Wiltberger, Volker

Seine Vorfahren aus dem Elsass waren Musiker und Komponisten

1927 in Gladbeck bis 2015 in Dorsten; Musikpädagoge und Konzertkritiker. –  In der Laudatio zu seinem 80. Geburtstag schrieb Klaus-Dieter Krause in der „Dorstener Zeitung“ unter der Überschrift „Autorenkürzel ,wi‘ gilt bei Kennern als Gütesiegel“, über den früheren Lehrer am Gymnasium Petrinum und Musikkritiker der „Dorstener Zeitung“, dass die Musik das Lebenselexier des Jubilars sei, die Ahnen ihm die Musik in die Wiege gelegt hätten und der Name Wiltberger somit unter Kennern einen guten Klang habe, wie der, wenn er auf der Querflöte spiele. Weiter schreibt der Laudator: „Sowohl sein Großvater Heinrich wie sein Vater Hans waren nicht nur Musikpädagogen mit Leib und Seele, sondern auch bedeutende Komponisten.“ Noch heute würden im Elsass, die Familie stammt aus Colmar, Chöre Volkslieder singen, deren Noten Wiltbergers Großvater Heinrich geschrieben hatte. Volker Wiltberger„Einen klangvollen Namen in Fachkreisen hat auch sein Vater Hans Wiltberger, der nach dem Ersten Weltkrieg nach Gladbeck zog, dort heute noch unvergessen ist und als Komponist einen Ehrenplatz unter den ,bedeutenden Söhnen und Töchtern’ der Stadt hat.“ Dort kam Volker  Wiltberger 1927 zur Welt. Nach kriegsbedingter Schließung seines Gymnasiums 1944 in Gladbeck kam er nach einem kurzen Kriegseinsatz in Österreich zurück und machte 1947 Abitur. Er studierte in Freiburg Deutsch und Musik u. a. bei dem renommierten Flötenlehrer Prof. Gustav Scheck. Es folgten das Staatsexamen und die Referentarzeit in Essen. 1960 kam er an das Gymnasium Petrinum nach Dorsten und hat seitdem an der Lippe etappenweise Wurzeln geschlagen. Er sagte selbst: „Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und der Region auch innerlich verbunden. Ich staune, wie sehr Dorsten meine Heimat geworden ist.“ Seit 1978 lebte er im Dorsten, zuletzt als Witwer in einem Seniorenheim. Seine Pensionierung 1991 als Studiendirektor brachte ihm die erwünschte Zeit, sich weiterhin in verstärktem Maße für kulturelle und als Rotarier um soziale Belange zu kümmern. Wiltberger ist der klassischen Musik zugeneigt. Einen verengten Musikbegriff hat der Pädagoge dennoch nie gehabt. Im Petrinum hatten neben Musicals deshalb auch früh die Beatles ihren Platz, denn, so Wiltberger: „Heute wissen wir, welches großes Potential in ihrer Musik steckt.“ – Volker Wiltberger starb im Dezember 2015.


Quellen:
Wolf Stegemann in DZ vom 5. Februar 1997. – Klaus Krause in DZ vom 2. Februar 2007.

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