Angeklagt und verurteilt (Sexualdelikte)

Missbräuche, Vergewaltigung, Prostitution, Exhibitionismus vor Gericht

Kindesmissbrauch: Milde Strafe für Angeklagten aus Hervest. Aufatmen bei dem 54-jährigen Mann: Am Ende des Prozesses um Kindesmissbrauch und den Besitz von Kinderporno-Fotos kam das Gericht zu einem milden Urteil. Gleich zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte vor dem Essener Landgericht ein Geständnis abgelegt. Sein Verteidiger: „Mein Mandant würde am liebsten schamvoll im Boden versinken.“ Es seien Dinge vorgefallen, die niemals hätten vorfallen dürfen. Der 54-jährige Hervester hatte Ende 2018 einen Freund bei sich aufgenommen. Wenig später war auch dessen achtjähriger Sohn in der kleinen Wohnung eingezogen. Und der Junge musste dann mit ansehen, wie sich sein Vater und der Angeklagte im Bett vergnügten. Vor dem Gesetz gilt auch das als Kindesmissbrauch. In der Folgezeit soll der Hervester eine Reihe von Kurznachrichten an seinen Freund und auch an das Kind geschickt haben. Darin enthalten waren eindeutige Aufforderungen zu Missbrauchstaten. Der Bekannte, gegen den natürlich auch ein Strafverfahren geführt wird, soll dem Hervester erklärt haben: „Um den Jungen musst du dir keine Gedanken machen. Der kennt das schon alles.“ Das Geständnis und die Einsicht des Angeklagten brachten die Richter am Ende dazu, dem Mann den Gang ins Gefängnis zu ersparen. Die Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wurde zur Bewährung ausgesetzt. Allerdings musste sich der 54-Jährige verpflichten, eine Therapie zu machen, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt (Quelle: Martin von Braunschweig in DZ vom 17. Okt. 2020).

Exhibitionist belästigt im Garten Nachbarin und ihren Sohn. Mutter und Sohn (12) waren schockiert, als ihr Nachbar nebenan in seinem Garten in der Siedlung Tönsholt splitterfasernackt an seinem Penis herumspielte. Jetzt wurde dem Mann der Prozess gemacht. Nicht das erste Mal in diesem Frühling 2020 lag der 44-jähriger Dorstener splitterfasernackt und wie auf einem Präsentierteller in seinem Garten. Als er schließlich dabei an seinem Penis herumspielte, rief eine Nachbarin, die das Ganze von einem gegenüberliegenden Stallgebäude gesehen hatte, die Polizei. Die Beamten erfuhren noch ein paar andere schlimme Dinge. So soll der Mann tags zuvor eine weitere Anwohnerin durch exhibitionistische Handlungen belästigt und vor ihrem zwölfjährigen Sohn zu masturbieren versucht haben. Vor dem Dorstener Schöffengericht stritt der Angeklagte alles ab. Er sei immer mit einer Badehose bekleidet gewesen. Außerdem präsentierte er Handy-Bilder von einem Palisadenzaun rund um sein Garten-Grundstück, der die Sicht auf ihn verhinderte. Mutter und Sohn erklärten aber, der Angeklagte habe den Zaun erst drei Wochen nach dem Vorfall installiert. Die Frau sagte aus, dass der Nachbar vor ihren Augen an seinem Glied herumgefummelt und ihr dabei noch einen sexistischen Spruch zugerufen habe. Als Stunden später der Sohn nach Hause gekommen war und sich im Garten aufgehalten habe, hätte der Nachbar auch vor ihm seinen Penis massiert. Nachdem auch ein ermittelnder Polizist bestätigte, dass an dem Tag noch kein Zaun stand, war für Richterin klar, dass der Angeklagte – der während der Verhandlung immer wieder impulsiv dazwischen redete – nicht die Wahrheit erzählt hatte. Dem Angeklagten konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass er den Jungen tatsächlich gesehen hatte, während er an seinem Geschlechtsteil manipulierte. Möglicherweise habe sich der Mann doch unbeobachtet gefühlt, so die Staatsanwältin. Sie forderte für den Exhibitionismus gegenüber der Mutter drei Monate auf Bewährung. Doch das Schöffengericht verhängte eine Geldstrafe: 1200 Euro (Quelle: Michael Klein in DZ vom 9. Okt. 2020).

