Rhade

Der Dorster Stadtteil ist ein beliebter Zuzugsort aus dem Ruhrgebiet

500 Jahre Rhade, Foto: JF

Das Dorf im Norden der Stadt in der Herrlichkeit Lembeck, das 1975 Stadtteil von Dorsten wurde, entstand durch Waldrodung. Der Zehnte der Gemarkung („decime Rothe in parochia Lembecke“), den zuvor der münstersche Ministeriale Gerlach Bitter zu Lehen gehabt hatte, wurde 1217 vom Bischof dem Domkapitel übertragen, in deren Besitz er sich noch im 14. Jahrhundert befand.

Postkarte, 1960er-Jahre

Postkarte mir Rhader Motiven aus den 1960er-Jahren

1331 hatte Wessel von Lembeck dem Bischof die Hälfte des Holzgerichts abgetreten und erhielt es als Lehen wieder zurück. 1489 ist Rhade, das bereits eine dem hl. Urban geweihte Kapelle hatte, von Lembeck getrennt und eigene Pfarrei geworden, wobei das Patronatsrecht den Schlossherren zu Lembeck zustand. Die St. Urbanuskirche weist erkennbare Architektur von 1520 auf. Neben dem alten Dorfkern entstand das neue Wohngebiet „Stuvenberg“, dahinter liegt die große Heide mit Waldgebiet und Wanderwegen. Rhade hat fast 6.000 Einwohner und ist zu einem beliebten Zuzugsort für Bürger aus dem Ruhrgebiet geworden.

Wappen: Es erinnert an die Rodung. Ein schwarzer Baumstumpf ist auf goldenem und blauem Schild abgebildet.

Rhader Heimatlied
Nach der Melodie: Strömt herbei, ihr Völkerscharen

Wohl mög`t ihr Wulfen, Lembeck preisen,
Der „Alten Eiche“ Jahre Kranz,
Laut mögen tönen Schermbecks Weisen
Zu seines schönen Festes Glanz.
Solches können wir nicht singen
Hier in unserm Rhader Land;
Doch auch wir ein Loblied bringen
Unserm teuren Heimatland.

Ist auch klein nur unser Rhade,
Ist es uns doch lieb und wert;
Hat so viele schöne Pfade,
Hat so reich uns stets beschert,
Wir lauschten gerne hier dem Worte,
Das der Mutter Mund uns sprach.
Stolz führte uns die Hand des Vaters
Zu der grünen Wiesen Mahd.

Leise flüsternd rinnt das Bächlein,
hoch reckt sich die Eich’ empor.
Weite rote blumige Heide
Wechselt ab mit düsterm Moor.
Unser Dörflein still umschließet
Unser trautes Gotteshaus,
Und der schöne Kirchplatz grüßet,
Die da gehen ein und aus.

Dreimal hoch leb’  uns’re Heimat,
Unser Dörflein lieb und klein;
Rausche weiter, liebes Mühlrad,
Wo wir gehen zum Dorf hinein.
Immer wollen wir dich lieben,
Dich, du teures Eltern Land;
Sollten wir von dir geschieden:
Du bleibst uns das liebste Land.
G. D. W.


Siehe auch:
Stadtteile

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