Brock, Norbert

Er war ein international angesehener und ausgezeichneter Krebsforscher

Krebsforscher Dr. med. Norbert Brock

Krebsforscher Prof. Dr. med. Norbert Brock; Foto: privat

1912 in Dorsten bis 2008 in Bielefeld; Arzt und Krebsforscher. – Der in Dorsten geborene Sohn des Schulrats Johannes Brock besuchte das Gymnasium Petrinum in Dorsten, machte 1930 Abitur, studierte anschließend an den Universitäten Münster und Düsseldorf Medizin, legte 1936 sein medizinisches Staatsexamen ab und wurde promoviert. Es folgte die Habilitation an der Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin (1940), die Ernennung zum Dozenten für Pharmakologie und Toxikologie 1942. Danach diente er im Krieg als Truppenarzt in Afrika und Russland, wurde 1943 an die Ärztliche Akademie der Luftwaffe nach Berlin berufen, heiratete 1944 in Berlin Edith Priske aus Riga und bekam fünf Kinder.

1949 übernahm Brock die Leitung der Pharmakologischen Abteilung der Astat-Werke in Bielefeld und legte in den darauf folgenden Jahren durch seine Forschungsarbeit (auch als Berater der Regierung: Vereinigung der Zusammenführung der unterschiedlichen Fachdisziplinen von Universität und Industrie) zur Tumorbehandlung einen Meilenstein in der onkologischen Pharmaforschung, dem etliche weltweite Auszeichnungen folgten, darunter die Ernennung zum Honorarprofessor an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster 1954, der Gerhard-Domagk-Preis 1977, der Johann-Georg-Zimmermann-Preis 1977. Die Technische Universität München verlieh ihm „in Würdigung seiner Arbeiten auf dem Gebiet der Chemotherapie des Krebses“ 1978 die Ehrenpromotion. Die Deutsche Pharmakologische Gesellschaft ernannte ihn 1979 und die Deutsche Krebsgesellschaft 1984 zum Ehrenmitglied. Er erhielt den Preis der Deutschen Therapiewoche 1982, den Deutschen Krebspreis 1987, ein Jahr später als erster deutscher Krebsforscher den Caine-Award der Amerikanischen Association für Cancer Research und 1995 den Charles F. Kettering Price der General Motors Cancer Research Foundation.

Mit seinen außerordentlichen Verdiensten um die Erforschung der chemotherapeutischen Behandlungsmethoden der Krebserkrankungen hat Brock wesentlich zum Ansehen der deutschen Krebsforschung beigetragen. So ist er u. a. maßgeblich an der Entwicklung so bedeutender Krebstherapeutika wie Cyclophosphamid, Ifosfamid und Mesna beteiligt. – Prof. Dr. Norbert Brock lebte und starb in Bielefeld (siehe Johannes Brock; siehe Jürgen Brock).


Quelle:
Nach Wikipedia, Online-Enzyklopädie. – Angaben der Familien Dr. Brock in München und in Celle.

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