Lampen, Hans

Der Gegenwart und dem Ursprung der Stadt galt sein Interesse

1923 in Dorsten bis 2005 ebenda; Bürgermeister und Ehrenbürger. – Der Fahrsteiger Johannes Bernhard Lampen war von 1964 bis 1984 als Nachfolger von Paul Schürholz Bürgermeister (CDU) der Stadt Dorsten. Sein erstes Ratsmandat bekam er 1956.

BM Hans Lampen (li.) mit Ludwig Erhardt 1962

BM Hans Lampen (li.) mit Ludwig Erhardt 1962

In seiner Amtszeit wurde das Stadtbild grundlegend geprägt, darunter der Bau der Fußgängerzone, des Bildungs-, Kultur- und Begegnungszentrums Maria Lindenhof, des Gymnasium Petrinum, Lippetor-Einkaufszentrum, Neue Stadt Wulfen sowie die Planung von Verkehrsverbesserungen. Aber auch der umstrittene Abriss der Paterskirche, die Überplanung des historischen Friedhofs an der Bovenhorst, Abriss der historischen Wincks Mühle, die Planung der umstrittenen Hürfeldhalde lagen in seiner Verantwortung als Bürgermeister. Und wäre die Baufirma Kun nicht in Konkurs gegangen, stünden im Stadtsfeld heute 24-geschossige Hochhäuser. Hans Lampen war der Sohn eines Maurerpoliers und wuchs als „echter Hardter Junge“ in der Hafenstraße auf. Dass er, aus Krieg und Gefangenschaft heimgekehrt, später den Sprung „über den Jordan“ (die Lippe) wagte und an der Wasserstraße ein Eigenheim baute, hing mit seinem Beruf zusammen, den er bei der Zeche Fürst Leopold in Hervest-Dorsten ausübte. An Markttagen stand er am Marktplatz und war Ansprechpartner eines jeden Bürgers, um deren Anliegen er sich kümmerte. Bei den Kommunalwahlen 1984 verlor die CDU zusammen mit der FDP knapp die Mehrheit. Sein Nachfolger im Amt wurde Heinz Ritter (SPD). Dorsten verlieh Hans Lampen am 1. Dezember 1986 die Ehrenbürgerrechte und der Staat ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse am Bande. Anderthalb Jahre lang erforschte Hans Lampen die verschiedenen Lippeläufe und dokumentierte das Ergebnis in einer Broschüre.


Siehe auch:
Politiker

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