Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug und immer wieder Gewalt

Vorbemerkung: Die in diesem Lexikon als Einzeleinträge veröffentlichten Kriminalfälle sind hier nicht verzeichnet, auch nicht Sexualdelikte. Dafür gibt es eine eigene Erfassung unter Kriminalfälle – Sexualdelikte und Überfälle auf Banken unter Raubüberfälle. Auch Tötungsdelikte sind gesondert erfasst (Mord und Totschlag). Eine Übersicht aller Artikel ist unter Kriminalität anzuklicken. Im Übrigen erhebt diese listenmäßige Erfassung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Kriminalfälle – Sexualdelikte und Überfälle auf Banken unter Raubüberfälle.
Zahl der Straftaten ist 2023 gestiegen – die Aufklärungsquote aber auch
In Dorsten ist die Zahl der Straftaten 2023 um 14 Prozent gestiegen. Allein die Zahl der Raubdelikte kletterte um 56 Prozent, stieg von 32 auf 50 Fälle. Dem leichten Anstieg der Straftaten im Bereich der Kreispolizeibehörde Recklinghausen, zu der auch Dorsten gehört, stand eine gestiegene Aufklärungsquote gegenüber. Das erklärte Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen Anfang April 2024 bei der Präsentation des Kriminalitätsberichts 2023. Das bedeutet für Dorsten einen Anstieg der Straften von 4911 auf 5603 binnen Jahresfrist und eine Steigerung der Aufklärungsquote von 48,75 auf 52,35 im gleichen Zeitraum. Die höchste Aufklärungsquote, nämlich 100 Prozent, hatte in Dorsten in der Rubrik „Straftaten gegen das Leben“. Davon gab es im vorigen Jahr laut Statistik nur eine: den Versuch eines 23-jährigen Hervesters, der im Wahn seine Mutter töten wollte. Der Täter wurde vom Landgericht Bochum inzwischen in die geschlossene Psychiatrie untergebracht.
Polizei 2023 im Dorstener Einsatz: Einige Fälle sorgten für Aufsehen
Die Beamten und Beamtinnen der Kreispolizeibehörde Recklinghausen hatten 2023 viel in Dorsten zu tun: Bombendrohungen, Angriffe mit Messern und Macheten, dazu ein Amokalarm und eine Serie von Autoaufbrüchen. Mindestens fünf Autoaufbruch-Serien hat es im Mai, Juni, Juli, Oktober und November 2023 gegeben. Mehr als 100 solcher Taten hat die Polizei gezählt. Und sie hat sich auch mit einigen skurrilen, aufsehenerregenden und brutalen Fällen befassen müssen: 9. Februar: Bombendrohung gegen die Vereinte Volksbank; 6. Mai: Blutige Messerattacke gegen die Ehefrau auf einem Parkplatz in Wulfen-Barkenberg; 27. Juni: Überfall auf Westfalen.-Tankstelle Gahlener Straße (auch 22. und 28. August); 17. Juli: Prügelattacke eines Jugendlichen im Freizeitbad Atlantis; 22. August: Überfall auf Tankstelle; 26. August: Macheten-Angriff eines Syrers am Wesel-Datteln-Kanal; 28. August: Überfall auf Tankstelle; 6. November: Bombendrohung gegen die Gesamtschule Wulfen.
