Briefs, Christel

Seit 1999 stellvertretende Bürgermeisterin und engagiert fürs Bücherlesen

Geboren 1946 in Dorsten. – Lehrerin a. D., amtierende stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Dorsten und ehrenamtliche Standesbeamtin. – Aufgewachsen ist sie in einer Bergarbeiterfamilie in Holsterhausen, besuchte das Ursulinen-Gymnasium in Dorsten, wechselte zum Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium nach Gelsenkirchen-Buer, wo sie 1966 das Abitur ablegte. Danach studierte Christel Briefs bis 1969 Englisch, Deutsch und Erdkunde für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Kettwig und Duisburg. Von 1969 bis 1972 war sie Lehrerin an einer Schule in Wickrath, einem Dorf in der Nähe von Mönchengladbach. „Das war für mich eine andere Welt“, sagte sie in einem Interview, „in der alle außer mir rheinisches Platt sprachen, auch mein Schulleiter. Ich war dort die Lehrerin aus Westfalen, dazu noch evangelisch.“ Christel Briefs kam danach an die Dietrich-Bonhoeffer-Schule (früher Wilhelmschule) in Dorsten-Holsterhausen, die sie als Kind besucht hatte. 2007 ging sie in den Ruhestand.
Seit 1999 ist Christel Briefs (CDU) stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Dorsten, zuerst bis 2014 bei Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, dann bei Bürgermeister Tobias Stockhoff. 2020 wurde sie für die neue Ratsperiode als stellvertretende Bürgermeisterin wiedergewählt. Christel Briefs ist Vorsitzende des Kulturausschusses, der im November 2020 in „Ausschuss für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus“ umbenannt wurde, und fördert durch ihre Mitgliedschaft im Cornelia-Funke-Baumhaus und im Förderverein Stadtbibliothek das Lesen von Büchern. „Lesen ist ein Kulturgut, das der Pflege bedarf.“ Als Kind hat sie selbst mit großer Begeisterung gelesen und abends oft die Ritze unter der Tür abgedeckt, damit das Licht der Leselampe nicht nach draußen drang.
Christel Briefs ist Witwe, wohnt in Holsterhausen, hat zwei Kinder und war vor Jahren auch Presbyterin in der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde in Holsterhausen. Sie wurde an der Lippe groß, doch sie hat in den letzten Jahren ihr Herz auch für die Tauber in Mittelfranken entdeckt, wo sie im Jahr gerne ein paar Tage zwischen den Weinbergen verbringt.


Quellen: Interview 24vest vom 11. März 2007. –  Stadtinformation (Aufruf 2020).

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