Gruppenvergewaltigung nicht nachweisbar – Angeklagte zahlen trotzdem. Die Anklage hatte es in sich, doch übriggeblieben ist fast nichts: Im Prozess um eine angebliche Gruppenvergewaltigung konnten die fünf angeklagten Fußballer aus Dorsten, Essen und Bochum das Essener Landgericht am Freitag ohne Verurteilung verlassen. Das Verfahren wurde eingestellt. Stundenlang war die heute 22-jährige Kosmetikerin aus Essen als Zeugin vernommen worden. Am Ende waren sich Richter, Staatsanwalt und Verteidiger allerdings einig: Für eine Verurteilung der 22- bis 26-jährigen Angeklagten reicht ihre Aussage nicht aus. Zu viele offene Fragen, zu viele Widersprüche. Das Kerngeschehen war vor Gericht anders beschrieben worden als noch bei der Polizei. Dass die 22-Jährige komplett gelogen habe, glauben Staatsanwalt und Richter allerdings auch nicht. Ganz spurlos ist das Strafverfahren trotzdem nicht an den Angeklagten vorbeigegangen. Ihnen war außerdem vorgeworfen worden, die sexuellen Handlungen in einer Essener Wohngemeinschaft fotografiert und die Bilder anschließend in Chat-Gruppen geteilt zu haben. Fotos in Chat-Gruppen geteilt. Diese „Aufgabe“ hatte der in Holsterhausen wohnende Angeklagte übernommen, der sich in jener Nacht auf den 13. Mai 2019 ansonsten komplett zurückgehalten hatte. Er war erst später dazugekommen, als seine Freunde mit der heute 22-Jährigen schon in einem der Zimmer waren. Er hatte die Frau nicht gefragt, ob er sie fotografieren dürfe, gestand der Holsterhausener ein. Wie er selbst zugab, hatte er die Fotos später nicht nur an die Mitangeklagten verschickt, sondern auch an viele andere. Auch dieser Vorwurf wurde jedoch am Ende eingestellt. Im Gegenzug hatten sich die Angeklagten bereiterklärt, insgesamt 15.000 Euro zu zahlen. Davon gingen  2250 Euro an die 22-Jährige – als eine Art Wiedergutmachung. Der Rest kommt der Landeskasse zugute. Auch die Frau hatte überraschend zugestimmt, das Strafverfahren so zu beenden (Quelle: Jörn Hartwich in DZ vom 26. Sept. 2020).

Zehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Das kleine Mädchen war zehn Jahre alt, als die Mutter es vorübergehend in die Obhut eines langjährigen Freundes ihrer Familie in Holsterhausen gab. Der Freund missbrauchte das Kind. Im September 2020 wurde der Täter vom Landgericht Essen zu drei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt. „Die Tat traf ein ohnehin schon belastetes Mädchen“, so die Richterin bei der Urteilsbegründung. Zu Hause sei es damals nicht gut gelaufen. Deshalb habe die Mutter gehofft, dass es der Zehnjährigen beim Angeklagten besser gehe. Grund zur Skepsis gab es nicht. Der Angeklagte hatte seit Jahren eine Partnerin und ein völlig unauffälliges Leben geführt. Bis zu seiner Rente war er Angestellter bei der Stadt Dorsten, Vorstrafen gibt es keine. „Er war für sie ein Opa-Ersatz“, hatte die Mutter im Prozess erzählt. „Wir waren sehr dankbar, dass er sie für ein paar Wochen aufnehmen konnte.“ Der Angeklagte kümmerte sich darum, dass die Zehnjährige zur Schule ging, übernahm auch sonst alle Kosten. Als die Krisenintervention vorbei war, schien zunächst auch alles in Ordnung zu sein. Bis der Angeklagte anfragte, ob das Mädchen nicht mal wieder mit zum Schwimmen gehen wolle. Das hatte aber keine Lust, obwohl es immer gerne zum Schwimmen ging. Das machte die Mutter stutzig.  Später, in einer ruhigen Minute, kam schließlich alles ans Licht. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe im Prozess zwar zunächst bestritten, dann aber doch noch ein Geständnis abgelegt. Er hatte den schweren sexuellen Missbrauch mit seinem eigenen Handy gefilmt. Und weil er die Ortungsfunktion nicht ausgeschaltet hatte, waren auch die GPS-Daten gespeichert worden. Sie stimmten mit seiner Wohnanschrift überein. Dass die Strafe nicht noch höher ausgefallen ist, hatte am Ende nur mit seinem Geständnis zu tun. Dadurch hatte er dem Mädchen in letzter Sekunde eine Aussage vor Gericht erspart (Quelle: Martin von Braunschweig in DZ vom 8, Dez. 2020).