Mehr Fahrraddiebstähle: In Dorsten wurden 256 Fälle gemeldet
Die niedrigste Aufklärungsquote hatten Taschendiebstähle, deren Zahl in Dorsten insgesamt von 144 auf 108 gesunken war. Die Aufklärungsquote lag lediglich bei 2,78 Prozent. Auch Fahrraddiebstähle wurden seltener aufgeklärt als andere Straftaten: 256 Räder wurden 2023 in Dorsten als gestohlen gemeldet, das waren 37 mehr als im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote lag bei 6,25 Prozent. Während es 2023 keinen einzigen gemeldeten Handtaschenraub in Dorsten gegeben hatte, wurden 50 andere Raubdelikte gemeldet (im Jahr 2022 waren es 32). Nicht einmal die Hälfte der Opfer von Raub und räuberischer Erpressung war erwachsen. Auch Kinder waren betroffen. Die Zahl von angezeigten Körperverletzungen war von 502 auf 608 gestiegen, davon galten 152 (Vorjahr 142) als schwer. Mehr als 80 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Dorsten war im Jahr 2023 leicht von 127 auf 104 gesunken. Allerdings darf der leichte Rückgang nicht über die kontinuierliche Steigerungsrate der letzten zehn Jahre hinwegtäuschen. Im gesamten Bereich der Kreispolizei waren nur 283 der 749 Opfer erwachsen, 466 Mal waren Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende betroffen.
Die meisten Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung aufgeklärt
So erklärte die Polizeipräsidentin zum Bereich des Kindesmissbrauchs. „Mit jeder ausgewerteten Festplatte ergeben sich wieder Hinweise auf neue Fälle. Und weil sich hinter jedem Fall ein schweres Schicksal verbirgt, werden meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht müde, die Tatverdächtigen zu ermitteln.“ Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung insgesamt gelang dies immerhin zu fast 85 Prozent. Von den zehn Fällen von sexueller Nötigung oder Vergewaltigung in Dorsten konnten sieben aufgeklärt werden.
Über 60 Prozent mehr Straftaten mit dem Messer
Als bemerkenswert und erschreckend bezeichnete Friederike Zurhausen die Zahl der Straftaten, die im Jahr 2023 mit einem Messer begangen wurden – über 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Drittel der Straftaten mit Messer gingen auf das Konto von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden. Die Polizei war deshalb auch präventiv in Schulen unterwegs und klärte über die Gefahren von Messern und anderen Waffen auf. Während Stalking (22 Fälle) und Umweltkriminalität (21 Fälle) in Dorsten auf niedrigem Niveau stabil geblieben waren, gab es sowohl mehr Straßen- als auch Einbruchskriminalität. Bei 32,5 Prozent der ermittelten Tatverdächtigen im Polizeipräsidium Recklinghausen handelte es sich um Nichtdeutsche. Der bereits vor einigen Wochen von Innenminister Herbert Reul bekanntgegebene Landesschnitt liegt bei 34,9 Prozent. – Für Dorsten hatte die Polizei einen Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen von 24,8 Prozent ermittelt. Damit lag Dorsten im Präsidiumsbereich am unteren Ende des Rankings.
Die sogenannte Enkeltrick-Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle als Verwandte ausgeben und die Gutgläubigkeit von Menschen ausnutzen, hat im Jahr 2023 für viel Frust bei Bürgern gesorgt. Es seien circa 60.000 Beschwerden eingegangen, teilte die Bundesnetzagentur auf Anfrage mit. Die allermeisten dieser Fälle betrafen Enkeltricks. Eine Vergleichszahl zu den Beschwerden gibt es nicht, da die Enkeltrick-Betrugsart erst im Herbst 2022 bei der Bundesbehörde im größeren Ausmaß aktenkundig wurde, damals wurde sie in der Statistik aber noch nicht gesondert erfasst (dpa)
2023 immer mehr Einbrüche in Nordrhein-Westfalen. Der Anstieg der Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche in NRW setzt sich fort. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres registrierte die Polizei 23.080 Einbrüche und Einbruchsversuche. Das waren knapp 23 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und bereits fast genauso viele wie im gesamten Vorjahr (23.500), wie aus Zahlen des Landeskriminalamts hervorgeht. Im Vergleich zu den Halbjahreszahlen, bei denen die Zunahme noch 28 Prozent betrug, schwächte sich der Anstieg in der zweiten Jahreshälfte etwas ab. Die Aufklärungsquote lag im Oktober bei rund 16 Prozent, im Vorjahresmonat waren es fast 13 Prozent. Die Zahlen sind vorläufig und können von der späteren, qualitätsgesicherten Statistik abweichen (dpa).
