Porte Lembeck

In Einzelgesprächen und Gesprächsrunden Ideen entwickeln und umsetzen

Porte-Abend im November 2017; Foto: Frank Langenhorst

Seit April 2014 gibt es in Lembeck die Porte-Bewegung. Es handelt sich um einen losen Zusammenschluss von Lembecker Bürgern, welche die Entwicklung des Stadtteils aktiv unterstützen und dazu die Zusammenarbeit mit Lembecker Gruppen, Vereinen und Unternehmen pflegen.  Die „Porte“ ist das lateinische „Porta“, ein Name für Tor oder Einlass, der als Portal eine etwas herrschaftlichere Form darstellt und als „Pörtken“ in den hiesigen Sprachgebrauch als Türchen Eingang gefunden hat. Ihren Ursprung hat die Porte Lem­beck in Dorsten. Die Kunsthistori­kerin Marion Taube hatte an ver­schiedenen Abenden Akteure aus Dorstener Stadtteilen eingeladen, die Entwicklung ihrer Ortsteile ein wenig mehr selber in die Hand zu nehmen und Ideen für gemein­same Projekte und Aktionen aus­zudenken. Es wurde schnell konkret. Noch an dem Abend entstand das Porte-Vorbereitungsteam für Fol­geveranstaltungen in Lembeck.

Kontakte zwischen den Bürgern und Einbindung von Neubürgern

Bei einer Reihe von öffentlichen Versammlungen, den Porte-Aben­den, wurden mit einer großen Zahl von Teilnehmern Lembecker Themen erörtert. Darüber hinaus gab es viele Einzelgespräche und kleinere Gesprächsrunden. Bei ei­nem Aktionstag im leer stehenden Stenen Hues wurden im Mai 2014 hunderte von Ideen für die Zukunft des Dorfes gesammelt. Blumen­pflanzungen, die Erneuerung des Spielplatzes am Bodelschwingh­weg – ein echter Mehrgenerati­onenspielplatz neben dem Seni­orenzentrum – der Aufbau eines Vereinshauses in einem leer ste­henden Gebäudeteil der bisheri­gen Laurentiusschule, der Aufbau der Flüchtlingshilfe Lembeck-Rha­de und die aktuellen Entwicklun­gen im T.O.T., all dies sind konkrete und lebenspraktische Projekte, die durch die Porte initiiert oder maß­geblich unterstützt wurden. Dazu gibt es viele neue Kontakte zwi­schen Menschen, die Einbindung von Neubürgern und neue Ko­operationen zwischen Lembecker Gruppen und Vereinen.

Ort für neue Anreize und Erörterungen der Dorfentwicklung

Die Portebewegung ist kein Ort für große Entscheidungen, son­dern für ausführliches Gespräch, neue Ideen und Kooperationen, die Spaß machen und inspirieren. Entscheidungen werden wie bisher von Eigentümern, Vereinsgremien und politischen Mandatsträgern getroffen. Die Porte möchte ein Ort für neue Anreize und die Erör­terung der Dorfentwicklung sein. Sie befasst sich mit allen mögli­chen Lebensbereichen. In der Re­gel handelt es sich um aktuelle Anlässe oder Anliegen. Meistens gehen die Gespräche auf das En­gagement anderer Personen oder Gruppen aus dem Dorf ein und un­terstützen diese. Die Entstehung der Porte ist einge­bettet in ähnliche Schritte in an­deren Dorstener Stadtteilen. Das sind u. a. das Bürgerfo­rum Rhade und die Initiativgruppe Zukunft Marienviertel. Auch hier schaffen Bürgerinnen und Bürger neue Möglichkeiten, sich im eige­nen Wohnviertel mit Ideen einzusetzen. – Kontakt: Joachim Thiehoff, Telefon 02369-205460.

Siehe auch: Lembeck
Siehe auch: Lembeck – 1000 Jahre I
Siehe auch: Lembecker Lebensart
Siehe auch: Bevölkerung Charakter


Quelle: Gekürzt und teilweise umfomuliert nach Thiehoff in „1000 Jahre Lembeck…“, 2017,

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