Pflegebedürftige Ehefrau genötigt, belästigt und nicht geholfen. Nach einer Serie von sexuellen Übergriffen auf seine pflegebedürftige Ehefrau war ein 61-jähriger Mann aus Wulfen Anfang Juli 2020 am Essener Landgericht zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Von den ursprünglich weiteren Anklagevorwürfen, seine seit 2015 neurologisch schwer erkrankte Frau zudem immer wieder gequält und schikaniert zu haben, wurde der Angeklagte aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Wie bekannt wurde, hatte der 61-jährige die vier zur Verurteilung führenden Belästigungs-Attacken (unter anderem Kniffe im Intimbereich) unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingestanden. Weil die Erkrankung der Wulfenerin inzwischen so fortgeschritten war, dass sie den Essener Richtern als Zeugin nicht mehr zur Verfügung stehen konnte, fehlte zur Überprüfung der weiteren Vorwürfe „das entscheidende Beweismittel“, so das Gericht beim Urteil. Die beiden Eheleute waren bereits 27 Jahre lange verheiratet.
Die Anklageschrift beschreibt insgesamt zwölf Szenen zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 13. Februar 2020, bei denen der Angeklagte, der seine Frau nach 27 Jahren Ehe eigentlich pflegen sollte, stattdessen drangsaliert, gedemütigt, gequält und belästigt haben soll. Eine Motivation dafür nennt die Anklageschrift nicht. Zweimal soll der Angeklagte seine pflegebedürftige Frau mit einer vollen Windel kräftig in das Gesicht geschlagen haben. Ein anderes Mal soll er im Anschluss an einen Hausputz seiner auf den Rollstuhl angewiesenen Frau absichtlich mit dem schmutzigen Aufnehmer durch das Gesicht gewischt haben. Darüber hinaus soll er seine Frau bei der Tabletteneinnahme schikaniert haben, ihr nicht das Wasser dazu gereicht haben, so dass sie gezwungen war, die Tabletten mit ihrem Speichel aufzulösen. Ferner soll der 61-Jährige seine erkrankte Frau, die laut Anklage nicht mehr fähig war, alleine zu stehen, einmal absichtlich im Badezimmer fallengelassen haben, so dass danach sogar ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig wurde. Nach einem weiteren Sturz der Frau im Wohnzimmer soll der Angeklagte seiner Frau einfach nicht geholfen, sondern stattdessen weiter auf der Wohnzimmercouch ferngesehen haben. Mindestens viermal soll der Wulfener schließlich seine Frau auch sexuell bedrängt und genötigt haben, indem er sie laut Anklage unter anderem im Intimbereich kniff. – Weil die Ehefrau des 61-Jährigen inzwischen in einem Pflegeheim lebt, sahen die Richter keine Wiederholungsgefahr mehr. Wie bekannt wurde, hatte ein Schwager die Vorwürfe gemeinsam mit der Ehefrau zur Anzeige gebracht. Das Urteil lautet auf sexuelle Nötigung und Belästigung (Quelle: Werner von Braunschweig in DZ vom 2. und 6. Juli 2020).