Über 1100 Straftaten in Deutschland nach Hamas-Angriff 2023. Seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sind in Deutschland nach vorläufigen Zahlen bislang mehr als 1100 Straftaten in diesem Kontext registriert worden. In Deutschland dürfe jeder seine Meinung frei äußern und friedlich demonstrieren, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) Ende Oktober 2023 in Wiesbaden. „Aber es gibt eine eindeutige rote Linie. Keinerlei Toleranz für antisemitische und israelfeindliche Hetze und keinerlei Toleranz für Gewalt.“ Alle polizeilichen Möglichkeiten müssten genutzt werden, und es müsse hart eingeschritten werden, wenn der Terror der Hamas verherrlicht werde. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sicherte Jüdinnen und Juden in Deutschland derweil ein weiteres Mal die Solidarität der Gesellschaft zu. „Wir stehen an Eurer Seite“, sagte Scholz dem Magazin „Spiegel“.
Personalmangel: Immer mehr Verdächtige aus U-Haft entlassen. Es gibt eine wachsende Zahl von Verdächtigen, die wegen zu langer Strafverfahren aus der Untersuchungshaft entlassen werden müssen. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit mindestens 73 Menschen aus diesem Grund frei, wie aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervorgeht. 2021 hatten die Justizverwaltungen der Länder demnach 66 Fälle gemeldet, 2020 waren es 40. In den zurückliegenden fünf Jahren sind den Angaben zufolge mehr als 300 Verdächtige aus der U-Haft entlassen worden, weil die Verfahren zu lange dauerten. Der Verband bezieht sich bei den Angaben auf eine Umfrage der „Deutschen Richterzeitung“ bei den Justizministerien und Oberlandesgerichten der 16 Länder. Demnach hat Bayern für 2022 die höchsten Zahlen gemeldet. 15 Haftbefehle seien dort aufgehoben worden, weil die entsprechenden Strafverfahren zu lange gedauert hätten. Nordrhein-Westfalen gab sechs Fälle an. Nach Angaben des Richterbundes fehlen der Strafjustiz mindestens 1000 Juristen. Zugleich würden Strafgesetze komplexer und auszuwertendes Datenvolumen umfangreicher – etwa in Fällen von Kindesmissbrauch, Organisierter Kriminalität oder bei Wirtschaftsdelikten. Das hat die Folge, dass selbst vorrangige Haftsachen nicht immer in den rechtsstaatlich gebotenen Fristen erledigt werden könnten. Anders liegt ein Fall in Berlin: Dort wurde ein nach einem Geldtransporter-Überfall verurteiltes Clan-Mitglied vorzeitig aus der Haft entlassen mit der Begründung, im Maßregelvollzug sei kein Platz frei gewesen (dpa).
Ladendiebstähle in Dorsten: Markenklamotten im Visier der Täter. Landesweit ist die Anzahl der Ladendiebstähle gestiegen. Auch in Dorsten sind Geschäfte betroffen. Im Kreis Recklinghausen stiegen die Zahlen laut dem Kriminalitätsbericht der Polizei Recklinghausen bereits im vergangenen Jahr 2022 deutlich an. Auch im ersten Halbjahr 2023 ging der Trend nach oben. Laut Polizei-Präsidium Recklinghausen waren bereits 195 Ladendiebstähle in Dorsten gemeldet worden. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2022 lag die Zahl bei 157. Was viele Ladenbesitzer und Angestellte besonders schockiert: Die Täter gehen immer radikaler vor und werden offenbar immer mutiger. „Die sind dreister und abgebrühter geworden“, schildert Daniela Wagner vom Modegeschäft im Einkaufszentrum Mercaden ihren Eindruck in der „Dorstener Zeitung“. Erwischt werden die Wenigsten. In den meisten Fällen fallen die Diebstähle erst später auf. Wenn die Täter schon weg sind. Eine relativ hohe Aufklärungsrate gäbe es dennoch. Diese hat sich im Vergleich zum Vorjahr (92,8 Prozent) kaum verändert und liegt bei 92,5 Prozent. Wie hoch die Schäden sind, die durch Ladendiebstähle entstanden sind, könne die Polizei aufgrund vieler nicht gemeldeter Fälle nicht lückenlos feststellen (Quelle: DZ vom 24. Juli 2023).
