Rosin, Frank

Ehemals „Junger Wilder“ kocht mit Spaß und zwei Michelin-Sternen

Frank Rosin mit Elvis-Double Keith Hart auf der IFA 2016; Foto: Senseo

Geboren 1966 in Dorsten; Sternekoch. – Frank Rosin, Sohn eines Großhändlers für Gastronomiebedarf, ist einer der besten Köche Deutschlands, ausgezeichnet mit zwei Michelin-Sternen und 17 von 20 möglichen Punkten im Gourmetführer Gault-Millau. Als „Bester Koch der Region“ wählte ihn das Magazin „Der Feinschmecker“ in seiner Jubiläumsausgabe 2000. Rosin kam 1991 in seine Geburtsstadt zurück, in der er Mitglied der Kochvereinigung der „Jungen Wilden“ ist. Ausgebildet wurde Rosin im Restaurant „Kaiserau“ in Gelsenkirchen, kochte in der „Engelsburg“ in Recklinghausen, war als Chefkoch auf dem Schiff „Seacloud“ sowie auf Sylt, in Madrid und in Kalifornien tätig. Auch hat der Spitzenkoch, der in Dorsten das Bistro und die Cocktailbar „Opus One“ in der ehemaligen Marienschule betrieb, Fernsehkochauftritte wie in der „Aktuellen Stunde“ (WDR) oder zusammen mit der Kochlegende Eckhard Witzigmann und dem Hobbykoch und Talkmaster Alfred Biolek. Außer in seinem seit 1991 betriebenen Restaurant „Rosin“ in Dorsten, kocht er bei Events, beispielsweise für die VIP-Lounge des FC Schalke 04. Er ist Herausgeber der internationalen Rezeptsammlung „Schalke kocht“. 2003 wurde er erstmals mit einem Stern des renommierten „Guide Michelin“ ausgezeichnet. Frank Rosin bekam auch 2019 zwei Sterne des Restaurantführers Guide Michelin für sein gleichnamiges Restaurant.

Guide Michelin hat den Sternekoch Frank Rosin neu bewertet

2019 gab es in Nordrhein-Westfalen insgesamt 48 Sterne-Restaurants  – eines mehr als 2018. Eines der besten Restaurants in Nordrhein-Westfalen befindet sich nach Ansicht des Guide Michelin in Dorsten. Mit zwei Sternen kann sich weiterhin das „Rosin“ von Fernsehkoch Frank Rosin schmücken. In dieser Güte-Klasse wird auch in zwei Lokalen in Köln gekocht. An der Spitze der Topgastronomie in NRW bleibt das „Vendôme“ in Bergisch Gladbach, das einzige Drei-Sterne-Haus im bevölkerungsreichsten Bundesland. Bundesweit haben nur 43 Restaurants zwei Sterne erhalten. Das „Rosin“ im Dorstener Stadtteil Wulfen lobte die aktuelle Gourmetbibel wie folgt: „Hervorragende Produkte, von einem talentierten Küchenchef und seinem Team mit viel Know-how und Inspiration in subtilen, außergewöhnlichen und mitunter originellen Kreationen trefflich in Szene gesetzt.“

Bild-Zeitung: Dorsten wurde zur „Schlemmer-Hauptstadt“

Der Michelin-Führer hat 2011 wieder Deutschlands Spitzenköche gekürt: Erstmals in der Riege der Zwei-Sterne-Köche ist mit Frank Rosin ein Fernsehkoch vertreten. Da auch der Dorstener Björn Freitag einen Michelin-Stern hat und Leonore Henschel mit „zwei Kochlöffel“ kocht, titelte BILD-Online am 16. November 2011 „Schlemmer-Hauptstadt Dorsten“. Insgesamt wurden in NRW 39 Restaurants mit einem oder mehr Sternen ausgezeichnet. Somit ist Deutschland in dem Michelin-Führer von 2011 um einen Drei-Sterne-Koch und zehn Zwei-Sterne-Köche reicher geworden.

Er behielt die Michelin-Sterne und eröffnete im März 2021 eigenen Shop

Frank Rosins Restaurant in Wulfen behält auch 2021 zwei Michelin-Sterne.  Damit ist er in NRW einer von drei Zwei-Sterne-Köchen und der einzige im Ruhrgebiet. in ganz Deutschland gibt es neben den zehn Drei-Sterne-Küchen nur 41 mit zwei Sternen. Im März eröffnete er in Altwulfen /Am Alten Brauturm) einen neuen Shop, in dem er aktuell im Click-&-Collect-Modus seine eigens kreierten Weine genauso anbietet wie Kaffeetassen und Kleidung.

