Seniorenbeirat

Ein Abbild der Stadtgesellschaft – 2009 von der Stadt wiederbelebt

Die Stadtverwaltung hat den Seniorenbeirat bei der Stadt Dorsten, der schon lange existiert, aber zuletzt nicht mehr aktiv war, 2009 durch die Wahl von Seniorinnen und Senioren aus allen Stadtteilen in Zusammenarbeit mit der Landesseniorenvertretung wiederbelebt. Senioren und Seniorinnen sollen an weitgesteckten Themen mitarbeiten: Mitwirkung bei der Stadtplanung, in sozialen, kulturellen, sportlichen und gesundheitlichen Bereichen. Der letzte Seniorenbeirat in Dorsten scheiterte allerdings an mangelnder Beteiligung der Mitglieder. Daraufhin gaben die wenigen Aktiven entnervt auf. Unter den 16 Mitgliedern sind sechs Delegierte von Vereinen (evangelische und katholische Kirche, Moscheeverein Ditib, Arbeitsgemeinschaft 60plus, Seniorenunion und AG Wohlfahrtsverbände) sowie zehn gewählte Vertreter der Stadtteile. Der Seniorenbeirat erarbeitete 2012 ein Zertifikat-Projekt „Generationenfreundliches Einkaufen in Dorsten“, für das der Beirat in Dorstener Läden werben wollte. Ausgezeichnete Betriebe sollten sich durch rollstuhlgerechte und barrierefreie Erreichbarkeit und Befahrbarkeit, gut lesbare Preisauszeichnung und kleine Packungen für Alleinlebende auszeichnen. Am Jahresende hatte Friedhelm Ashoff den Vorsitz im Seniorenbeirat aufgegeben. Er begründete seinen Rücktritt damit, dass sein Engagement zuletzt zum Vollzeitjob geworden war und er deshalb die „Reißleine“ habe ziehen müssen.

Wählen darf, wer über 60 Jahre alt ist

Den Seniorenbeirat können alle Bürgerinnen und Bürger wählen, die am Tag der Beiratswahl das 60. Lebensjahr vollendet haben, deren Hauptwohnsitz im jeweilgen Stadtteil befindet, in dem die Wahl stattfindet und die nicht vom allgemeinen Wahlrecht ausgeschlossen sind. Als Kandidaten zur Wahl können sich Bürger und Bürgerinnen aufstellen lassen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben und vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen sind. Im Oktober 2014 fanden erneut Wahlen statt. Heidrun Römer (Rhade) wurde in ihrem Amt als 1. Vorsitzende bestätigt. – Der Dorstener Friedhelm Stoltenberg wurde im Dezember 2016 zum Vorsitzenden des 2010 in der Nachbargemeinde Schermbeck gegründeten Seniorenbeirats gewählt.

Die neuen Seniorenbeiratsmitglieder aus den Stadtteilen stehen fest

Senioren haben einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, schreibt die Stadtverwaltung Dorsten auf ihrer Homepage. Dieser hohe Stellenwert werde durch die Interessenvertretung, den Seniorenbeirat, gewahrt. Dorsten hat Mitte 2021 neu gewählt. Gewählt wurde Anwärter in den Stadtteilen: Dieter Walfort (Altendorf-Ulfkotte), Ingo Reich (Altstadt), Hedwig Tovar (Deuten), Werner Machatschke, Heinrich Schenk, Friedhelm Schrey (Feldmark), Rita Fochler, Franz Schmidt, Brigitte Manzke (Hardt/Östrich), Winfried Dammann, Wolfgang Chlebna, Norbert Bergmann (Hervest), Heidemarie Göbel, Michael Hoppius, Anneliese Auberger (Holsterhausen), Martin Lehmbrock, Waltraud Stagneth (Lembeck), Heidrun Römer, Rotraud Meyer (Rhade). Der Seniorenbeirat strebt an, das Miteinander zwischen den Generationen zu fördern. Er möchte eine kooperative Zusammenarbeit mit allen Seniorengruppen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Ämtern, Parteien und Vereinen erreichen und Initiativen zur Selbsthilfe anregen.

Siehe:
Alternde Stadtgesellschaft (Essay)

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