Wahlergebnisse 2014

Fünf Wahlzettel auf einmal – eine immer geringer werdende Beteiligung

Auszählung im Wahllokal; Foto: Guido Bludau

Auszählung im Wahllokal; Foto: Guido Bludau

Zur Bürgermeisterwahl standen fünf Kandidaten zur Wahl: Tobias Stockhoff (CDU), Michael Baune (SPD), Thomas Boos (FDP), Wilhelm Zachraj (Linke) und Jürgen Pyschny (UBP). Wahlberechtigt waren 63.675 Personen, davon gingen zur Wahl 32,546 Personen (51,1 Prozent), die 32.546 gültige Stimmzettel abgegeben haben. Das waren 23 gültige Stimmen mehr als bei der parallelen Stadtratswahl. Gewählt wurde in 71 Stimmbezirken.

Tobias Stockhoff (CDU) erhielt 15.840 Stimmen (49,3 Prozent). In Lembeck erzielte er mit 72 Prozent das höchste und im städtischen Kindergarten mit 28,6 Prozent nach niedrigste Ergebnis. Michael Baune (SPD) bekam 11.416 Stimmen (35,6 Prozent) und erreichte mit 52,6 Prozent im städtischen Kindergarten das höchste und mit 18,3 Prozent in Lembeck das niedrigste Ergebnis. Thomas Boos (FDP) wählten 2.795 Dorstener (8,6 Prozent). Er bekam in der Antoniusschule (Holsterhausen) mit 11,9 Prozent das höchste und mit1,7 Prozent im Gemeinschaftshaus Wulfen das niedrigste Ergebnis. Wilhelm Zachraj (Linke) bekam 1.295 Stimmen (4,0 Prozent) und Jürgen Pyschny 798 (2,5 Prozent) der Wählerstimmen.

Stichwahl gewann Tobias Stockhoff  überragend

Die Stichwahl am 15. Juni brachte folgende Ergebnisse: Die Wahlbeteiligung betrug mit 22.203 Stimmen (von 63.675 Wahlberechtigten) 34,9 Prozent. Tobias Stockhoff erhielt mit 13.572 Stimmen 61,6 Prozent (und ist damit neuer Bürgermeister), für Michael Baune stimmten 8.472 Dorstener, das sind 38,4 Prozent.   

Stadtrat Dorsten

Tobias Stockhoff; Foto: DZ

Tobias Stockhoff; Foto: DZ

Zusammensetzung des im Mai 2014 neu gewählten und auf 44 Sitze reduzierten Stadtrats: CDU-Fraktion 22 Plätze, SPD-Fraktion 14, Grünen-Fraktion  4, FDP-Fraktion 4, Soziale-  Fraktion 2, Wir-Fraktion 2, fraktionslos 2. Wahlberechtigt waren 63.675 Dorstener und Dorstenerinnen, davon gingen in 71 Stimmbezirken zur Wahl 32.536 (51.1 Prozent), die 32.084 gültige Stimmen abgegeben haben. Die CDU erhielt 14.865 Stimmen (46,3 Prozent, die SPD 10.998 Stimmen (34,3 Prozent). Die Grünen 2.280 Stimmen (7,1 Prozent), die FDP 1.507 Stimmen (4,7 Prozent), die Linken 1.519 (4,7 Prozent) und die UBP 923 Stimmen (2,9 Prozent).

Gewählt wurden …

… für die CDU: Dieter Brand, Christel Briefs, Stephan Dierkes, Hans Duve, Johannes Götte, Dr. Thomas Grund, Christian Heddier, Hans-Peter Jungblut, Werner Kuhlmann, Heinrich Pettenpohl, Stephan Ricken, Stefan Risthaus, Dirk Schlenke, Werner Schroer, Egbert Schult-Heidkasmp, Hans-Georg Schulz, Bernd-Josef Schwane (Fraktionsvorsitzender), Tobias Stockhoff, Rainer Thieken, Dr. Andreas Trotzer, Andreas Vortmann.

