Börner, Hermann

Er war Mitglied der Barkenberg-Planungsgruppe Grosche-Börner-Stumpfl

1932 in Leer bis 2002 in Dorsten; Architekt, Dipl.-Ingenieur. – Von 1962 bis 1980 beteiligte er sich als Mitglied der Planungsgruppe Eggeling und nach dessen Tod in der Planungsgruppe Grosche-Börner-Stumpfl an den Planungen und dem Aufbau der neuen Stadt Barkenberg. b-boerner-1971Hermann Börne studierte von 1952 bis 1955 Architektur und Stadtplanung an der TH Hannover, ergänzte das Studium danach mit Sozialwissenschaften in München und Berlin, wurde 1956 Mitarbeiter von Arne Jacobsen (Kopenhagen) für Interbau in Berlin und  arbeitete an der TH Berlin mit Hans Scharoun zusammen. Von 1960 bis 1975 arbeitete Hermann Börner im väterlichen Architekturbüro in Leer, das im Schul-, Krankenhaus, Wohn- und Industriebau tätig war. In Wulfen betrieb er zusammen mit seiner Frau Christine Börner, ebenfalls Diplom-Ingenieurin, ein Architekturbüro für Wohn- und Geschäftsbauten). Manfred Börner und seine Frau Christine waren stets auch berufspolitisch stark engagiert. Sie auch in der Dostener Kommunalpolitik. In einem Nachruf in der Fachzeitschrift „Der Architekt“ schrieb Wolfram Baltin einen Nachruf auf Börner (Auszug).

„Seine Planungen, die er in ganz Deutschland realisieren konnte, sind geprägt von einem hohen Verständnis für stadträumliche und landschaftliche Qualitäten. Börners herausragendes Verdienst lag jedoch von Beginn an in seinem integrativen Verständnis von Stadtplanung als koordinierender Disziplin aller relevanten Fachbelange und in seiner früh entwickelten Auffassung von Wertbeständigkeit in der Stadtplanung. So zeigt sich unter anderem am Beispiel der Neuen Stadt Wulfen, dass seine auf die lokalen Lebensverhältnisse orientierte, sorgfältige Planungsarbeit die wichtigste Grundlage für Qualität im Städtebau darstellt, die heute um so mehr denn je als soziale Stabilität verstanden werden muss. Diese Zielsetzung hat Hermann Börner schon früh gesehen und in seiner Planungsarbeit mit Nachdruck umgesetzt. Dabei war er sich immer bewusst, dass die Stadt als Spiegel der wirkenden gesellschaftlichen Kräfte der zentrale Austragungsort ihrer divergierenden Interessenkonflikte ist. Er verkörperte den freiberuflichen Architekten und Stadtplaner, der unabhängig von wirtschaftlichen Interessen und persönlichem Geltungsbedürfnis eine soziale, am Allgemeinwohl orientierte, umweltbewusste und bürgernahe – im besten Sinne „nachhaltige“ Planung vertrat.“


Quellen:
Christian Grubers „Wulfen-Wiki (2014). – Wolfram Baltin in „Der Architekt“ 9/2002.

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