LWL-Suchtkranken-Wohnheim

Neuer Gebäudekomplex im Bereich Maria Lindenhof seit 2014

Im Bereich Maria Lindenhof (Im Werth) wurde von einem Investor ein Suchtkranken-Wohnheim gebaut, das im Dezember 2014 eröffnet werden konnte.  Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat das Objekt angemietet. In dem Gebäudekomplex mit einer Fläche von 2.345 Quadratmetern zwischen Lippedeich und Seniorenzentrum der Diakonie sind Menschen mit chronischen Abhängigkeits-Erkrankungen infolge langjährigen Alkoholkonsums untergebracht. Dem Heimleiter Herbert Wienberger steht ein 20-köpfiges Betreuerteam zur Seite. Angebunden ist die Dorstener Einrichtung dem LWL-Wohnverbund Marl-Sinsen. Mit dem Neubau (Kosten: knapp 2,5 Millionen Euro) entstanden auf drei Etagen 24 stationäre Pflegeplätze für Menschen, die nach einer Sucht Hilfe brauchen, um ein selbstständiges Leben führen zu können. Das sind (Stand März 2016) 16 Männer und acht Frauen im Alter von 26 bis 66 Jahren. Im Kreis gibt es rund 120 betroffene Personen, für die aber nur 64 Pflegeplätze zur Verfügung stehen – die teils noch von Auswärtigen belegt werden. Die Bewohner erhalten eine Tagespauschale von 5,11 Euro sowie Taschengeld. Geleitet wird das Wohnheim von Stefan Rüsch und Herbert Wienbergergen.

Überdurchschnittlich viele Alkoholkranke in Dorsten

Alkohol ist und bleibt in Dorsten (und auch in Haltern) die Suchtdroge Nummer 1. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 der von der Caritas im Verbund betreuten beiden Städte hervor.  Ein weiteres negatives Merkmal in der Statistik ist die hohe Zahl der suchterkrankten Frauen, die mit 38 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt.  Bei der Altersstufe der 40- bis 49-Jährigen sowie der 50- bis 59-Jährigen klettert sie sogar auf über 40 Prozent. Doch nicht nur Gespräche, auch weitergehende Hilfestellungen fallen in den Aufgabenbereich der Caritas-Beratungsstelle. So konnten 145 Personen (104 Männer, 41 Frauen), in weitergehende Angebote vermittelt werden. 37 Klienten entschieden sich für eine stationäre Therapie, drei für eine tagesklinische Suchtbehandlung, 47 Personen nahmen weiterführende ambulante Behandlungsangebote in Anspruch, 20 wurden ins Ambulant betreute Wohnen vermittelt. 38 Betroffene wählten andere Betreuungsformen (Selbsthilfegruppe, Psychotherapie, etc.).


Siehe auch:
Maria Lindenhof

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