Kuhn, Franz-Josef

Für die Alphabetisierung der dritten Welt unermüdlich im Einsatz

Geboren 1938 in Köln; Verleger. – Er  war jahrzehntelang in Dorsten als Verleger des von ihm 1971 gegründeten Spectra-Lehrmittelverlags als deren geschäftsführender Gesellschafter zuerst am Südwall dann in Wulfen tätig. Zum Verlag gehörte die zeitweise bestehende „Multi Media AG“ und 1985 gründete Franz-Josef Kuhn die „abc Gesellschaft zur Förderung des Lesen- und Schreibenlernens in der 3. Welt“ mit Sitz in Dorsten, deren Präsident er seither ist. Sein Anliegen ist die Kinder- und Erwachsenenalphabetisierung in Ländern der dritten Welt, wozu er persönlich große Anstrengungen unternahm und unternimmt (Schulbau in Südamerika, Afrika, Asien). Das Jüdische Museum Westfalen unterstützte der Essener von Beginn an als Mitglied des Beirats. Sein Credo:

„Junge Menschen anzustoßen und sensibel zu machen, damit sie sich mit den Judenmorden auseinandersetzen, um daraus Toleranz, Mitverantwortlichkeit und Solidarität, besonders gegenüber Schwächeren und Minderheiten, abzuleiten.“

Er bekam vor allem in Südamerika viele Ehrungen

Franz-Josef Kuhn; Foto: Wolf Stegemann

Franz-Josef Kuhn; Foto: Wolf Stegemann

Franz-Josef Kuhn studierte Volkswirtschaft und schrieb unter Pseudonym einen Bestseller, der sich mit Gehirnjogging befasst. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit in der abc Gesellschaft wurde er ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, mit dem Großkreuz der Ehrenlegion im Range eines Offiziers durch den Präsidenten der Republik Bolivien, mit Staatspreisen der Republiken Bolivien und Ecuador, mit der Ehrenbürgerschaft des Kantons der Stadt Saraguro in Ecuador. Außerdem ist Kuhn Präsident des wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Senats der Universidad  Intercultural de las Nacionalidades y Pueblos Indigenas, UINPI, der ersten Indianer-Universität von Süd-Amerika, die er errichtet hat, und „Botschafter für Europa“ der Confederación de Nacionalidades Indigenas del Ecuador, CONAIE, der Konföderation der sieben Indianischen Nationen und 22 Völker von Ecuador.

Mit seinen Initiativen will Franz-Josef Kuhn „mithelfen, den Teufelskreis von Unwissenheit, Ausbeutung und Armut, Not und Hunger in der 3. Welt“ zu durchbrechen. Seit vielen Jahren ist Kuhn in der Sprachforschung tätig. Auf vielen Reisen in südamerikanische Länder lernte er erkennen, dass in diesem Bereich große Anstrengungen nötig sind.

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