Stockhoff, Tobias

Bürgermeister seit 2014: jung, lächelnd und stets frohgemut

Tobias Stockhoff; entnommen Website der CDU

Tobias Stockhoff; entnommen Website der CDU

Geboren 1981 in Dorsten; Dipl.-Physiker und seit 2014 Bürgermeister der Stadt Dorsten. –  Zwischen 2012 und 914 nannte er sich „selbstständiger Diplomphysiker“, was auch immer seine Selbstständigkeit ausgemacht haben mag. Denn viel Zeit hatte er für seine politische Passion, der Kommunalpolitik. Denn Tobias Stockhoff widmete sich in starkem Maße in der CDU der Parteiarbeit in Gremien und im Stadtrat. Darüber hinaus war er Mitglied im Technischen Hilfswerk (THW), im Pfarrgemeinderat St. Matthäus (seit 2009), beratendes Mitglied im Kirchenvorstand St. Matthäus/Herz Jesu in Deuten (ebenfalls seit 2009) und Mitglied des Kirchensteuerrates für das Bistum Münster (ab 2010). Zu entnehmen ist dies seiner Homepage. Solche Informationen waren notwendig, denn der außer4halb der CDU noch unbekannte Tobias Stockhoff wurde beim Neujahrsempfang seiner Partei im Februar 2014 offiziell als Bürgermeisterkandidat der CDU  ins Rennen geschickt.

CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Schwane meinte, dass Stockhoff mit 32 Jahren zwar noch „sehr jung“ sei, bezeichnete ihn aber als „guten Kandidaten“ Dazu die „Dorstener Zeitung“: Dass Tobias Stockhoff in große Fußstapfen tritt, ist der CDU-Führung bewusst. „Er wird da hineinwachsen“, ist Bernd Schwane sicher. Für Tobias Stockhoff selbst galt vorerst die Maxime, wie ihn die DZ zitierte4: „Wichtig ist es, bekannt zu werden!“ Das wurde er. Die Wahl war für Tobias Stockhoff erfolgreich, denn er wurde Bürgermeister der Stadt Dorsten und somit Chef einer rund 800-köpfigen Verwaltung, an deren Spitze er ab Mitte 2014 die drängenden Probleme der Kommune zu bewältigen hat, was Führungsstärke, Innovation, Lebens- und Berufserfahrung verlangt. Bei der Bürgermeisterwahl wurden in Dorsten 24,766 gültige Stimmen ausgezählt, Davon entfielen auf Tobias Stockhoff 49,6 Prozent, auf seinen Herausforderer Michael Baune von der SPD 35,6 Prozent. Da Tobias Stockhoff nicht die absolute Mehrhalten erhalten hat, mussten beide am 15. Juni 2014 zur Stichwahl antreten, bei der Tobias Stockhoff mit 13.572 Stimmen gewählt wurde. Damit ist der zu diesem Zeitpunkt 32-Jährige für die nächsten sechs Jahre Bürgermeister von Dorsten.

Erfahrung lediglich Parteiarbeit und im Rat

Wenn Stockhoff im äußerst müden Wahlkampf 2014 von Kritikern gefragt wurde, was „er denn mitbringe, um die anstehenden Aufgaben in der Stadt zu lösen“, berief sich Stockhoff, der auch in der eigenen Partei und bei CDU-Wählern „hinter der hohlen Hand“ als Kandidat nicht ganz unumstritten war, frohgemut auf seine Erfahrung als Parteimitglied und Funktionär – sowie auf sein Studium zum Diplom-Physiker.

Ein „echter“ Dorstener

Tobias Stockhoff besuchte die katholische Zwergschule in Deuten, machte 2001 Abitur am Gymnasium Petrinum, studierte bis 2007 Physik in Münster, war danach Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Materialphysik an der Uni in Münster mit Arbeitsschwerpunkt „Lithiumbatterie-Verbundstrukturen“ und trat dann 2012 in eine berufliche Selbstständigkeit ein. Wie bereits erwähnt, hatte Tobias Stockhoff viel Zeit, sich ehrenamtlich zu betätigen. Der Startschuss dazu war sein Eintritt in die Junge Union (JU) 1998, ein Jahr später wurde er CDU-Mitglied, war von 2001 bis 2007 Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Wulfen/Deuten und fast zeitgleich Vorsitzender des JU-Stadtverbandes Dorsten, kam 2004 in den Stadtrat, war von 2006 bis 2010 Vorsitzender des JU-Kreisverbandes Recklinghausen, seit 2007 Mitglied des geschäftsführenden CDU-Kreisvorstandes Recklinghausen, seit 2009 Wirtschaftsausschussvorsitzender der Stadt Dorsten und Mitglied der Gesellschafterversammlung „Regionale 2016“. Im Wahlkampf wurde er von seiner Partei somit als ein „echter“ Dorstener herausgestellt.

Starke kirchlich-katholische Prägung mit Kardinal Galen als Vorbild

Seine römisch-katholische Prägung machte es ihm leicht, den Wahlspruch des münsterschen Bischofs Kardinal von Galen (1878-1946) zu seinem Leitmotiv zu machen: „nec laudibus, nec timore – weder durch Lob, noch durch Furcht.“ Die Bistumszeitung „Kirche und Leben“ schrieb 2006, dass der damals 24-jährige Tobias Stockhoff bei der Seligsprechungsfeierlichkeiten Galens in Rom dabei war und zitierte ihn mit der Einlassung: „Die Teilnahme … intensivierte mein Verhältnis zum neuen Seligen.“ Und an anderer Stelle steht: „Wenn ich am Domplatz in Münster an der großen Statue vorbeigehe oder im Dom am Grab bete, dann übt dieser Selige eine ganz besondere Anziehung auf mich aus. Es ist die Einfachheit des Glaubens, die ihn auszeichnet. Mal nicht alles im Glauben zu hinterfragen, sondern das sich Einlassen und das Vertrauen auf Gott. Sein Wahlspruch ist faszinierend.“


Siehe auch:
Politiker


Quellen:
Homepage von Tobias Stockhoff und der CDU Dorsten (2014). – „Kirche und Leben“, Münster, 16. März 2006. – Michael Klein „Kommunalwahl 2014: Tobias Stockhoff (CDU) tritt an“ in DZ vom 27. November 2014.

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