Bildstock Giebing

Der Erzengel Michael beschützt in Holsterhausen Hof und Familie

Bildstock auf dem Hof Giebing in Holsterhausen mit dem hl. Michael; Foto: Maria Nienhaus

Mit seinem Flammenschwert verteidigte er das Gute, der Legende nach sogar Gott gegen seinen Kontrahenten, den Teufel. Und noch heute achtet er darauf, so der Glaube, dass der Teufel seine Rachegelüste, die Menschen von Gott zu trennen, nicht umsetzen kann. Die Rede ist von dem Erzengel Michael und seinem Kontrahenten Luzifer. Dieser Legende nach wird der heilige Michael mit einem Schwert oder einer Lanze dargestellt, der mit dieser den Drachen tötet, das volksreligiöse Sinnbild des Bösen. Ein solcher Michael steht als Unheilbewahrer als Bildstock am Hofeingang Giebing in Dorsten-Holsterhausen. Das Heiligenhäuschen stand früher an der Straße Am Kreskenhof. Wann es errichtet wurde, ist nicht bekannt. Möglicherweise im 18. Jahrhundert, denn aus dieser Zeit stammt das Bauernhaus am Türstock. 1936 wurde der Bildstock zur Hofeinfahrtversetzt und aus Stein neu angefertigt, Das alte war in einer vergitterten Rundbogennische eingebaut. Nach weiteren mehr als 50 Jahren bekam das Heiligenhäuschen von Grund auf ein neues Aussehen. Die runde barockähnliche Form verschwand und es entstand ein aus Backsteinen verblendetes Häuschen mit Spitzdach. Das bröckelige Sandsteinrelief mit dem Drachentöter Michael wurde fachmännisch saniert. Umgeben ist der etwa 2,50 Meter hohe Bildstock von mächtigen Fliederbüschen. Er ist alle zwei Jahre Station der Fronleichnamsprozession und in jedem Jahr drei Wochen nach Pfingsten der Feldprozession der St. Antoniusgemeinde.

Siehe auch: Bildstöcke
Siehe auch: Hofkreuz Booke
Siehe auch: Hofkreuz Tüshaus
Siehe auch: Hofkreuz Großfeld
Siehe auch: Hofkreuz Hessling
Siehe auch: Hofkreuz Krampe
Siehe auch: Kreuzigungsgruppe

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