Taube, Marion

Anstifterin der „Stadtentdeckung“ und des „Fundbüros für Stadtideen“

Geboren 1963 in Dorsten; Kulturwissenschaftlerin. – In Dorsten machte sie sich einen guten Namen. Denn sie hat in ihrer Heimatstadt viele erfolgreiche Kultur-Projekte erdacht, konzipiert und organisiert, darunter die Kulturereignisse „Anstiftung zur Stadtentdeckung“ 2013 und „Fundbüro für Stadtideen“ 2014.

Marion Taube

Marion Taube, geborene Zeressen, studierte Kunstgeschichte, Politikwissenschaft und Sinologie an der Universität Hamburg und arbeitete parallel für den NDR und als freie Journalistin, deren erste Sporen sie bei den Dorstener „Ruhr Nachrichten“ (heute „Dorstener Zeitung“) Ende der 1980er-Jahre verdiente. von 1990 bis 1999 war sie im Team der Internationalen Bauausstellung Emscher Park und verantwortete dort als Bereichsleiterin Kunst und Kultur u. a. das gesamte Thema der Landmarkenkunst und künstlerischen Interventionen im Raum. 2000 erhielt sie von Karl-Heinrich Müller einen Ruf auf die Museumsinsel Hombroich. Dort wirkte sie bis 2004 als erste Geschäftsführerin der Förderstiftung und Stiftung Museum Insel Hombroich und später als Gründungsdirektorin der Museumsneubaus von Tadao Ando auf der angrenzenden Raketenstation.

Seit 2005 arbeitet sie unabhängig, FREITAUBE heißt ihr Label für kreative Stadtentdeckung. Hier kann sie aus ihrem großen Erfahrungsschatz im Umgang mit einzigartigen Orten schöpfen: Sie entwirft Zukunftskonzepte aus ihrer leidenschaftlichen Freude an der Entdeckung verborgener Qualitäten im Raum heraus und nutzt dabei ihr natürliches Talent zur Stimulierung frischer Potentiale im Menschen. Ideen bekommen Glanz, weil sie ihnen Licht schenkt. Projekte gewinnen durch sie, weil sie zuvor die Menschen gewinnt. Sie denkt konsequent ganzheitlich, dabei geht ihre Arbeit vom Menschen aus und eröffnet darüber neue Räume.

Ehrenamtspreis der Stadt Dorsten für ihr kulturelles Engagement

Marion Taube ist verheiratet, schreibt weiter philosophische Texte, berät Institutionen und Einzelpersonen im In- und Ausland, kooperiert mit Hochschulen, lehrt immer wieder Kreativität an der Schnittstelle von Raumplanung und Architektur, publiziert Beiträge zur Kunst und Raumästhetik und fördert außergewöhnliche junge Künstler.

Die Kulturwissenschaftlerin ist Mitherausgeberin der Denkschrift „Der Produktive Park“ gemeinsam mit Prof. Rudolf Scheuvens (Wien), mit dem sie zahlreiche Planungskonzepte im europäischen Raum entwickelte. Marion Taube engagiert sich besonders in Dorsten, war dort 2007 und 2010 Mitglied der Jury des Tisa von der Schulenburg-Preises für junge Kunst, erhielt 2013 den erstmalig vergebenen Ehrenamtspreis der Stadt Dorsten für besonderes kulturelles Engagement für das von ihr initiierte und mit dem Jüdischen Museum Westfalen konzipierte „Anstiftung zur Stadtentdeckung“ und hat 2014 das „Fundbüro für Stadtideen“ erfunden und regt seither weiter das kulturelle Stadtklima an, als Motor und freie Moderatorin einer Stadtkommunikation, die auf Sinnlichkeit und die Eigenheiten von Raum und Mensch als Identitätsstifter setzt.


Quelle:
Entnommen website „Freitaube“ (2014).

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