Schützenverein Lembeck

Erstmals wurde 2001 das Dorf mit Schützenfahnen und Wimpeln geschmückt

Schützenumzug in Lembeck 1933

Der Allgemeine Bürgerschützenverein Lembeck wurde durch den Zusammenschluss aller bestehenden Lembecker Schützengesellschaften im Jahre 1876 gegründet. Die Namen der Gründer sind nicht bekannt. Allerdings gab es Schützengesellschaften schon 400 Jahre früher, wie ein Beleg aus dem Jahre 1609 beweist. Da gab es in den Bauerschaften schon regelmäßig ein Vogelschießen. – Die Vogelstange der Lembecker stand auf der Heide auf Köttings Wie­se. Gefeiert wurde jeweils sonntags und montags in den er­sten Jahren auf Bauerntennen. Später, um die Jahrhundertwende, in einem Zelt. Im Jahre 1927 baute der Gastwirt Stege­mann im Vereinslokal einen großen Saal, in dem dann das Schützenfest gefeiert wurde. Bereits im Jahr 1930 musste ein Zelt an den Saal ange­baut werden. Seit 1955 wurde das Zelt vom Verein angemietet, das seit 1973 bei Schützenfesten auf dem von der Kirchengemeinde angemieteten Platz an der Wulfener Straße aufgestellt wird. Das Vo­gelschießen findet seit dieser Zeit in „Pastors Busch“ statt. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde das Schützenfest regelmä­ßig durchgeführt. Das erste Schützenfest nach dem Ersten Weltkrieg feierten die Lembecker unter großer Beteiligung der Bevölkerung im Jahr 1920. Im Zweiten Weltkrieg war das Feiern verboten. Das erste Nachkriegs-Schützenfest erst wieder 1950 statt. Als Höhepunkt des Vereinslebens wurde im Jahre 1976 das 100-jährige Jubiläum begangen. Unter der Mitwirkung der Nachbarvereine und zahlrei­cher Musikkapellen fand der Festzug vor etwa 10.000 Zu­schauern statt. Beim 125-jährigen Jubiläum im Jahr 2001 wurde das gesamte Dorf erstmals mit Schützenfahnen und Wimpelketten geschmückt. Heute gehören dem Schützenverein Lembeck über 1600 Mitglieder an.

Siehe auch: Schützenwesen (Essay)
Siehe auch: Schützenverordnung 1609
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