Falsche Amazon-Anrufe. „Hallo, hier ist Amazon!“ Wer solch einen Anruf kriegt, sollte misstrauisch werden. Betrüger haben es mit dieser und ähnlichen Maschen auf Daten und Zugriffe abgesehen. Betrüger am Werk: Amazon oder auch Paypal rufen ihre Kunden nicht an, warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen auf seiner Homepage im September 2023. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und sich keinesfalls zu irgendetwas überreden lassen. Bei den Fake-Anrufen wird zum Beispiel gesagt: „In den nächsten 24 Stunden werden 850 Euro von Ihrem Konto abgebucht. Für weitere Informationen drücken Sie die Taste 1.“ Tun die Angerufenen das, werden sie weitergeleitet. Ein Gesprächspartner versucht dann, sein Opfer dazu zu bringen, etwa eine App zu installieren, Daten einzugeben oder Guthabenkarten zu präsentieren. Wer sofort oder auch nach dem Weiterleiten auflegt, hat nichts zu befürchten. Wer sich allerdings zu verschiedenen Dingen hat überreden lassen und den Betrug dann erkennt, muss schnell handeln.
Gefälschte E-Mails unterstellen Steuerbetrug. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnte im September 2023 vor einer Welle von Phishing-E-Mails, die den Anschein erwecken sollen, vom Bundesministerium der Finanzen zu stammen. Angehängt an die Mails ist ein Schreiben, das Namen und Logo des Ministeriums missbraucht und das sogar ein gefälschter Stempel ziert, so die Polizei. In dem Schreiben ist die Rede von Steuerbetrug und einer angeblich fälligen Strafzahlung. Um diese begleichen zu können, soll man auf die Mail antworten. Das Landeskriminalamt rät natürlich strikt davon ab, dergleichen zu tun und fordert alle auf, diese Mail oder ähnliche Nachrichten zu löschen. Zahlungsaufforderungen durch das Finanzamt werden ausnahmslos per Post oder über das persönliche Elster-Benutzerkonto an Steuerpflichtige verschick (dpa).
Taschendiebe: Polizei will Bürger vor Unheil bewahren. Taschendiebe treiben im Kreis Recklinghausen zunehmend ihr Unwesen. Das Problem lässt sich auch eindeutig an der Statistik ablesen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen (Kreis und Bottrop) sind die Fallzahlen deutlich gestiegen: 1385 Taschendiebstähle sind im Jahr 2022 angezeigt worden, 378 (+37 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. Vor diesem Hintergrund beteiligte sich das Recklinghäuser Polizeipräsidium an einer bundesweiten Aktionswoche vom 25. bis 30. September 2023: Durch Informationen auf seinen Social-Media-Seiten, auf seiner Homepage sowie im direkten Kontakt sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreicht werden und erfahren, wie sie sich besser davor schützen können, Opfer von Taschendieben zu werden – und auch, was zu tun ist, wenn Täter doch erfolgreich zugegriffen haben. Präventionsexperten der Polizei berieten am Marler Stern interessierte Bürger und an den anderen Tagen auf dem Recklinghäuser Marktplatz sowie anderen Plätzen.