… für die SPD: Michael Baune, Swen Coralic, Friedhelm Fragemann (Fraktionsvorsitzender), Julian Fragemann, Dirk Groß, Dr. Ulrich Guthoff, Rainer Heimann, Michael Klingler, Jan Kolloczek, Monika Luft, Rainer Mallik, Achim Schrecklein, Ali Sen, Cordula Seyd, Petra Somberg-Romanski,

… für die Grünen: Mechthilde Banach, Susanne Fraund, Thorsten Huxel,
… für die FDP: Marc Liebehenz, Tristan Zielinski.
… für die Linke: Thomas Schöller, Wilhelm Zachraj (Schöller 2016 zur UBP gewechselt).
… für die UBP: Jürgen Pyschny (gestorben); Nachrücker 2016: Nadja Pleßmann). Durch den Wechsel des Ratsherrn Thomas Schöller (Linke) zur UBP 2016, beantragte die UBP Fraktionsstatus.

Wahl des Landrats Kreis Recklinghausen

Wahlberechtigt waren 504.680 Personen. Davon beteiligten sich an der Wahl in 553 Stimmbezirken 242.176 Personen (48 Prozent). 236.950 Stimmen waren gültig, davon erhielten der SPD-Kandidat Cary Süberkrüb 104.447 Stimmen (44,1 Prozent) und der CDU-Kandidat Portmann 79.875 Stimmen (33,7 Prozent).

Wahllokal 2014 im KIndergarten Wischenstück in Wulfen; Foto: Guido Bludau

Wahllokal 2014 im Wischenstück Wulfen; Foto: Bludau

Es standen sieben Kandidaten zur Wahl, von denen der SPD-Kandidat und Amtsträger Cay Süberkrüb mit 104.447 Stimmen (44,1 Prozent) vorne lag. Ihm folgte sein Kontrahent von der CDU, Benno Portmann, mit 79.875 Stimmen (33,7 Prozent). Elke-Marita Stuckel-Lotz von der Grünen bekam 16.634 Stimmen (7 Prozent), Ralf Michalowsky von den Linken 12.246 Stimmen (5,2 Prozent), Tobias Köller von der UBP 10.882 Stimmen (4,6 Prozent), Christine Dohmann von der FDP 6.459 Stimmen (2,7 Prozent) und Melanie Kolkowski von den Piraten 6.407 Stimmen (ebenfalls 2,7 Prozent). – Dazu Thomas Fiekens in der „Dorstener Zeitung“/Kreisseite:

„Eine halbe Million Menschen konnten bei der Kreistagswahl mitmachen und nicht einmal die Hälfte tat es. Warum warfen all diese Leute ihre Stimme weg? Niemands weiß es wirklich, aber es ist kaum anzunehmen, dass kollektive Politikverdrossenheit dahinter steht. Schließlich haben sich Kleinparteien mächtig ins Zeig gelegt, Protestwähler abzugreifen…“

In Dorstern erhielten die Landratskandidaten folgende Anzahl der Stimmen: Benno Portmann (CDU) 43,3 Prozent, Cay Süberkrüb (SPD) 37,8 Prozent, Elke-Marita Stuckel-Lotz (Grüne) 6,3 Prozent, Christine Dohmann (FDP) 3,5 Prozent, Ralf Michalowsky (Linke) 4,4 Prozent, Tobias Köller (UBP) 2,5 Prozent und Melanie Kalkowski (Piraten) 2,3 Prozent. Bei der Stichwahl am 15. Juni erhielt Cay Süberkrüb mit 71.492 Stimmen 54,4 Prozent und Benno Portmann mit 59.813 Stimmen 45,6 Prozent. Somit ist Cay Süberkrüb neuer alter Landrat.

Kreistag Recklinghausen

2014 wurde der Kreistag Recklinghausen für die nächsten fünf Jahre gewählt. SPD und Grüne erhielten keine Mehrheit, so dass bereits in der Wahlnacht von einer Koalition der stärksten Fraktion SPD mit der CDU die Rede war. Einer rot-schwarzen Koalition käme entgegen, dass beide Fraktion in den meisten Fragen der Kreispolitik auf einer Linie liegen.

