Masuch, Heinz

40 Jahre lang das HoT Holsterhausen geleitet

1942 im Marl-Hüls bis 2011 in Dorsten; Jugendarbeiter. – Heinz Masuch war 40 Jahre lang Leiter des Jugendhauses Olbergstraße in Holsterhausen, engagierte sich darüber hinaus für Jugendliche und ihre Belange in Dorsten und war in mehreren Vereinen aktiv, unter anderem als Vorsitzender und zuletzt Ehrenvorsitzender der 53er Schützen in Holsterhausen. 2004 wurde er mit der goldenen Plakette der Stadt ausgezeichnet. Sein Motto lautete: „Nicht reden. Machen“, was besonders für seinen Einsatz für die Dorstener Jugend galt.

...... Masuch

Heinz Mauch leitete 40 Jahre lang das Haus der Jugend (WAZ)

Der gelernte Bergmann war aktiv in der Christlichen Arbeiter-Jugend (CAJ) tätig, übernahm 1967 die Leitung des Hauses der Jugend an der Olbergstraße und führte es über vier Jahrzehnte bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2007. Generationen von Kindern und Jugendlichen hatte er begleitet. Masuch war immer ein Teamarbeiter. Im Verein, mit seinen Profi-Partnern in der Jugendarbeit ebenso wie im Umgang mit den Jugendlichen. Sie „zum selbstständigen Denken und Handeln erziehen – das ist das oberste Ziel. Die jungen Leute haben Ideen eingebracht und ich habe versucht, ihnen den Boden zu bereiten. Und wenn die Dinge zum Selbstläufer wurden, dann warste stolz“, sagte er einmal der WAZ.

Masuch verstand die Protesten der Jugend

Das galt für ihn zu allen Zeiten, die sich in den vier Jahrzehnten seiner Tätigkeit dramatisch veränderten. Als er mit der Jugendarbeit begann, prägte Blockflötenunterricht den Alltag im Haus der Jugend. Die späten 1960er- und frühen 1970er-Jahre waren aufmüpfige Zeiten. Masuch gab dem Protest Raum. Er installierte gemeinsam mit Jugendlichen Freizeitangebote wie Discos und Live-Konzerte, als in Dorsten kommerziell noch nicht viel geboten wurde. Notwendige Auseinandersetzungen hat Heinz Masuch dabei nie gescheut. „Wenn es Konflikte gibt, dann müssen die ausgetragen werden“, sagte er.

Von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wurde Heinz Masuch 2009 geehrt. Rüttgers hatte in der Staatskanzlei Vertreter von etwa 60 Initiativen und Projekten aus dem ganzen Land empfangen. Die ehrenamtlich engagierten Bürger sollten mit der Einladung ein besonderes Dankeschön für ihre Arbeit erhalten. Für Jugendliche engagiert hat er sich weit über „sein“ Haus hinaus: Im Arbeitskreis Jugend, als Laienrichter am Jugendschöffengericht und in der Politik – wo er durchsetzen konnte, dass der Treffpunkt Altstadt an der Bovenhorst gebaut wurde, und nicht abseits auf Maria Lindenhof. Die Jugendlichen – das war seine Botschaft – gehören in die Mitte der Gesellschaft.


Quelle:
Nach Ludger Böhne „Er begleitete Generationen von Jugendlichen“, Nachruf, in der WAZ vom 31. Oktober 2011.

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