Stadtverwaltung / Personalrat

Anfré Sänger (komba) löste 2020 Waltraud Hadick als Vorsitzende ab

Der für die nächsten vier Jahre neugewählte Personalrat der Stadtverwaltung Dorsten hat im Juli 2016 offiziell seine Arbeit aufgenommen. Die Wahlbeteiligung im Juni lag bei 70 Prozent. Bei den Tarifbeschäftigten kam ver.di auf 72 Prozent (7 Sitze) und Komba auf 28 Prozent (3 Sitze). Bei den Beamten erreichte Komba 64,4 Prozent (2 Sitze) und ver.di 35,6 Prozent (1 Sitz). In der konstituierenden Sitzung der neuen Personalvertretung wurde Personalrat 6_webWaltraud Hadick (ver.di,) als Vorsitzende bestätigt, ihr erster Stellvertreter ist Thomas Löppki (Komba), zweiter Stellvertreter bleibt Martin Ostrop (ver.di). Inhaltlich wird der neue, alte Personalrat seine Arbeit fortsetzen. Ein wichtiges Thema in der vierjährigen Amtszeit bleibt angesichts einer hohen Arbeitsverdichtung auch der Gesundheitsschutz für die Beschäftigten und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Kontinuität wahren will der Personalrat auch im konstruktiven Austausch mit der Verwaltungsspitze. Gewählt wurden außer den drei Vorsitzenden Klaus Büscher, Dirk Fröscher, Christine Feltz, Gerd Terboven, Frank Kirchner-Köhn, Thomas Borkenfeld und Frank Schellhaus als Vertreter der Tarifbeschäftigten sowie Mirjam Kerd, Thorsten Schadwinkel und Stefan Köster als Vertreter der Beamten.

Personalrat schlug Alarm und legte eine Mängelliste vor

Im Zuge der Diskussion über den Stellenplan der Dorstener Stadtverwaltung, über den der Stadtrat zu entscheiden hat, übte die Personalratsvorsitzende Waltraud Hadick (Foto) Ende November 2018 massive Kritik an der Personalpolitik im Rathaus. „Nach Jahrzehnten des Schuldenaufbaus findet jetzt Schuldenvermeidung um jeden Preis statt“, sagt sie der „Dorstener Zeitung“. „Wir stellen seit mehreren Jahren fest, dass uns vermehrt Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Gründen verlassen. Nicht selten sind sie unzufrieden aufgrund ihrer Arbeitsbelastung und -situation.“
Die Verschlechterung des Betriebsklimas im Rathaus habe allerdings nicht nur mit Arbeitsbelastung, sondern auch mit dem Arbeitsplatz zu tun. Deshalb soll das Rathaus bis 2025 saniert und ein moderner Anbau errichtet werden, um auch Platz zu schaffen für die Mitarbeiter, die in dem angemieteten Verwaltungsgebäude an der Bismarckstraße arbeiten. Kostenpunkt: 40 Millionen Euro.Im Stellenplan für das Jahr 2019 sprach Bürgermeister Tobias Stockhoff davon, dass „die Verwaltung permanent bestrebt ist, personelle Anforderungen aufgrund neuer Aufgabenschwerpunkte mit vorhandenen Stellenkapazitäten quantitätsneutral abzudecken“. Die Personalratsvorsitzende glaubte allerdings, dass dies nahezu ausschließlich auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen werde. Wegen des Personalmangels sei die Stadtverwaltung zunehmend gezwungen, die übliche Wiederbesetzungssperre zu verkürzen und sogar zu streichen. Zudem bemängelt der Personalrat, dass es im Rathaus keine „Springer“ gebe, die einspringen könnten, wenn durch unbesetzte Stellen oder längere Erkrankungen es zeitweise zu Engpässen kommt. Stattdessen würden Rentner reaktiviert oder es fallen Überstunden an. Beides, so der Personalrat, löse das strukturelle Problem aber nicht. Beim Wissenstransfer, also der Einarbeitung von neuen oder jüngeren Kollegen durch erfahrene Mitarbeiter, fehle eine Konzeption. Auch würde die Digitalisierung stiefmütterlich behandelt, und das Thema „Home-Office“ sei im Rathaus noch nicht richtig angekommen (Quelle: DZ vom 21. Nov. 2018).

2020 neugewählte Mitarbeitervertretung in der Stadtverwaltung

Im Juli 2020 hat der neugewählte Personalrat seine Arbeit aufgenommen. André Sänger (Foto) löste Waltraud Hadick im Vorsitz ab. Erster Stellvertreter ist in den kommenden vier Jahren Thomas Löppki (komba), der diese Funktion bereits zuvor vier Jahre ausgeübt hatte. Zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden wurde Susanne Palmer (verdi) gewählt. Insgesamt besteht der Personalrat der Stadt Dorsten aus 13 Mitgliedern: André Sänger, Mirjam Kerd und Martin Ludorf (Vertreter der Beamten); Thomas Löppki, Silke Opitz, Gerd Terboven, Susanne Palmer, Stefan Köster, Christian Hülsmann, Mareike Krampe, Sandra Schmidt, Steffen Kaster und Lisa Christin Losch (Vertreter der Tarifbeschäftigten).

Siehe auch: Stadtverwaltung / Überstunden

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