Weihrauch, Horst

Er ist exponierter Mitgründer der Gruppe „das fototeam dorsten“

Foto-Team Dorsten mit Horst Weihrauch (2. Reihe Mitte)

Foto-Team mit Horst Weihrauch (2. Reihe Mitte)

Geboren 1952; Fotograf. – Schön längst ist das Fotografieren zur Passion des Holsterhauseners geworden, denn seit 1970 beschäftigt er sich mit der Fotografie und seit 1976 auch mit der Entwicklungsgeschichte von Kameras. Allerdings hält er es mit dem Credo des berühmten Foto-Professors Dr. Steiner (früher Folkwangschule Essen), der sagte: „Ihr könnt fotografieren womit ihr wollt, entscheidend ist nur das Foto, das zum Schluss auf dem Tisch liegt, dabei ist es auch unerheblich unter welchen Umständen ihr es gemacht habt.“ Horst Weihrauch benutzt unter vielen anderen Kameras auch eine rund 35 Jahre alte Kleinbild-Spiegelreflex-Kamera. 1975 schloss sich Horst Weihrauch einer Fotogruppe in der VHS an und gründete zusammen mit den Teilnehmern der Gruppe „das fototeam dorsten“. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Amateurfotografen Vereine e. V. (VDAV), dem heutigen Deutscher Verband für Fotografie (DFV). 1976 studierte er bei Professor Dr. Otto Steinert an der Essener Folkwangschule und lernte dort neue fotografische Sehweisen kennen. Von 1982 bis 1987 besuchte er Seminare bei den Professoren Harald Mante und Pan Walther (FH Dortmund). Horst Weihrauch beschreibt seine Arbeit mit Kamera und Stativ so:

„Meine Bilder sind Spiegelbilder der Vergangenheit, meiner Vergangenheit, die ich erlebt und mit der Kamera festgehalten habe. So sind in den Jahren Fotos entstanden, bei Reportagen, im Studio, im Urlaub, bei Streifzügen durchs Ruhrgebiet, beim Hobby oder im Auftrag. Oft sind Menschen im Bild festgehalten, er verändert sich ebenso wie seine Umwelt und ich versuche bei jedem Druck auf den Auslöser meiner Kamera etwas von dem Jetzt festzuhalten.“

Digitalisierung analoger Filme per Scanner

Von 1982 bis heute entwickelte sich das „fototeam dorsten“ auch durch das Medium Computer in der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung weiter. Die zunehmende  Digitalisierung analoger Filme per Scanner sowie die dadurch mögliche Bearbeitung auf PC oder MAC verändert die Fotografie erheblich. Was in der Analog-Fotografie nur das Fachlabor konnte, lässt sich mit entsprechenden Kenntnissen jetzt am Computer umsetzten.  Das trägt allerdings dazu bei, dass die Glaubwürdigkeit eines Fotos heute auf der Strecke bleibt. Dem fototeam dorsten gehören noch Helga Schmitz, Fritz Garritzmann, Alois Grundewald, Herbert Hoppius, Manfred Knappe, Georg Schäfer und Rüdiger Wendland an (Stand 2014).

Alexander von Humboldt beschrieb die Fotografie durch L. J. M. Daguerre in einem Brief am 7. Januar 1839 an die Herzogin Friederike von Anhalt-Dessau noch mit den Worten: „Die Bilder haben ganz den unnachahmlichen Naturcharakter, den die Natur nur selbst hat aufdrücken können“ – dies treffe, so Horst Weihrauch in seiner Homepage, heute auf die digitalisierte Aufnahme noch genauso zu, nicht jedoch auf die weitere digitale Verarbeitung.“

Das „fototeam dorsten“ beteiligte sich u. a an den Ausstellungen der Rheinischen Landesdiaschau (1981), an der erfolgreichen Fotoausstellung „So lebt man im Ruhrgebiet“ (1981/82) im Museum Folkwang Essen, Im Museum Schloss Oberhausen, im Städtischen Museum Mülheim, im Stadtmuseum Düsseldorf.

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