Fatale Sex-Affäre zwischen Geschäftsfrau und Schafhirten vor Gericht. Vor dem Dorstener Amtsgericht wurde Anfang Juli 2020 ein Prozess geführt, in dem eine zweijährige Sex-Affäre zwischen einer angesehenen Geschäftsfrau und einem Schafhirten zur Sprache kam. 2016 begann die Mittfünfzigerin die zweijährige Sex-Affäre mit einem 17 Jahre jüngeren Schafhirten, in die sie emotional immer tiefer hineinstrudelte – bis hin zur Hörigkeit. Dabei ließ sie sich finanziell ausnehmen „wie eine Weihnachtsgans“, so das Fazit der Staatsanwaltschaft. Dem 38-Jährigen wurde vorgeworfen, die Dorstenerin im Mai 2018 in einem Schafstall vergewaltigt zu haben. Zudem habe er von dee Frau gefordert, für ihn die Leasing-Raten für zwei Luxus-BMWs (Wert: jeweils mehr als 130.000 Euro) zu übernehmen – andernfalls würde er ihrer Familie und ihrem Lebensgefährten von dem verschwiegenen Verhältnis erzählen. Und dann war da noch ein von ihr nieder- und unterschriebenes Dokument, in dem sie sich verpflichtet, dem Liebhaber 800.000 Euro zu zahlen, sollte sie gegenüber Anwälten und Behörden behaupten, dass sie die beiden Neuwagen nicht freiwillig gekauft habe oder verlangen, die Nobel-Karossen zurückhaben zu wollen. Das habe der Angeklagte ihr „unter massiven Einschüchterungen“ abgepresst, so die Anklage. Der Anwalt des Mannes verlas eine Erklärung, dass die Vorwürfe nicht stimmten. Der Sex sei immer einvernehmlich gewesen, die Autos habe sie ihm geschenkt, das Schreiben von ihr sei freiwillig gewesen. Der Anwalt präsentierte SMS-Chat-Verläufe, in der sich beide immer wieder ihrer Zuneigung versichern. Darunter war auch ein Nacktfoto, das die Geschäftsführerin dem Angeklagten geschickt hatte – und das Wochen nach der vermeintlichen Vergewaltigung. Im gleichen Zeitraum fertigten die Beiden ein gemeinsames Bett-Video an, in dem die Dorstenerin erklärte, sie wolle nicht mehr mit ihrem Lebensgefährten, sondern mit dem Liebhaber zusammen sein. Kennengelernt hatten sich beide 2015, als der Beschuldigte beauftragt worden war, die Schafe der Unternehmer-Familie zu scheren. Daraus erwuchs für ihn eine 400-Euro-Beschäftigung als „Hausmeister“ – und das unheilvolle Liebesabenteuer, das von Sex geprägt war, an allen möglichen Orten, vor allem aber in einem Kirchhellener Hotel. Die Frau versorgte ihn mit Geld, mit Bank- und Tankkarten, ließ ihn bei einem Notar sogar als ihren Alleinerben eintragen. Als der Familienbetrieb in finanzielle Schieflage geriet, vertraute sich die Frau einem Steuerfachmann an. „Ich habe mich selbst nicht wiedererkannt“, sagte sie aus, „ich habe wie unter Hypnose gelebt“. Ihr Leben sei zerstört, seitdem habe sie immer wieder gesundheitliche Probleme gehabt.
Sie habe sich zwar von dem Angeklagten gestalkt gefühlt, ihn später gehasst, aber immer das bereitwillig ausgeführt, von dem sie glaubte, was er von ihr verlangen würde. Immer deutlicher wurde während ihrer Aussage, dass der Angeklagte wohl gar nicht drohen musste. „Ich habe einfach immer alles gemacht“, so die Frau, „ich war abhängig von ihm“. Am Ende gab es einen Freispruch, den auch die Staatsanwältin gefordert hatte. Weder Nötigung noch Erpressung noch Unterschlagung konnte dem Angeklagten nachgewiesen werden, auch nicht die Vergewaltigung: Die Frau war nicht zum Arzt gegangen, und zur Polizei erst drei Monate später. „Aus Scham“, wie sie sagte (Quelle: Gekürzt nach Michael Klein in DZ vom 3. Juli 2020).

Sanitäter machte im Bad Nacktbilder von minderjährigem Mädchen. Die Vorwürfe gegen den 49-jährigen Angeklagten wogen schwer: Der Vater eines zwölfjährigen Sohnes soll vor knapp vier Jahren die minderjährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin aus Dorsten an den Brustwarzen gestreichelt und auch anderweitig sexuell berührt haben. Außerdem habe er heimlich Aufnahmen von dem Mädchen gemacht, als sich die heute 16-Jährige damals im Badezimmer nackt ausgezogen habe. Und dann war noch das kinderpornografische Video, das die Ermittler auf dem PC des Mannes fanden. Mitte Juni 2020 musste sich der der Bottroper für diese Anschuldigungen vor dem Dorstener Schöffengericht verantworten. Die beiden letzteren Taten räumte er bereitwillig ein. Das Video sei ihm ohne sein Wissen in einem WhatsApp-Chat von einem Gruppenmitglied gesendet worden. Weil der Speicher seines Smartphones voll gewesen sei, habe er auch diesen Chatverlauf aus Versehen auf den PC übertragen, sagte er aus. Die Nacktbilder des Mädchens seien ein „großer Fehler gewesen, für den ich mich schon persönlich entschuldigt habe“, sagte er. Die sexuellen Übergriffe auf die damals 12-/13-Jährige bestritt der Mann allerdings. Sein Anwalt merkte an, dass das Mädchen gegenüber der Polizei zunächst keine solchen Angaben gemacht habe, sondern erst bei einer späteren Vernehmung plötzlich diese Vorwürfe äußerte. Der Verteidiger wollte dem Gericht zudem eine Privat-Expertise eines renommierten Gutachters vorlegen, das die Glaubwürdigkeit des Mädchens anzweifeln würde.
Da der Experte aber nicht selbst mit dem Mädchen geredet, sondern nur ihre schriftlichen Aussagen in den Akten untersucht hatte, wies das Gericht das Angebot des Verteidigers zurück – woraufhin der Anwalt ankündigte, offiziell ein Gutachten beantragen zu wollen. Da dies das Verfahren bis zu einem Jahr verzögert hätte sowie Staatsanwalt, Gericht und die Nebenklägerin dem schwer unter dem Verfahren leidenden Mädchen eine Zeugenaussage ersparen wollten, kam es zu einem Deal. Aber da allen Prozessbeteiligten der Ausgang des verlängerten Verfahrens zu unsicher erschienen, verständigten sich die Parteien auf Anregung des Staatsanwalts darauf: Die Vorwürfe gegen den Mann wegen des sexuellen Missbrauchs wurden eingestellt, dafür akzeptierte er für die beiden gestandenen Taten elf Monate auf Bewährung inklusive einer 1000-Euro-Geldstrafe (Quelle: Nach Michael Klein in DZ vom 11. Juni 2020).

