Stegemann, Wolf

Journalist, Prosaist, Publizist, Lyriker und Sachbuchautor

Geboren 1944 in Asch/Böhmen; Journalist und Buchautor. Aufgewachsen in Rothenburg ob der Tauber, Redakteur in verschiedenen Medienbereichen: Presseagentur (langjähriger Aufenthalt in Athen und Istanbul), Gerichtsreporter in München, Buchredakteur im Berchtesgadener Land/Salzburg/Wien. Seit 1975 im Ruhrgebiet, zuerst in Gelsenkirchen, seit 1980 in Dorsten („Ruhr-Nachrichten“ bzw. „Dorstener Zeitung“). 1979 gründete er die Literaturzeitschrift „Standorte. Gelsenkirchener Zeitschrift für Literatur und Kunst“, gewann zur Mitarbeit bekannte Literaten und Künstler wie Josef Beuys, Erich Fried, Peter Paul Zahl, Bernhard Doerdelmann, Thomas Rother, Hugo Ernst Käufer, Rainer Horbelt, Klaus-Peter Wolf sowie die Arbeiterdichter Josef Büscher, Kurt Küther u. a.

Wolf Stegemann 2014

In Dorsten gründete er 1981 zusammen mit Dirk Hartwich die Forschungsgruppe Regionalgeschichte/Dorsten unterm Hakenkreuz, gab die fünfbändige Buchreihe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ heraus sowie als Mitherausgeber mehrere Bücher zur jüdischen Geschichte. 1987 war er Ideengeber für das Jüdische Museum Westfalen, dessen Konzeption er federführend entwickelte. Er ist Mitglied im Kuratorium der „Tisa Gräfin von der Schulenburg-Stiftung“, im Wissenschaftsbeirat der Stiftung „Saalecker Werkstätten“ und seit 2009 deren Vorstandsgeschäftsführer.

Weitere Buchveröffentlichungen

Titelseite Band 1 (von 3) von 1973

Titelseite Band 1 von 1973

Journalistenpreise für Reportagen und 2005 Verleihung des AWARD of CHANGE der „abc-Gesellschaft zur Förderung des Lesen- und Schreibenlernens in der 3. Welt e.V.“ für die „Leistung eines wichtigen Beitrags im Bereich der Bildung und Erziehung“, gleichsam „Auszeichnung für Anstöße, die Veränderungen bestehender Strukturen und gesellschaftlicher Verhältnisse bewirken“, 2009 Verleihung der „Jan III. Sobjeski-Medaille“ für „seine Verdienste um die polnisch-deutsche Aussöhnung auf dem Gebiet der Kultur“. Mehrere Buchveröffentlichungen zu den Themen Sakrale Kunst in Bayern, Städtebilder, Judentum, Nationalsozialismus und Literatur. – Etliche Lyrikveröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und Rundfunk, darunter zwei Lyrikbände.

