Fördergerüst Schacht 2

Millionen-Förderung: Sanierung des Turm als Industriedenkmal ab 2018

Das NRW-Bauministerium fördert den Erhalt des Fördergerüsts Schacht 2 (anderes Wort: Förderturm) auf dem ehemaligen Zechengelände von Fürst Leopold in Hervest-Dorsten mit 2,1 Millionen Euro als Industriedenkmal. Ab 2018 wird  das Gerüst von der „Stiftung Industriedenkmal und Geschichtskultur“ saniert. Die in Dortmund ansässige Stiftung hat den Förderturm 2015 zusammen mit dem Doppelfördermaschinengebäude als Eigentümerin übernommen, das für den Dorstener Bergbauverein bereits überholt war. Bevor mit der Sanierung begonnen werden kann, müssen die aktuellen Bauarbeiten auf dem Grundstück abgeschlossen sein. Der Förderturm Schacht 2 wurde 1912/13 errichtet und gilt heute als eines der Wahrzeichen von Dorsten. Das Fördergerüst am Schacht 1 wurde 2008 abgerissen.

Den historischen Farbanstrich wieder auftragen

Mit einiger Verzögerung haben die 2,1 Millionen Euro teuren Sanierungsarbeiten am 100 Jahre alten Fürst-Leopold-Förderturm in Hervest-Dorsten im Juni 2019 begonnen. Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur – Eigentümerin der Anlage – will das Fördergerüst mit Fördermitteln des Bundes und des Landes im historischen Farbton anstreichen lassen, doch der muss von Experten erst einmal gefunden werden. Denn im Laufe der Jahre ist das Bauwerk immer wieder neu gestrichen worden: Grün in verschiedenen Tönen, Schwarz, Grau oder auch Dunkelrot – das sind die Farben, die man jetzt schon entdecken kann, so zitiert die DZ den Vorsitzender vom Bergbauverein Dorsten, Gerd Schute. Als erste Maßnahme wird der Förderturm mit Strahlsand abgestrahlt und dadurch auch die ursprüngliche Farbeermittelt.  Etwa zwölf Monate plant die Stiftung für die Arbeiten ein. Nach Abschluss soll das Fördergerüst zudem eine Objektbeleuchtung erhalten und so auch bei Dunkelheit als Landmarke erkennbar sein.

Der Bergbauverein hatte im Vorfeld optimistisch spekuliert, dass das Fördergerüst mit einer Aussichtsplattform bestückt werden könne. Dagegen sprechen Argumente des Denkmalschutzes und auch die Kosten, denn dazu müsste entweder ein neuer Treppenaufgang installiert oder ein Fahrstuhl neben das Gerüst gesetzt werden.

Siehe auch: Bergbau I (Essay)
Siehe auch: Bergbau II (Essay)
Siehe auch: Bergbau III
Siehe auch: Bergbauverein

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone