. Offensichtlich nicht. Der Pfeiler-Verlag in Rottenburg existierte nicht mehr.


Anmerkung: Über Gustav Hammacher wird hier weiter recherchiert und dieser Artikel dann nach und nach ergänzt, sollten es weitere Informationen geben. – Quellen: Stadtarchiv Dorsten. – Pressestelle der Stadt Dorsten. – RN Dorsten vom 17. Okt. 1972. – Das WDR-Archiv Köln hat keine Informationen. 

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