Waslala

Partnerstadt im Bürgerkrieg der Sandinisten und Contras fast aufgerieben

Auf nach Waslala; Foto: Christian Gruber

Auf ins sonnige Waslala; Schild an der Barbarakirche in Barkenberg; Foto: Christian Gruber

Waslala liegt etwa 800 m hoch im Ostteil Nicaraguas am Fluss Waslala (indianisch: „Gelbes Wasser“ oder „Silberfluss“). In den 1950er-Jahren wurde der Ostteil vom Westen her besiedelt und 1956 bekam Waslala die erste katholische Kirche. 1965 gab es in dem Gebiet Guerilla-Aktionen der Sandinisten gegen den herrschenden Diktator Somoza, was zur Errichtung einer Militärgarnison in Waslala führte. Nach der Revolution von 1979 wurde eine neue Straße gebaut, wodurch Waslala neuen Aufschwung erhielt und die Einwohnerzahl um über 50 Prozent anstieg. Derzeit leben dort etwa 3.000 bis 5.000 Menschen, im gesamten Verwaltungsbezirk Waslala rund 45.000 Einwohner, vorherrschend Mestizen. In Waslala gibt es ein Krankenhaus mit 40 Betten. Die Region lebt von der Landwirtschaft (Mais, Bohnen, Kakao, Zuckerrohr, Kaffee). Ein Jahr nach Beendigung des Krieges zwischen Sandinisten und Contras 1990 beteiligte sich die Stadt Dorsten an einem Aufforstungsprojekt (Kakaoanbau, Bodenkonservierung) in Waslala, das hauptsächlich von dem deutschen Unternehmen Ritter-Schokolade mit Millionenbeträgen finanziert wird, und an dem sich über 800 Bauern beteiligen.

Partnerschaft: Sie entstand 1985 auf Grund eines Bürgerantrags des Arbeitskreises Dritte Welt des Paul-Gerhardt-Hauses. Träger ist neben der Stadt der „Freundeskreis Nicaragua e. V.“, der durch etliche Aktivitäten (Waslala-Tage, Vorträge, Konzerte, Ausstellungen)  in Kooperation mit Dritte-Welt-Initiativen die Verhältnisse in Zentralamerika näher bringt und für Hilfe zur Selbsthilfe in Waslala wirbt. Im November 1985 besuchte der Schauspieler und Nicaragua-Experte Dietmar Schönherr Dorsten und informierte sich bei Bürgermeister Heinz Ritter über den Stand der Städtepartnerschaft mit Waslala. Dem Vorstand gehören mit Stand vom März 2017 an: Karlheinz Strötzl (1. Sprecher seit 1992), Lutz Engelhardt (2. Sprecher)Trinidad Möcklinghoff und DR. Hans-Udo Schneider (Beisitzer) sowie Klaus Drabiniok (Schatzmeister).

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone