Baune, Michael

SPD-Bürgermeisterkandidat unterlag 2014 seinem CDU-Kontrahenten

801-Baune EDlschenbroich 48859463-300x109Geboren 1962 in Münster; Leiter LWL-Jugendhilfezentrum. – Nach dem Abitur studierte er  an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster die Fachrichtung Sozialwissenschaften (Politik, Soziologie, Volkswirtschaftslehre) und Geschichte. Bevor Michael Baune 1991 seine Tätigkeit beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aufnahm, engagierte er sich mehrere Monate als Projektleiter eines humanitären Hilfsprojektes in Rumänien (Kinderheim Caransebes). Von dort zurückgekehrt, übernahm Baune verschiedene Funktionen im LWL- Landesjugendamt, bevor er 1995 zum Betriebsleiter eines LWL- Eigenbetriebes ernannt wurde. Neben der wirtschaftlichen Gesamtverantwortung liegt sein Schwerpunkt im Bereich der Personal- und Organisationsentwicklung. Baune leitet das LWL-Jugendhilfezentrum, eine auch in Dorsten stark verankerte Einrichtung des Landschaftsverbandes mit rund 250 Mitarbeitern. 2005 orientierte er sich schließlich auch privat in die Lippestadt und wohnt mit seiner Frau Marina – eine gebürtige Holsterhausenerin – in Hervest. Michael Baune ist Ratsmitglied und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, Stadtverbandsvorsitzender der SPD Dorsten und im SPD- Kreisverbandsvorstand des Kreises Recklinghausen sowie Mitglied bei Verdi. Seit 2009 ist er sachkundiger Bürger im Jugendhilfeausschuss.

Als Bürgermeisterkandidat dem CDU-Kontrahenten unterlegen

2014 trat Michael Baune als Kandidat der SPD zur Bürgermeisterwahl an. Sein Kontrahent war Tobias Stockhoff (CDU), der mit 49,3 Prozent die meisten Stimmen holte. Baune bekam 35,6 Prozent. Bei der anschließenden Stichwahl verlor Baune mit 38,4 Prozent gegen Stockhoff, der 61,6 Prozent holte und Bürgermeister wurde. Auf seine Niederlage reagierte Michael Baune mit einem bemerkenswerten Brief an die Parteimitglieder:

„Die Wahlen zum Rat der Stadt Dorsten und um das Amt des Bürgermeisters sind gelaufen. ,Die SPD-Dorsten wird bei der Kommunalwahl im Rat mehrheitsfähig und wir stellen den zukünftigen Bürgermeister’ –  mit dieser auch im Nachhinein aus meiner Sicht absolut richtigen Zielsetzung sind wir in den Wahlkampf eingestiegen. Dieses ambitionierte Ziel haben wir –  daran besteht kein Zweifel – nicht erreicht. Allen Mitgliedern, die ihren Beitrag so hervorragend geleistet haben, meinen ehrlich empfundenen Dank auch von dieser Stelle. Ich sehe die Partei, ich sehe mich nicht als Verlierer. Verloren hat nur, wer seine Überzeugungen und Ideale über Bord wirft. Unsere Visionen eines anderen Dorsten haben bei dieser Wahl (noch) keine Mehrheit gefunden. Nicht mehr und nicht weniger. Ich werbe daher dafür, in unserem Einsatz für die Menschen in Dorsten, für soziale Gerechtigkeit und Teilhabe, für Toleranz und Miteinander, für Bürgerbeteiligung, kulturelle Vielfalt und Bewahrung unserer Umwelt nicht nachzulassen. Das gilt für die Partei in gleicher Weise wie für die neu gebildete Fraktion. Gerade die Menschen in unserer Stadtgesellschaft, die auf sozialen Ausgleich und Solidarität angewiesen sind, Kinder, Jugendliche, Familien, Alleinerziehende, Senioren, Migranten, sie brauchen uns. Wenn nicht wir Sozialdemokraten, wer denn sonst sollte ihr Sprachrohr und ihre Interessenvertretung sein! …“


Siehe auch:
Politiker

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