Titelseite eines "Standorte"-Hefts

Titelseite eines „Standorte“-Hefts

Veröffentlichungen (Auswahl): „Sakrale Kunst in Bayern, vier Bände (1974); „Gelsenkirchen. Gesichter einer Stadt“, Bild- und Textband (1978); „20 Jahre Musiktheater Gelsenkirchen“ (1979, Mitautor); mehrbändige Buchreihe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ (1983-1987); „Juden in Dorsten und der Herrlichkeit Lembeck“ (1989); „Der Davidstern. Zeichen der Schmach, Symbol der Hoffnung“ (1991); „Jüdisches Museum Westfalen“, Katalog und Lesebuch (1992); „Lebensbilder. Porträts aus sechs Jahrhunderten Dorstener Stadtgeschichte“ (1997); „Holsterhausen im Umbruch. Kaisers Krieg und Weimars Not 1900-1933“ (2007); „Holsterhausen unterm Hakenkreuz“, Dokumentation und Leseheft zur Lokalen Geschichte, Band 1 (2007); „Holsterhausen unterm Hakenkreuz, Band 2 (2009); „Und fliegt kopfüber hinab. Über den Glauben und Unglauben in Dostojewskijs Die Brüder Karamasow“ (1964); „Rainer Maria Rilke. Von der strapaziösen Schwierigkeit, den Dichter zu lieben“ (Funk-Essay 1975); „Kunst in unserer Stadt. Die Herz-Jesu-Kirche in Deuten“ (1982); „Goethes Gottesbegriff. Zurück zu Goethe? Hat Goethes Lebensaufbau Beispielkraft für unsere Lebensführung?“ (1991); „Goethe. Verfassungsschützer, Übervater, Meisterzeichner.“ (1992), „Tisa von der Schulenburg. Fotos aus neun Jahrzehnten“ (1993), „Jenseitswanderschaft. Erfahrungen bei der Lektüre von Dantes ,Göttlicher Komödie’“ (1995); „Porträts aus Israel 1992-1997“ (Sonderdruck 1997); „Jesus. Nur eine Legende. Mythische Motive in den Evangelien“ (Vortrag in der Hebräischen Universität Jerusalem, 1997); „Goethes Gottesbegriff. Zurück zu Goethe?“ (1998); „Drei Jahrzehnte Verantwortung. Stadtdirektor und Bürgermeister Dr. Karl-Christian Zahn“ (1999); „Der böse Goethe. Ein großer Dichter, ein kleinmütiger Mensch, ein strenger Minister“ (2001); „Der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern ist endlos, doch Frieden in Nahost ist möglich“ (2001); „Der Feldmarschall von Venedig und Held von Korfu. Reichsgraf Matthias Johann von der Schulenburg“ (2002); „Mythos Wehrmacht. Wie in der Nachkriegszeit die Legende von Ehre und sauberem Soldatentum entstand“ (2002); „Drei Gespräche“, Wolf Stegemann mit Friedrich Dürrenmatt, Ignatz Bubis, George Tabori, Sonderdruck Zeitungsreportagen (2007); „Dorsten – um sechs am Marktplatz“, Geschichten und Anekdoten aus der Nachkriegszeit bis etwa 1980, Wartberg Verlag 2015.

Lyrikband 1973, Salzburg

Lyrikband 1973, Salzburg

Gedicht- und Prosabände: „Schreibmaschinentypen & sonst nichts“, Marzoll 1971; Ruhrgebiets-Literaturzeitschrift „Standorte“ in Gelsenkirchen (1977-81), „Auf der Suche nach einem abgeschlossenen Raum“ (Lyrik und Prosa, Gelsenkirchen 1978; „Empor ins Reich der Edelmenschen. 1912 besuchte Hitler in Wien einen Vortrag von Karl May. Eine Erzählung nach einer wahren Begebenheit“ (2000); „Heute mich, morgen dich. Eine Geschichte mit Scherenschnitten“, 2007. – Seit 1970 zahlreiche Lyrik- und Prosaveröffentlichungen in deutschsprachigen Zeitschriften (Schweiz, Österreich, Deutschland) und im Rundfunk (WDR, ZDF, Deutschlandfunk, Bayerischer Rundfunk, Südwestfunk, Österreichischer Rundfunk, Deutsche Welle).

Online-Projekte: Herausgeber von „Dorsten unterm Hakenkreuz“ (seit 2012); Mitherausgeber von „Dorsten-transparent“ (zusammen mit Dr. Helmut Frenzel; seit 2012); Mitherausgeber von „Rothenburg unter Hakenkreuz“ (zusammen mit Dr. Oliver Gußmann; seit 2014);  Herausgeber dieses Online-Lexikons „Dorsten-Lexikon“ (ab 2014).

Weitere Informationen: Lexikon westfälische Autoren 1750 bis 1850, LWL-Münster. – Wolf Stegemann in Wikipedia, Online-Enzyklopädie.

Webseite: wolf-stegemann.de
Weiter Links zu Online-Projekte von Wolf Stegemann finden Sie auf der Seite Links.


Siehe auch:
Literaten, lebend
Medien-Menschen

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