Sammeln von Auszeichnungen, Kochmützen, Löffel und Sterne

Die „Dorstener Zeitung“ kürte ihn zusammen mit Björn Freitag zu „Unternehmer des Jahres“ 2012. Dass die Jury sich entschied, die Auszeichnung diesmal gleich doppelt zu vergeben, hat gute Gründe. Seit Jahren sorgen Frank Rosin und Björn Freitag  dafür, dass Dorsten zum Ziel von Feinschmeckern aus nah und fern wird. Beide sammeln Auszeichnungen, Kochmützen und Sterne wie andere Leute Briefmarken. Denn im Gleichschritt haben sich die Dorstener Kochkünstler weiter entwickelt und sich in renommierten Gastro-Führern unter den deutschen Spitzen-Restaurants einen Stammplatz erobert. Neben dem Kochen ist auch die Musik eine Leidenschaft Rosins. Daher tat er sich mit dem Musikproduzenten und Songschreiber Michael „Jaxon“ Bellina Zusammen und produzierte  im Oktober 2014 mit bekannten Interpreten ein Doppelalbum mit dem Titel „Soulo Seeds by Frank Rosin – One“. Auch ist ein neues Kochbuch („Roseins Rezepte“) erschienen.

Rosin steht als Fernsehkoch fast täglich in den TV-Programmzeitschriften

Rosins Restaurant in Wulfen; Foto: Gruber

In der von Steffen Henssler moderierten ZDF-Sendung „Topfgeldjäger“, bei der zwei gegenerische Hobbykoch-Teams gegeneinander antreten und aus einer Auswahl von vorab bestimmten Zutaten zwei individuelle Menüs zaubern, trat Rosin zwischen 2010 und 2013 als ständiger Juror auf. Zudem ist Rosin seit 2013 Coach und Juror in der Sat.1-Koch-Castingshow „The Taste“. 2014 ließ er in der Sat.1-Fernsehshow „Hell’s Kitchen“ Prominente gegeneinander „aufkochen“. Rosins bekanntestes mediales Steckenpferd ist jedoch das seit 2009 ausgestrahlte Kabel 1-Coachingsformat „Rosins Restaurants – Ein Sternekoch räumt auf“: Hier greift Rosin Köchen und Gastronomen unter die Arme, deren Existenz am seidenen Faden hängt und tischt seinen hilfesuchenden Kollegen mit seiner mitreißenden Art nicht nur eine neue Herangehensweise ans Kochen auf, sondern auch das ein oder andere Erfolgsrezept auf.

Doppelalbum „Soul Seeds by Frank Rosin – One“

Bevor er kochte, spielte Rosin Gitarre in einer Jazzrock-Band und legte früher regelmäßig in der Bochumer Großraumdisco „Tarm Center“ auf. Gemeinsam mit dem Dorstener Musikproduzenten und Songwriter Michael „Jaxin“ Ballina   brachte er 2014 das Doppelalbum „Soul Seeds by Frank Rosin – One“ heraus. Auch für seine 2019 herausgegebene Single „Lucky Ones“ hat sich der TV-Koch („The Taste“, „Rosins Restaurants“) wieder mit Michael Bellina zusammengetan. Den Gesangspart übernahm die Moderatorin und Sängerin Evelyn Weigert.

Frank Rosin hilft Kollegen in der Coronakrise

Mit dem zweiten „Corona-Spezial“ geht Sternekoch Frank Rosin im Mai 2021 auf Sendung. Der Dorstener hilft in „Rosins Restaurant“ Kollegen, die durch die Pandemie finanziell gebeutelt wurden. Die Sendung „Rosins Restaurant“ läuft seit 2009 bei Kabel Eins. In 13 Staffeln wurden bislang 128 Episoden ausgestrahlt. Spitzenkoch Frank Rosin bietet Restaurants, die noch besser werden wollen, Hilfe zur Selbsthilfe.

 Speisekarte 2021: „Schnepfen-Ärger mit Vogelschützern

So titelte die „Dorstener Zeitung“ Mitte September 2021 einen Artikel über Angebot auf Rosins Speisekarte „Taco von confierter Schnepfe“ – für Gourmets ein echter Gaumenschmaus. Doch den Tierschützern vom „Komitee gegen den Vogelmord“ gefiel dies überhaupt nicht. Denn Schnepfen werden nicht nachgezüchtet und für aus der Natur entnommene Exemplare gelten in Deutschland strenge Vermarktungsverbote. Anfang September 2021 hatte der Verein die zuständigen Behörden gebeten, die Herkunft der angebotenen Schnepfen zu überprüfen und „gegebenenfalls ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Bundeswildschutzverordnung einzuleiten“. Mehrere Medien berichteten darüber. Das veranlasste Rosin, die Schnepfen durch Gänsefleisch zu ersetzen und auf der Speisekarte seines Wulfener Restaurants als „Taco von Ibericbäckchen“ anzubieten. Nach Informationen der „Dorstener Zeitung“ konnte der Sternekoch wohl  nachweisen, dass die Herkunft der Vögel unbedenklich war. Doch gab Rosin der Lokalzeitung keine Auskunft und die Kreisbehörde aus „Datenschutzgründen“ auch nicht.

Siehe auch: Björn Freitag

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