Koch, Hubertus

Journalist und Filmemacher: Authentizität ist die bessere Wahrheit

Geboren 1989 in Dorsten; Journalist und Dokumentarfilmer, „Medienheini“ nennt er sich selbst. – Er ist freiberuflicher Filmemacher mit Sitz in Köln und produziert sowohl unabhängig als auch im Auftrag Magazinbeiträge, Kurz- und Langdokumentationen für Internet und Fernsehen. Für seine erste Dokumentation „Süchtig nach Jihad“ hat er in einem Flüchtlingscamp in Syrien gedreht. Dafür wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis 2017 ausgezeichnet. Das „Medium Magazin“ hat ihn unter die Top 10 „Reporter Überregional“ 2015 gewählt. Über seine Arbeit sagt er selbst:

„Ich will Dinge anders machen und Dinge ändern. Allzu oft werden in den Medien lediglich Erwartungen des Zuschauers befriedigt, statt diesem neue Denkanstöße mitzugeben. Ich will den Zuschauer nicht wie dummes Vieh behandeln, sondern fordern, ohne dabei elitär und belehrend zu sein. Dabei erzähle ich subjektiv und teile meine eigenen Erfahrungen. Der Spagat zwischen filmischer Selbstverwirklichung und Information ist dabei immer ein Spagat zwischen Emotion und Ratio.“

In den Medien herumgereicht – Er will seine Generation wachrütteln

Hubertus Koch filmt in den Ruinen von Syrien

Koch studierte Germanistik in München und beendete den Bachelor mit Abschlussnote 1,5. Schwerpunkte seines Studiums waren die Epoche des Sturm & Drang sowie Film & Musik als Form moderner Literatur. Seine Abschlussarbeit trägt den Titel „Marla Singer in David Finchers Fight Club – eine zuverlässige Figur in einem unzuverlässigen Narrativ“. Seit Beginn des Studiums arbeitete er parallel als freier Redakteur in der Fußballredaktion von Sport1 (früher: DSF) und war dort als Filmemacher, Reporter und Sendungsleiter für verschiedene Nachrichten-, Magazin- und Talkformate tätig. Nach seinem Studienabschluss im Sommer 2013 verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt nach Köln, um sich auf die Arbeit als selbstständiger Dokumentarfilmer & Filmemacher zu konzentrieren. Ende 2013 kam er auf die Idee, den Vater einer Freundin mit der Kamera nach Syrien zu begleiten. Mahmoud Dahi, ein tatkräftiger Mann, der Sachspenden in die Krisengebiete fuhr, nahm ihn mit – bis ins Flüchtlingslager Bab Al-Salameh nördlich von Aleppo. Den Schock, den Koch dort im März 2014 erlebte, verarbeitete er in einer ungewöhnlichen Dokumentation namens „Süchtig nach Jihad“, um, wie er sagt, seine Generation wachzurütteln, die er im Film „Generation Komasaufen“ nennt.
Der Westdeutsche Rundfunk sendete 2015 einen weiteren Film Hubertus Kochs „Syrien, ein schwarzes Loch“. Zudem hatte der Filmemacher wirksame Medienauftritte bei Markus Lanz im ZDF, im WDR Köln, im Ersten sowie in den Online- und Printmedien wie stern-tv, Berliner Zeitung, Frankfurter Allgemeine, taz, General-Anzeiger Bonn, Abendblatt Hamburg u. a. – Jünger, lauter und unbequemer als andere arbeitet Hubertus Koch nach dem Leitsatz:  Authentizität ist die bessere Wahrheit.

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