Stadt warnte vor falschen Stellenausschreibungen. Auf der Seite www.vindazo.de – einer vermeintlichen Seite für Stellenangebote – waren im November eine offensichtlich gefälschte und unseriöse Ausschreibung der Stadt Dorsten für eine Sachbearbeitung im Bereich Vormundschaften im Amt für Familie und Jugend zu lesen. Diese Stellenangebote wurden allerdings nicht von der Stadt veröffentlicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit konnte davon auszugehen werden, dass betrügerische Absichten dahintersteckten.
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Apotheken-Einbruch: Gestohlenes Fluchtfahrzeug ausgebrannt. Feuerwehrleute und Polizisten erlebten eine Überraschung, als sie zu einem Fahrzeugbrand in Dorsten gerufen wurden: Denn der Wagen war zuvor bei einem Einbruch gestohlen und womöglich als Fluchtfahrzeug genutzt worden. In der Nacht zum 28. Dezember geriet das Auto laut Mitteilung der Kreispolizei Recklinghausen am Nöttenkamp im Marienviertel gegen 2.40 Uhr aus ungeklärter Ursache in Brand. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Während der Ermittlung stellte sich heraus, dass der Wagen über die Weihnachtstage bei einem Einbruch in eine Dorstener Apotheke an der Halterner Straße entwendet wurde. Der Tatzeitraum erstreckt sich demnach vom 24. Bis 27. Dezember. Die unbekannten Täter gelangten über ein Fenster ins Innere der Apotheke, brachen dort einen Tresor auf und entwendeten mehrere Autoschlüssel und Papiere. Anschließend ließen sie auch das später in Brand geratene Auto mitgehen. Die Kripo ermittelt.
Mann bezahlte mit Falschgeld: Polizei sucht unbekannten Täter. Mit einem gefälschten 50-Euro-Schein hatte ein Unbekannter an einer Dorstener Tankstelle bezahlt. Nach dem Täterwurde Ende 2023 immer noch gefahndet. Ereignet hatte sich die Tat laut Polizei Recklinghausen bereits am 30. April gegen 22 Uhr. Betroffen war eine Tankstelle an der Hervester Straße in Dorsten. Dort hatte der Unbekannte versucht, eine Schachtel Zigaretten mit einem falschen 50-Euro-Schein zu bezahlen. Die Polizei: „Der Kassierer bemerkte das Falschgeld, der Tatverdächtige verließ daraufhin die Tankstelle ohne Ware.“ Allerdings konnte der Unbekannte von einer Überwachungskamera gefilmt werden. Und genau mit diesem Bildern fahndete die Polizei öffentlich nach dem Mann. Mit Erfolg. Denn am 27. Dezember gab es Hinweise auf den Täter, den Polizei dann festnehmen konnte.
Autoknacker in Hamm festgenommen, darunter ein Dorstener. Am späten Abend des 22. Dezember wurden gegen 23.55 Uhr die Polizei zum Ostenwall in Hamm gerufen. Hier vernahm eine Anwohnerin zunächst verdächtige Geräusche aus ihrer Garage. Kurze Zeit später wurde die Alarmanlage ihres Pkw ausgelöst. Die eingesetzten Beamten konnten feststellen, dass die Garage gewaltsam geöffnet und an dem Pkw die Seitenscheibe eingeschlagen worden war. Im Nahbereich wurden im Rahmen der Fahndung zwei Tatverdächtige auf der Marker Allee, in der Hammer Innenstadt, festgestellt. Hierbei handelte es sich um einen 24-Jährigen aus Dorsten, sowie einen 25-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten drei weitere Fahrzeug auf dem Ostenwall festgestellt werden, die ebenfalls aufgebrochen wurden. Bei den Beschuldigten konnte Diebesgut aus einem Fahrzeug sichergestellt werden. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Der festgestellte Gesamtschaden wurde auf 5500 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.
