Sinnhuber, Hella

Kulturwissenschaftlerin, TV-Journalistin und „Teuflisch lecker“

Geboren 1966 in Gelsenkirchen; Journalistin und Moderatorin. – Die ihre Tätigkeit widerspiegelnden Berufsbezeichnungen der in Schermbeck wohnenden Hella Sinnhuber decken fast die gesamte Print- und Funk-Branche ab: Diplom-Kulturwissenschaftlerin, Journalistin, Moderatorin, Trainerin, Texterin, PR-Beraterin, Kulturprojekt-Managerin, Erfinderin und Vermarkterin einer „teuflisch“ guten „Bodden Bowle“, einer „flüssigen Skulptur“, was immer man darunter verstehen mag. In Google findet man über 23.000 Einträge mit ihrem Namen. Ihr Name hat in der Kultur- und Kunstwelt der Region, da oder dort auch darüber hinaus, einen guten Klang. Man hörte ihre Stimme im Rundfunk und auf verschiedenen Fernsehsendern war sie als Moderatorin präsent, beispielsweise in „Tiere suchen ein Zuhause“ des WDR oder in Endemol-Produktionen auf SAT 1, sie war im „ARD-Ratgeber Heim & Garten“ sowie im ZDF zu sehen. Gleichzeitig sind die Bühnen auf Marktplätzen, Sport-, Kultur- und PR-Veranstaltungen in Dorsten und anderen Städten ihr Terrain. Sie gehörte zu dem Gründern des Dorstener Stadtmagazins „Blickpunkt“, war zusammen mit Bernd C. Dietrich (Heßbrügge) 1999 am guten Gelingen des Kunst-Festivals an und in der Astrid-Lindgren-Schule in Holsterhausen beteiligt, mit dem der Kunstverein „Virtuell-Visuell“ ins Leben gerufen wurde.

Werkstatt „WDR-grenzenlos“

Hella SinnhuberBewusst unterließ sie den Sprung von Gahlen in das ihr beruflich näher stehende Köln. Sie gab – vor allem für ihre Kinder – dem ländlichen Leben in Schermbeck-Gahlen den Vorzug. Nach einem Schlaganfall im Jahre 2009 musste sie ihre Lebenswelt neu ordnen und sich ihren Ängsten, dass etwas schief gehen könnte, stellen. Seit der Wiederherstellung ihrer Gesundheit leitet Hella Sinnhuber, deren Lebensmotto „Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“ heißt, die Talentwerkstatt „WDR grenzenlos“ für angehende Journalisten mit Migrationshintergründen, ein gemeinsames Projekt von WDR und Deutscher Hörfunk-Akademie. Auf Grundlagen ihrer Recherchen erstellten seit 2005 mehr als 40 junge Journalisten im Alter von 22 bis 36 Jahren Multimedia-Beiträge über Projekte und Menschen, die dokumentieren sollten, dass Migration und Mobilität wichtig für die Entwicklung von Kultur und Gesellschaft sind: von Paris bis Riga, von Amsterdam bis Tunis. „Ein spannendes Projekt“, sagt Hella Sinnhuber, die dafür sorgte, dass die Ergebnisse in geeignete journalistische Form gebracht wurden.

Gewürdigt durch Auszeichnung „Grenzüberschreitungen“

Besonders gefreut hat sie sich, dass NRW-Integrationsminister Armin Laschet „Grenzenlos“ im Jahr 2007 beim Preis „Grenzüberschreitungen“ ausgezeichnet hat. Im Jahr des Interkulturellen Dialogs 2008 wurde das Projekt unter dem Titel „Boundless“ auf einer Tagung der Europäischen Rundfunkunion in Hilversum, die von der UNESCO unterstützt wurde, vorgestellt. Beteiligt war die studierte Kulturwissenschaftlerin auch an Projekten „Ruhr 2010 – Kulturhauptstadt Europas“. Hella Sinnhuber wurde 2014 Gewinnerin des Ruhrgebiets-Journalistenpreises „lorry“, eine aus Stahl gegossene Lore, die der Regionalverband Ruhr (RVR) zusammen mit der Mercator-Stiftung und der Tourismus-Börse GmbH alle zwei Jahre verleiht. Die Journalistin hatte auch  2014 als Mitinitiatorin das Buch-Projekt „Mein Zollverein“ ins Leben gerufen, das im Klartest-Verlag Essen erschienen ist und  in 107 persönliche Geschichten die Vielfalt um das Weltkulturerbe Zollverein (Essen) darstellt. 2015 gehörte sie zu den Gewinnern des Ruhrgebiets-Journalistenpreises „lorry“ in der Kategorie „Hörfunk/Podcast“. Er ist eine aus Stahl gegossene Lore, die vom Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mitd er Mercator-Stiftung und der Ruhr-Tourismus GmbH alle zwei Jahre verliehen wird. 2015 nahmen 120 Journalisten teil, darunter auch der Dorstener BILD-Reporter Tobias Kindel. Für seine Serien „So wohnt das Revier“ und „Leben am Fluss“ bekam er den „lorry“.

Mixgetränk „Bodden-Bowle“ als teuflisch lecker erfolgreich im Vertrieb

Hella Sinnhuber gründete zusammen mit Bernd C. Dietrich die Firma „Teuflisch lecker“, auf deren Homepage alles über das „abgedrehte Bodden-Bowle-Projekt“ („Rheinische Post“) zu finden ist. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es kaum ein Restaurant und keine Kneipe, die etwas auf sich hält, bei der „Bodden Bowle“ nicht ganz oben auf der Getränkekarte steht. Denn der Mix aus alkoholniedrigen Weißwein und (Bio-)Holunderblüten mit dem spindeldürren Teufelchen auf dem Etikett ist schon seit Jahren das absolute Kultgetränke an der Ostsee. Es wird aber auch in der Kantine des Deutschen Bundestages in Berlin angeboten.


Quellen:
Klaus Nicolai „Gahlener Bowle im Reichstag“ in „Rheinische Post“ vom 31. Juli 2007. – Olaf Hellenkamp „Hella? Natürlich kenn’ ich Hella!“ in Stadtspiegel vom 28. Juli 2010. – Homepage „Kanal 4“.

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