Unsittliche Berührung eines Achtjährigen. Hatte der Angeklagte zu Prozessbeginn noch abgestritten, einen acht Jahre alten Jungen aus der Nachbarschaft unsittlich berührt zu haben, wollte er am zweiten Verhandlungstag Mitte Mai 2020 offenbar doch reinen Tisch machen. Also gestand der 20-Jährige den Übergriff auf das Kind doch noch – und machte damit den Weg für einen kurzen Prozess frei. Schon am ersten Verhandlungstag hatte der heute zehnjährige Junge von verbotenen Berührungen und „Geheimaufträgen“ erzählt, die er als sehr unangenehm empfunden habe. Unter anderem sei der Angeklagte an einem Foto der Mutter des Kindes unter der Dusche interessiert gewesen. Auch habe er die Nachbarin im Schlafanzug fotografieren sollen. Nach dem Geständnis des Angeklagten beantragte die Staatsanwaltschaft eine Jugendstrafe von zehn Monaten. Das Gericht beließ es im Urteil schließlich bei sechs Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Auflage muss der Azubi allerdings eine ambulante Sexualtherapie absolvieren, die er nicht gegen den Willen des Therapeuten abbrechen darf (Quelle: Martin von Braunschweig in DZ vom 19. Mai 2020).

Mann begrapschte Zwölfjährige. Ende Juni 2019 wurde ein zwölfjähriges Mädchen von einem 50 bis 60-jährigen dunkelhäutigen Mann belästigt. Die Täterbeschreibung passt auf einen Exhibitionisten, der sich bereits ganz in der Nähe vor einer Zehnjährigen entblößt hatte. Im Hof eines Mehrfamilienhauses „Am Katenberg“ sprach der Mann spielende Kinder an. Er habe wohl die Zwölfjährige gebeten, etwas aufzuheben und ihr an den Po gefasst, so der Polizeibericht. Als das Mädchen sich daraufhin wegdrehte, habe der Mann von ihr abgelassen. Er fuhr mit einem lilafarbenen Fahrrad davon.
Die Polizei hat einen in Dorsten wohnenden 50-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, das Mädchen unsittlich berührt zu haben. Als der Mann Tage später mit einem lilafarbenen Fahrrad wieder am Tatort „Am Katenberg“ zurückgekehrt war, erkannte ihn das 12-jährige Mädchen, deren Eltern die Polizei informierten. Der Festgenommene steht außerdem im Verdacht, sich einige Tage zuvor auf dem Gelände der Augustaschule vor einer Zehnjährigen entblößt zu haben. Nach beiden Vorfällen hatten Zeugen den Mann als 50- bis 60-jährig, etwa 1,70 Meter groß und dunkelhäutig beschrieben. Er soll zudem auf einem lilafarbenen Fahrrad unterwegs gewesen sein. Ende Mai sei außerdem ein 13-jähriges Mädchen an einer Bushaltestelle an der Borkener Straße in Holsterhausen von einem Mann am Oberschenkel betatscht worden, wie die Polizei mitteilte. Möglicherweise handelte es sich auch da um den jetzt Festgenommenen. Der Haftrichter ordnete Untersuchungshaft an. Im Dezember 2019 musste sich der Dorstener vor dem Schöffengericht verantworten. Nachdem der Angeklagte die Vorwürfe gegen ihn zunächst leugnen und  herunterspielen wollte, gestand schließlich der vierfache Familienvater. Das Schöffengericht verurteilte den Mann, der 13 Jahren vorher schon mal wegen exhibitionistischer Handlungen verurteilt wurde und zum Zeitpunkt der aktuellen Taten unter Bewährung stand, zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft. Der 50-Jährige nahm das Urteil an (Quellen: DZ vom 2. Juni und 13. Dez. 2019).