Fahrkartenautomat in Hervest gesprengt: Polizei meldet 3 Monate später Erfolg. Mit einem lauten Knall hatten unbekannte Täter in der Nacht zum 3. Dezember 2023 den Fahrkarten-Automaten am Bahnhof Hervest (Am Holzplatz) in die Luft gejagt. Das Gerät war nach der Detonation ein Fall für den Schrottplatz. Schaden: mehrere Tausend Euro, über die Höhe des erbeuteten Geldes wurde nichts bekannt. Die „GEG Gleis“ (Gemeinsame Ermittlungsgruppe aus Landes- und Bundespolizei) einen Ermittlungserfolg zu vermelden. Am 5. März 2024 konnten laut einer Pressemitteilung vier Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. Drei der Männer – im Alter von 30, 34 und 21 Jahren – kommen aus Gladbeck, einer aus Gelsenkirchen. Gemeinsam mit der Bundespolizei durchsuchte die Polizei sechs Wohnungen/Gebäude in Gladbeck und Gelsenkirchen. Dabei konnten auch Beweismittel (unter anderem Handys) sichergestellt wurden und ausgewertet werden. Den vier Tatverdächtigen wird vorgeworfen, von Oktober bis Dezember 2023 insgesamt 23 Fahrkartenautomaten in NRW aufgesprengt und zerstört zu haben. Der Sachschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich, die Beute im unteren fünfstelligen Bereich. Den Männern werden außerdem Diebstähle auf Baustellen im Kreis Recklinghausen und Umgebung vorgeworfen (Quelle: MK in der DZ vom 6. März 2024).
Polizei fand verdächtige Chemikalien in Wohnung: Häuser geräumt. Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am 2. Dezember in einem Mehrfamilienhaus in Hervest. Die Straßen Sandkamp und Harsewinkel waren stundenlang gesperrt. Auch benachbarte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Gerufen worden waren die Beamten zu einem Streit und einem Körperverletzungsdelikt. Dabei stellten die Beamten fest, dass in der Wohnung eines Dorsteners Chemikalien und Substanzen gelagert wurden, „die offensichtlich dazu dienen sollten, Drogen herzustellen“, so die Polizei. Der 24-jährige Mann wurde festgenommen. Die Wohnräume wurde „unter Berücksichtigungen entsprechender Schutzmaßnahmen“ durchsucht. Es konnten dabei verschiedene Substanzen, Chemikalien sowie Utensilien sichergestellt werden. Nach ersten Erkenntnissen scheint es sich tatsächlich um Materialen zu handeln, mit denen Drogen hergestellt werden sollten, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen dauern an.
Neue Schule: Drohanruf löste Alarm aus. Ein Großeinsatz der Polizei aus Dorsten, dem Kreis Recklinghausen und aus Münster hat am 22. November an der Neuen Schule in Dorsten-Holsterhausen stattgefunden. Der Grund war ein eingegangener Drohanruf. Zu dem Wortlaut konnte die Polizei noch keine Auskünfte geben. Es sei aber eine Computer-generierte Stimme gewesen und die Drohung habe auf einen bevorstehenden Amoklauf abgezielt. Zudem hätten Schüler nach dem Anruf eine verdächtige Person beobachtet. Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff äußerte sich am Abend im Haupt- und Finanzausschuss und informierte die Anwesenden, dass es klare Erkenntnisse gebe, dass der Drohanruf aus der Schule gekommen sein könnte – also von Schülerinnen und Schülern. Konkreter wurde die Polizei Münster in ihrer Abschlussmeldung an die Presse: Eine Schülerin stehe im Verdacht „den Anruf in den Morgenstunden abgesetzt zu haben.“ Das 14-jähriges Mädchen ist vorläufig festgenommen worden (mehr Informationen über den Vorfall unter: Neue Schule ( Großalarm 2023).
Einbruch bei „Hähnchen Finke“ – Täter stahl Bargeld und wurde gefilmt. Bei Hähnchen Finke in Dorsten ist eingebrochen worden. Der Einzeltäter erbeutete Bargeld, wurde dabei gefilmt und konnte entkommen. Kurz vor 7 Uhr brach am 13. November ein schwarzgekleideter Mann in das Gebäude an der Borkener Straße ein und durchsuchte im Büro von „Hähnchen Finke“ drei Minuten lang Schränke und Schubladen, was eine Videokamera filmte. Der Mann hatte eine Kapuze über den Kopf gezogen, Mund und Nase waren von einem Tuch verdeckt. Die Polizei nahm die Fahndung auf.