Auch hier lag die Wahlbeteiligung bei 48 Prozent. Die SPD als stärkste Fraktion erhielt 40,4 Prozent der Stimmen und 29 Sitze, die CDU 33,8 Prozent und 25 Sitze, die Grünen 8,8 Prozent und 6 Sitze, die Linken 5,3 Prozent und 4 Sitze, die UBP 4,4 Prozent und 3 Sitze, die FDP 3,9 Prozent und 3 Sitze, die Piraten 2,6 Prozent und 2 Sitze, die parteilose WG „BRD“ 0,4 Prozent (kein Sitz), die BOE 0,2 Prozent (kein Sitz), die DKP 0,2 Prozent (kein Sitz) und Wolfgang Richter (0,0 Prozent, kein Sitz). – Aus Dorsten wurden fünf Politiker in den Kreistag gewählt: Werner Niermann (CDU), Karl-Heinz Weber (CDU), Hans-Georg Wiemers (SPD, Reserveliste), Nicole Wölke-Neuhaus (SPD) und Ludger Samson (CDU).

Europawahl in Dorsten

Wahlberechtigt waren 60.815 Personen, gewählt haben 31.741 Personen, davon 31.239 gültige Stimmen. Die SPD erhielt 40 Prozent der Stimmen, die SPD 35,4 Prozent, die Grünen 6,8 Prozent, die Linke 4,4 Prozent, die FDP 3,2 Prozent, die AfD (Alternative für Deutschland) 4,8 Prozent, die Republikaner 0,3 Prozent, die NPD 0,5 Prozent, die Piraten 1,1 Prozent, die Tierschutzpartei ebenfalls 1,1 Prozent, die Freien Wähler 0,2 Prozent, die Tierschutz-Partei 1,1 Prozent, die Familien-Partei 0,5 Prozent, die Volksabstimmung 0,3 Prozent, die „Partei“ 0,3 Prozent, AUF 0,1 Prozent, die ÖDP 0,2 Prozent, die DKP 0 Prozent, die Republikaner 0,3 Prozent.

Kommunalwahlen in Schermbeck

In Schermbeck lag die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl bei 67,6 Prozent (gültige Stimmen 7.247). Mit 57,2 Prozent der Stimmen wurde Mike Rexforth (CDU) zum Bürgermeister gewählt. Seine Kontrahenten Ralph Brodel (SPD) bekam 25,3 Prozent und Klaus Roth von den „Bürgern für Bürger“ (BfB) 17,5 Prozent. Bei der Gemeinderatswahl lag die Wahlbeteiligung bei 62,9 Prozent (gültige Stimmen 7.286). Die CDU als Mehrheitsfraktion erhielt 49,9 Prozent, die SPD 22,1 Prozent, die FDP 4,6 Prozent, die Grünen 11 Prozent und die BfB 12,5 Prozent.

Kommunalwahlen in Raesfeld

Mit überwältigenden 82.1 Prozent der Stimmen (4.631) wurde Andreas Grotendorst wiedergewählt. 2009 hatte er noch 90,7 Prozent bekommen.  Die Kandidatin der SPD, Elke Rybarczyk aus Erle, erhielt mit 1.013 Stimmen 17,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung bei der Gemeinderatswahl (28 Sitze) lag bei 62,7 Prozent, 1 Prozentpunkt niedriger als 2009. Auf die CDU entfielen 61,1 Prozent (17 Sitze), auf die Unabhängige Wählergeme4inschaft (UWG) 16,4 Prozent (fünf Sitze), auf die SPD 12,3 Prozent (drei Sitze), auf die Grünen 10,2 Prozent (ebenfalls drei Sitze).


Quellen:
Dorstener Zeitung vom 26. und 27. Mai 2014

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Dieser Beitrag wurde am veröffentlicht.
Abgelegt unter: , Wahlen