Angriff auf eine 28-jährige Dorstenerin. Auf dem Fußweg zwischen Hohenkamp und der Baldurstraße wurde in den Mittagsstunden des 13. April 2019 eine 28-jährige Frau von einem Mann überfallen und in eine Böschung gezerrt. Ihre Hilferufe hörten zwei Radfahrer, die ihr zu Hilfe kamen. Der Täter flüchtete. Kurze Zeit später wurde der Täter von der inzwischen alarmierten Polizei festgenommen – als er sein Handy suchen wollte, das er in der Nähe des Tatorts verloren hatte. Weil der Festgenommene keinen festen Wohnsitz hatte, wurde Haftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr erlassen. Ermittelt wurde wegen sexueller Nötigung. Darüber informierte die Pressestelle der Polizei die Medien am 15. April – ohne die Herkunft des Täters zu nennen. Über die „Dorstener Zeitung“ gab es dann in  Facebook eine mediale Aufregung. Ende Juli 2019 wurde der Angeklagte, ein Asylbewerber aus dem Iran, wegen sexueller Nötigung unter Anwendung von Gewalt zu anderthalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Im Berufungsverfahren haben die Richter am Essener Landgericht die Strafe zwar um drei Monate reduziert, eine Bewährung aber ausgeschlossen. Der Angeklagte, der die Tat im ersten Prozess komplett bestritten hatte, gab jetzt Teile des Tatverlaufs zu: „Ich habe sie auf den Boden geworfen, sie hat geschrien. Dann habe ich sie an der Brust angefasst – ich weiß nicht warum. So etwas ist mir noch nie passiert.“ Dass es zu dem Übergriff gekommen ist, erklärte er den Richtern so: „Ich hatte in der Nacht davor Alkohol getrunken und nicht geschlafen.“ Seiner Mutter im Iran sei es gesundheitlich sehr schlecht gegangen. Ob auch eine Vergewaltigung geplant war? Der Angeklagte hatte sich damals auch noch auf die 36-Jährige geworfen, ihr den Mund zugehalten. – Sein Asylantrag ist zwar abgelehnt worden, doch dagegen hat der 29-Jährige Widerspruch eingelegt, so dass das Verfahren immer noch nicht abgeschlosen ist (Stand November 2019; Quelle: Jörn Hartwich in DZ vom 30. Okt. 2019).

Vergewaltigung in der Ehe? Frau gibt ihrem Gatten eine zweite Chance. Die Vorwürfe gegen einen Mann aus Dorsten wogen schwer: Er soll seine Ehefrau vergewaltigt haben, die sich von einer OP erholen wollte. Doch der Prozess nahm eine unerwartete Wendung. Die Mittfünfzigerin wollte sich in der Wohnung in Dorsten von den Folgen einer Operation erholen. Doch ihr Ehemann habe darauf keine Rücksicht genommen, hieß es in der Sitzung des Schöffengerichts. Er habe sich dem Opfer in sexueller Absicht genähert. Und obwohl sie zu erkennen gegeben habe, dass sie das nicht wollte, sei er in sie eingedrungen. Die Anklage: Vergewaltigung in der Ehe, dazu eine Körperverletzung, zudem soll der 56-jährige Baggerfahrer aus Holsterhausen damit gedroht haben, ein Loch auszuheben und seine Frau darin zu verbuddeln. Der Angeklagte schwieg sich aus. Und die Ehefrau machte vor Gericht von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch – denn sie habe sich mit dem Gatten versöhnt. In ihrer Begründung ließ sie aber durchblicken, dass damals doch etwas geschehen war: „Ich will ihm eine zweite Chance geben“, erklärte sie, aber „das sollte sich nicht wiederholen“. Schöffengericht und Staatsanwaltschaft konnten dem Mann die Tat also nicht nachweisen (Quelle: Michael Klein in DZ vom 23. Juli 2020).

