Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck

Im Jahr 1927 gegründet, hat der Verein heute über 106 aktive Mitglieder

1927 gründete Kaplan Schnurra in Lembeck den Spielmannszug mit zehn Trommlern und zehn Flötisten in der Gaststätte Sprenger. Erster Tambourmajor war Theo Bahde. Er, Heinrich Kruse und Hermann Schormann gehörten zu den Männern der ersten Stunde. Wöchentlich wurde in der Backstube Sprenger geprobt. Der Gewinn aus einem Preiskegeln diente der Anschaffung eines Tambourstabs. Bereits nach einem Jahr stellte der Spielmannszug anlässlich der Theateraufführung „Der lange Hans und der kleine Franz“ sein Können öffentlich unter Beweis. 1929 nahmen die Lembecker an einem Wettstreit in Dülmen und am Katholikentag in Münster teil. Zwischen 1930 und 1933 ließ das Interesse nach, und man traf sich nur noch selten zu den Übungsabenden im Lokal Grote-Westrick. Durch Verpflichtung einiger Aktiver zum Reichsarbeitsdienst litt die Vereinsarbeit. Hinzu kam, dass die Hitler-Jugend ebenfalls einen Spielmannszug ins Leben rief. Während des Zweiten Weltkriegs trat der Spielmannszug nicht mehr auf. Trotz der Wirren der Nachkriegszeit nahmen die vom Krieg Heimgekehrten  im Winter 1947/48 die Proben wieder auf, so dass der Spielmannszug zum Erntedankfest 1948 unter der Stabsführung von Theodor Bahde seinen ersten Nachkriegsauftritt hatte. 1949 spielten die Lembecker in Klein Reken erstmals wieder bei einem Schützenfest. Das Amt des Tambourmajors hatten in der Folgezeit mehrere Lembecker inne. 1960 führte Franz Gertz den Spielmannszug zu neuer Blüte. 1967 feierten die Lembecker das 40. Jubiläum des Spielmannszugs, der „Preußens Gloria“ erklingen ließ.

Über 20 Spielmannszüge traten an Jubiläen in musikalischen Wettstreit

1974 gastierte Grün-Weiß beim Jubiläum des Klein Rekener Schützenvereins und im gleichen Jahr wurde eine Jugendabteilung aufgebaut, die in der Don Bosco-Schule übte. Zum Schützenfest 1975 traten die Jugendlichen des Spielmannszugs in einer Spielstärke von 43 Spielleuten zum ersten Mal öffentlich auf. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens fand 1977 ein großes Freundschaftstreffen im neuen Vereinslokal Altes Brauhaus statt, an dem 14 Kapellen und Spielmannszüge teilnahmen. Höhepunkt des Jubiläums war der musikalische Wettstreit von 22 Spielmannszügen, die am Nachmittag am Festumzug durchs Dorf teilnahmen. 1984 richtete der Spielmannszug Lembeck im Saal Stegemann erstmals ein Jugendmusikantentreffen aus. Beim 60-jährigen Jubiläum nahmen wieder mehr als 23 Spielmannszüge teil, wie auch an den folgenden Gründungsjubiläen auch. – Im 92. Jahr seines Bestehens, 2019, hat der Spielmannszug Grün-Weiß insgesamt 272 Mitglieder, darunter 106 aktive. Dem Vorstand gehören an: Kai Seifert (1. Vorsitzender) Tobias Wüller (2. Vorsitzender), Sarah Limberg (1. Kassiererin), Ludwig Wesseling (2. Kassier), Sandra Ochel (1. Schriftführerin) und Luca Gödde (2. Schriftführer).

„Unvergessliche Würdigung“ der Spielmannszugs

Eine Abordnung des Spielmannszuges Lembeck war im Juni 2019 mit 600 anderen Gästen beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in der Bonner Villa Hammerschmidt eingeladen. Die Lembecker hatten sich beim Bundespräsidenten beworben, das Konzert „Höhner Classic“ anzuhören und am anschließenden Empfang des Bundespräsidenten teilzunehmen. Das Konzert war das offizielle Dankeschön und die Anerkennung für die ehrenamtliche und kulturelle Arbeit gedacht, die die Musikvereine in ganz Deutschland leisten. Im Anschluss an das Mundart-Konzert der „Höhner“ und der „Jungen Sinfonie Köln“ hatten die Lembecker noch Gelegenheit, ein Erinnerungsfoto mit dem Bundespräsidenten zu machen. – Übrigens hat der Bundespräsident familiäre Wurzeln in Dorsten-Holsterhausen (siehe: Martin-Luther-Straße).


Quelle und Fotos: Homepage des Spielmannszug Grün-Weiß Lembeck (Aufruf 2019).

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