Stadtverwaltung / Überstunden 2016

Verrechnet: Statt 64.000 Überstunden im Jahr 2016 doch „nur“ 27.140

Ende November 2017 gab der Personalrat der Stadtverwaltung Dorsten wieder mal Alarm. Denn der Sparkurs der Stadt mute den Mitarbeitern im Rathaus viel zu. Den Sparkurs der Stadt haben die Mitarbeiter im Rathaus in den vergangenen Jahren zu spüren bekommen. In manchen Bereichen, vor allem bei der Sachbearbeitung, sind nach Angaben des Personalrates viele Überstunden angefallen. „Der Druck auf die Beschäftigten wächst“, zitiert die „Dorstener Zeitung“ am 22. November 2017 die Personalratsvorsitzende Waltraud Hadick. Stellen würden nicht mehr  oder nur mit Verzögerung wiederbesetzt werden, gleichzeitig seien neue Aufgaben und Anforderungen hinzugekommen wie auch Bürger, welche die Arbeit der Stadtverwaltung immer kritischer sähen. Daher müssten Mitarbeiter immer mehr Überstunden „kloppen“, so ein Personalratsmitglied in der DZ. Jahrelang wies die Stadtspitze mit Selbstbewusstsein darauf hin, dass Dorsten im Kreis die schlankste Stadtverwaltung habe. Das änderte sich statistisch. Seit 2008 hat sich der Personalbestand der Stadt en von seinerzeit 695 verrechneten Vollzeitstellen auf nunmehr 830 im Stellenplan 2018 erhöht. Doch im Rathaus kommt davon nicht viel an. Das neu gegründete Jobcenter, die gesetzlich oder ministeriell vorgeschriebenen Personalerhöhungen im Bereich der Feuerwehr und der städtischen Kita-Plätze werden damit abgedeckt.

Notwendige Arbeiten seien während der Arbeitszeit kaum zu erledigen

Im Jahr 2009 meldete die Stadtveraltung 39.000 Überstunden. Aktuelle wurden von der Stadtverwaltung für 2016 über 64.000 Überstunden errechnet. Allerdings musste sie diese Zahl nach deren Veröffentlichung in der Lokalzeitung  korrigieren. Es waren keine 64.000 Überstunden, sondern „nur“ 27.140. So hat rein rechnerisch jeder Mitarbeiter 27 Überstunden. Doch einige haben natürlich mehr, andere weniger oder gar keine. 334 Mitarbeiter im Rathaus bewegten sich im Limit-Bereich, weitere 469  hätten weniger als 40 Überstunden, rund 200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung erheblich mehr. Überstunden, so die städtische Sprecherin Lisa Bauckhorn, fallen vor allem dann an, wenn durch Fördermittel finanzierte Projekte laufen. Die Aufgaben seien während der normalen Arbeitszeit kaum zu erledigen. Außerdem: Streudienste im Winter ab morgens um fünf schlagen sich in der Überstunden-Statistik besonders nieder, Feste und Veranstaltungen erfordern Sonderschichten bei Ordnungsdienst, Betriebshöfen und den Mitarbeitern im Grünflächenbereich.

Siehe auch: Stadverwaltung / Personalrat


Quelle: DZ vom 22. Nov. 2017

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