Nordlichter

Innerfraktionelle Opposition zur Kohlefraktion der SPD im Rat

Als „Nordlichter“ wurde Anfang der 1980er-Jahre der kleinere Teil der SPD-Ratsfraktion genannt, dessen Mitglieder aus den nördlichen Stadtteilen kamen und im Gegensatz zu der Dorstener „Kohlefraktion“ bei etlichen Themen einen anderen Standpunkt einnahmen und demgemäß abstimmten (Bergehalde „Im Hürfeld“, Lipperandstraße, Abriss Altes Standesamt u. a.). Im Jahre 1981 versuchte die SPD-Fraktion unter Vorsitz von Jakob Klauck, der die „Kohlefraktion“ anführte, die „Nordlichter“ auszuschließen. Gegenüber der Presse äußerte sich Klauck so: „Wir sind nicht mehr bereit, mit den Nordlichtern in einer Fraktion zusammenzuarbeiten. Ich bin sicher, dafür die Zweidrittelmehrheit zu bekommen.“ Die bekam Klauck nicht. Willi Weiland, Klaucks Stellvertreter und Mitglied der Nordlichter meinte hingegen: „Es gibt keinen Gründe dafür, uns aus der Fraktion auszuschließen!“ Klaucks Antrag auf Ausschluss bekam nicht die notwendige Mehrheit. Mitte der 1980er-Jahre verloren sowohl die „Nordlichter“ als auch die „Kohlefraktion“ an Einfluss.

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