Toll, Prof. Winfried

Gastdirigate führen ihn zu Orchestern und Chören in der Welt

Geboren 1955 in Dorsten; Dirigent und Komponist. – Nach dem Abitur in Gaesdonck studierte Winfried Toll zunächst Theologie und Philosophie in Münster und Freiburg, nach den Examina an der Musikhochschule Freiburg absolvierte er Meisterkurse in Gesang bei Elisabeth Schwarzkopf und Also Baldin sowie in Gesang bei Helmuth Rilling. t-toll-prof-winfriedSeit 1988 leitet Toll als Dirigent die „Camerate Vocale“ in Freiburg, von 1994 bis 2002 war er Chordirektor des Kölner Bachvereins. Im Jahre 1997 folgte die Berufung zum Professor für Dirigieren an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und die Wahl zum künstlerischen Leiter der Frankfurter Kantorei. Außerdem ist Toll seit 2007 künstlerischer Leiter des „Daejon Philharmonic Choir“ in Südkorea. Gast-Dirigate führen Toll zu verschiedenen renommierten Orchestern und Chören. Neben seiner Professur in Frankfurt übernimmt Winfried Toll auch immer wieder Gastprofessuren, so in Südkorea, Tschechien und Südafrika und seit 1994 regelmäßig in Tokio. Schon seit seiner Studienzeit war Toll auch als Komponist tätig. Für sein Orgelwerk „Wegkreuze“ erhielt er 1980 den Kompositionspreis „Altenberger Dom“, ebenfalls ausgezeichnet wurde 1981 in Stuttgart seine Komposition „Psalm 13“ für Soli, Chor und Orchester, sowie 1985 sein „Wenn ich dein je vergesse“ für sechzehn Solostimmen und gemischten Chor anlässlich der Internationalen Bachakademie, ebenfalls in Stuttgart. Im Jahre 1996 wurde während des 71. Bachfests der Neuen Bachgesellschaft in Freiburg Tolls „…und hat über uns Gewalt“ uraufgeführt und 2001 beim Stimmen-Festival in Lörrach seine „Reverie“ für Saxophonquartett und Vokalensemble.

Pressestimmen (Auszüge):

Kölnische Rundschau 1995 zu J. S. Bachs „Weihnachtsoratorium“:

„Tolls dirigentische Handschrift entspricht seiner Auffassung vom Singen: flüssig, leicht und locker.“

Kölnische Rundschau 1998 zu L. Cherubinis „Requiem“:

„Der Komponist verstand sein Handwerk. Das gilt auch für Winfried Toll, der seinem Chor die Betonungen aus den Mündern zieht, die Einsätze mit der flachen Hand den Stimmen anreicht oder sie heraushebt.“

Kölnische Rundschau 2000:

„Profitierten schon die Solisten von Winfried Tolls hellwacher Einfühlung, so galt dies in besonderem Maße für den Chor, der sich unter den Flügeln seines Leiters aufgehoben fühlte wie in Abrahams Schoß. Von Anfang bis Ende ein gemeinsames Atmen, blitzsaubere Intonation und federleichte Bewegung gelockerter Stimmen […] Jubel ist eben keine Frage der Lautstärke, sondern des Herzens.“


Siehe auch:
Musiker

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