Kinderpornosammler aus Altendorf-Ulfkotte zu Gefängsstrafe verurteilt. Kurz nach einer Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe hat ein 27-jähriger Mann aus Altendorf-Uöfkotte wieder Kinderpornos gesammelt. Jetzt droht ihm der Gang ins Gefängnis. Vor dem Essener Landgericht kämpfte der 27-Jährige um seine wahrscheinlich letzte Chance. Nachdem die Polizei im August 2019 erneut mehr als 5300 Kinderporno-Dateien bei ihm gefunden hatte, war er im Januar vom Amtsgericht Dorsten zu einem Jahr und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Dagegen hat er Berufung einlegt. Die Richter am Amtsgericht hatten dies mit einer überaus deutlichen Begründung abgelehnt. Wer gerade einmal sieben Monate nach einer ersten Kinderporno-Verurteilung erneut Tausende Dateien mit „ekelerregendem Inhalt“ sammele, mache damit deutlich, dass man sich nicht auf ihn verlassen könne. Wäre das Urteil rechtskräftig geworden, hätte der Dorstener ins Gefängnis gemusst. Um das zu verhindern, nahm er alle zwei Wochen bei einer Dortmunder Therapieeinrichtung  an Einzelgesprächen teil. Um einen Job hatte er sich allerdings noch nicht gekümmert. So lebte er weiter einfach in den Tag hinein. Auf die Frage, woraus sein Alltag denn so bestehe, sagte er den Essener Richtern: „Im Wesentlichen aus Fernsehen.“
Beim Surfen im Internet will der 27-Jährige vor Jahren rein zufällig auf sein erstes Kinderporno-Bild gestoßen sein. „Ich war schockiert“, behauptete er. Später aber habe er gemerkt, dass er sich zu diesen verbotenen Inhalten hingezogen fühlte. Ob der Dorstener jetzt tatsächlich ins Gefängnis muss, wollen die Essener Richter jedoch nicht sofort entscheiden. Sie entschieden, dass ein psychiatrischer Sachverständiger eingeschaltet werden soll. Dieser könnte den 27-Jährigen für vermindert schuldfähig erklären. Aber auch eine Unterbringung in einer geschlossenen Klinik ist möglich. – Was den Kindern auf den Bildern und Videos angetan wurde, ist kaum in Worte zu fassen. Die Dateien dokumentieren schwerste Übergriffe auf Kleinkinder. Jede einzelne Missbrauchshandlung würde für den Täter eine Mindeststrafe von zwei Jahren Haft bedeuten.
Das Essener Landgericht verurteilte Anfang November 2020 als Berufungsinstanz den inzwischen 28-jährigen Altendorf-Ulfkotte zu 21 Monaten Gefängnis. Die Essener Richter zeigten sich vor allem von der hohen Rückfallgeschwindigkeit alarmiert. Der Angeklagte war im Dezember 2018 erstmals zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Auch damals ging es um Kinderpornographie. Das Urteil war aber offenbar keine Warnung. Nur wenige Monate später hatte der 28-Jährige erneut damit begonnen, unfassbar schreckliche Bilder und Videos von kleinen Mädchen und erwachsenen Männern aus dem Internet herunterzuladen. Die Kinder, die darauf zu sehen waren, waren zum Teil erst drei oder vier Jahre alt. Bei einem Psychiater hatte der Altendorfer später erzählt, dass er sich auch schon in Gebüschen versteckt habe – in der Nähe von Schulen. Dabei habe er Kinder beobachtet und fotografiert. Im Prozess am Essener Landgericht sprach der Gutachter von „Hypersexualität“ mit einer pädophilien Nebenströmung. Damit würde der 28-Jährige die Leere und Langeweile in seinem Leben kompensieren. Er habe keine Freunde, keinen richtigen Job, kaum Hobbys. Auch wenn er im Moment therapeutische Hilfe in Anspruch nehme und sich nach eigenen Angaben nicht mehr auf kinderpornographischen Internetseiten tummele, sei er noch längst nicht stabil. „Der Risikofaktor, dass er wieder in alte Muster zurückfällt, ist hoch“, so der Psychiater vor Gericht. Der Angeklagte selbst hatte das Sammeln kinderpornographischer Bilder und Videos auch im Berufungsprozess gestanden. Das Urteil ist allerdings immer noch nicht rechtskräftig. Der Angeklagte kann noch Revision einlegen (Quellen: Martin von Braunschweig in DZ vom 17. Juli 2020. – Jörn Hartwich in DV vom 6. Nov. 2020).

Verlobte vergewaltigt; Angeklagter wittert gemeine Intrige. Zweieinhalb Jahre nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung muss sich ein türkischstämmiger Mann aus Dorsten vor dem Bochumer Landgericht verantworten. Der Angeklagte ist sich keiner Schuld bewusst, spricht von einvernehmlichem Sex. Laut Anklage kam es im Februar 2017 in der damaligen Wohnung der Frau in Bochum zu einem sexuellen Übergriff. Der Dorstener, der seinerzeit noch in der Nähe in Herne lebte, soll seine Freundin damals laut Anklage „gegen ihren ausdrücklichen Protest“ zum Sex gezwungen haben. Für die junge Türkin war es der erste Geschlechtsverkehr. Die Frau hatte später zunächst Strafanzeige erstattet, diese dann wieder zurückgenommen, um sie kurz danach abermals in Kraft zu setzen. Am 14. Februar 2017 fand zunächst auch noch eine große Verlobungsfeier statt. Der Angeklagte behauptete, dass die Frau ihrer Mutter wohl während der Feier anvertraut habe, dass sie bereits Sex mit dem Angeklagten gehabt habe. Im Nachhinein sei dann – quasi zur Rechtfertigung – plötzlich der Vergewaltigungs-Vorwurf erfunden worden. Um die Unschuldbeteuerungen des Angeklagten zu überprüfen, wollen die Richter der 9. Strafkammer die Belastungszeugin auf Aussagetüchtigkeit und Glaubwürdigkeit überprüfen. Im Fall einer Verurteilung droht dem Dorstener eine Mindest-Haftstrafe von zwei Jahren. Der Prozess wird fortgesetzt (Quelle: DZ vom 26. Juli 2019).

