Tönjes, Bernd

Von Untertage nach oben an die Spitze der Ruhrkohle AG

Geboren 1955 in Hervest-Dorsten; Vorsitzender der Ruhrkohle Aktiengesellschaft (RAG). – Seit 2008 steht er der Ruhrkohle AG vor und ist seit 2010 Kuratoriumsvorsitzender der in Dorsten ansässigen kommunalen Tisa von der Schulenburg-Stiftung, deren Vorsitzende bislang traditionell aus dem Bergbau kamen. ..... TönjesSeine beiden Großväter waren Bergmänner auf Fürst Leopold, der Vater dort Reviersteiger. Bernd Tönjes besuchte das Gymnasium Petrinum, studierte ab 1976 an der Technischen Hochschule Aachen Bergbau und Betriebswirtschaftslehre und schloss es 1981 als Diplom-Ingenieur ab. Danach machte er Karriere im Bergbau, war bis 1983 Technischer Angestellter im Bergwerk Fürst Leopold/Wulfen in Dorsten, bis 1985 Fahrsteiger im Bergwerk Ewald in Herten, dann Technischer Mitarbeiter „Gesamtplanung und Ergebnis“ bei der Bergbau AG Lippe, 1987/88 war Tönjes Obersteiger unter Tage und Grubenbetriebsführer im Bergwerk Schlägel & Eisen in Herten. In den darauf folgenden Jahren hatte er verschiedene leitende Funktionen bei der Bergbau AG Lippe und verschiedenen Bergwerken der Bergbau AG Lippe, bis er zunächst Betriebsdirektor für Produktion, dann Werksleiter verschiedener Bergwerke wurde. Ab dem Jahre 2000 folgten die Stationen: Sprecher der Geschäftsführung DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH und Mitglied des Vorstandes Deutsche Steinkohle AG, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Steinkohle AG, Mitglied des Vorstandes RAG Aktiengesellschaft und schließlich 2008 Vorsitzender des Vorstandes RAG Aktiengesellschaft.

Ein Kind des Ruhrgebiets

Marco Dalan schrieb 2010 in der „Welt am Sonntag“: „Bernd Tönjes ist ein Kind des Ruhrgebiets: Geboren in Dorsten im Kreis Recklinghausen hat der Diplom-Ingenieur sein Berufsleben dem Bergbau gewidmet. Der heutige Vorstandsvorsitzende der RAG studierte Bergbau in Aachen, machte im Bergbau Karriere und muss nun den Bergbau beenden.“ Dazu zitiert das Blatt Tönjes: „Gesetz ist Gesetz, und Ende 2018 ist Schluss mit dem subventionierten deutschen Steinkohlebergbau (…) Deutschland macht mit seinem Ausstiegsbeschluss für das Jahr 2018 exakt das, was die Welt um uns herum nicht macht.“ Bernd Tönjes glaubt: „Kohle ist weltweit Energieträger Nummer eins und wird es auch im Jahr 2035 noch sein.“ Bernd Tönjes 2010: „Grundsätzlich könnten neue Bergwerke gebaut werden, da wir in Deutschland noch zahlreiche Felder haben, wo in der Erde ausreichend Kohle vorhanden ist, um 30 bis 50 Jahre Bergbau zu betreiben.“

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