Vierte Prozessrunde um Oralsex. 2017 musste sich ein damals 32-jähriger Lembecker wegen mutmaßlicher sexueller Nötigung einer Bekannten vor dem Schöffengericht in Dorsten verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, die 30-jährige Frau in der Silvesternacht 2016/17 zum Oralsex gezwungen zu haben. Vom Dorstener Gericht wurde der Mann im November 2017 freigesprochen. Vom Essener Landgericht wurde er allerdings im April 2018 wegen Vergewaltigung verurteilt, nachdem die Frau Berufung gegen den Dorstener Freispruch eingelegt hatte. Ein Jahr und sechs Monate auf Bewährung lautete der neuerliche Richterspruch. Gegen das Essener Urteil legte wiederum der Angeklagte Revision vor dem Oberlandesgericht in Hamm ein. Sein Anwalt rügte am ersten Essener Verfahren, dass die Öffentlichkeit bei den Schlussvorträgen nicht ausgeschlossen worden sei. Es handele sich um ein Unterlassen des Gerichts. Gleichzeitig solle das angefochtene Urteil aufgehoben werden. Der 5. Strafsenat des Oberlandesgerichtes Hamm erkannte jetzt darauf, dass das Urteil aufgehoben werden muss und „die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung – auch über die Kosten des Revisionsverfahrens an eine andere kleine Strafkammer in Essen zurückverwiesen werden soll. So wird es nun eine weitere Runde in einem Fall geben, der die Beteiligten stark belastet. Die mittlerweile 32-jährige Frau hatte wegen des aus ihrer Sicht erzwungenen Sexes Traumata erlitten. Sie sei monatelang in stationärer Therapie gewesen, um das Erlebte zu verarbeiten. Eine ambulante Behandlung sei im Anschluss geplant, so die Informationen unserer Zeitung.
Der Angeklagte selbst beansprucht für sich, in Essen aus Rücksicht auf die Intimsphäre seiner Bekannten nicht alles gesagt zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm beantragte, die Revision als unbegründet zurückzuweisen. Das Gericht entschied aber: Die Revision des Angeklagten ist begründet (Quelle: Claudia Engel in DZ vom 19. Juni 2019).

Zwangsprostitution: „Voodoo-Prozess“ – nigerianische Mädchenhändler. Die Verurteilung einer aus Nigeria stammenden Menschenhändler-Gruppe, die in Serie junge Frauen aus ihrem Heimatland mit einem Voodoo-Fluch belegt, nach Europa eingeschleust und dann an Bordelle in Dorsten, Selm, Dortmund, Castrop-Rauxel und Umgebung vermittelt hatte, wird zum Fall für den Bundesgerichtshof (BGH), da zwei von sechs Verurteilten im Oktober 2019 Revision einlegten. Bemerkenswert: Unter den Unzufriedenen ist ausgerechnet derjenige Angeklagte, der als einziger zu einer 15-monatigen Bewährungshaftstrafe verurteilt worden ist. Die Hauptangeklagten haben ihre Strafen dagegen akzeptiert. Der 34-jährige Kopf der Menschenhändler-Gruppe bekam am 27. September 2019 mit acht Jahren und drei Monaten Haft die bei ihm bislang höchste verhängte Strafe. Die vier weiteren Gefängnisstrafen reichten bis zu vier Jahren. Allen Verurteilten droht nach gewisser Haftverbüßungszeit die Ausweisung. Bei dem Voodoo-Schwur mussten die Frauen geloben, nach der Schleusung nach Europa sich Anweisungen klaglos zu fügen, nie wegzulaufen und so lange in Bordellen in Dortmund, Castrop-Rauxel, Dorsten, Selm und Umgebung als Prostituierte zu arbeiten, bis ihre 25.000 Euro Schleusungskosten abbezahlt sind. Mit einer Entscheidung über die Revisionen beim BGH ist voraussichtlich frühestens im Sommer 2020 zu rechnen.

Siehe auch: Straftäter ethnischer Herkunft – Pressekodex … bei Flüchtlingen
Siehe auch: Kriminalfälle – Sexualdelikte
Siehe auch: Missbrauchsfälle
Siehe auch: Tennislehrer – pädophil (I)
SIehe auch; Tennislehrer – pädophil (II)

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