Bombendrohung: Polizei nannte Details zur Droh-Mail. Nach der Bombendrohung gegen die Gesamtschule Wulfen gab es erste Erkenntnisse zur Droh-Mail. Sie ähnelte zwei weiteren Drohungen, die am Montag verschickt worden sind. Die Mail an die Gesamtschule Wulfen war bereits am 4. November (Samstagabend) im Postfach der Schule eingegangen und am 6. November gelesen worden. Polizei-Sprecherin Annette Achenbach erklärte auf Nachfrage der „Dorstener Zeitung“, dass die Mail mit dem aktuellen Konflikt zwischen Gaza und Israel in Verbindung steht. Sinngemäß steht darin, dass man Ungläubige töten werde. Das hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Eine Recherche von „Spiegel“ und „ARD“ dazu hatte ergeben, dass offenbar Internet-Trolle hinter vielen dieser Drohungen steckten. Von „Trittbrettfahrern aus dem Milieu der Internetkriminalität“ war die Rede. Die Spur führte zu einer Gruppe von Männern, „die in der Vergangenheit im Netz aufgefallen sind.“
Am Hoonkesweg überraschte eine Dorstenerin am frühen Abend des 1. November einen Einbrecher in der Wohnung. Er hatte sich über die Terrassentür Zutritt verschafft, indem er diese aufhebelte. Als der Eindringling die Frau bemerkte, flüchtete er sofort. Ob es sich bei dem Einbrecher um eine Frau oder einen Mann handelte, konnte die Dorstenerin nicht sagen.
Aus einem Bürocontainer an der Straße Im Werth entwendeten Unbekannten drei Laptops. Sie hebelten zwischen dem 1. und 2. November ein Fenster auf, um ins Innere zu gelangen.
An Halloween Briefkasten gesprengt. In Dorsten wurde einem Bürger in Wulfen um 20 Uhr der Briefkasten gesprengt. Davor lagen ein kaputtes Ei und ein leerer Eierkarton. Zumal waren in der Umgebung über den ganzen Tag verteilt vermehrt Böllerschläge zu hören gewesen. Eine Mutter schrieb in einem Facebook-Beitrag, dass ihre Tochter im Prosper-Hospital Recklinghausen behandelt werden musste, nachdem ein Böller in einem Tunnel explodiert sei. Das Mädchen konnte mit dem rechten Ohr nichts mehr hören. Die Sprecherin der zuständige Polizei Recklinghausen betonte, dass an Halloween „unheimlich viel Pyro“ gezündet worden sei. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 habe die Polizei kreisweit zudem etwas mehr Sachbeschädigungen registriert. Beispielhaft nannte die Polizei eine Hausfassade an der Pestalozzistraße, die mit Eiern beworfen wurde. Zudem haben Böller am Halloween-Nachmittag eine Papiertonne am Westgraben in Brand gesetzt, die von der Feuerwehr gelöscht werden musste.
Einbrecher auch in einem Autohaus. Bei einem Autohaus an der Straße Zum alten Kreuz wurde in der Nacht zum 30. Oktober eingebrochen. Die unbekannten Täter hebelten offenbar zunächst an einer Seitentür und zerstörten dann eine Fensterscheibe, um ins Innere eines Büro- und Verkaufsraumes zu gelangen. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Computer gestohlen. Der Alarm wurde gegen Mitternacht ausgelöst, die Täter konnten flüchten.
Wandbilder und Geld gestohlen. In der Nacht vom 27. auf 28. Oktober sind Unbekannte in ein Wohnhaus auf der Waldstraße eingebrochen. Die Täter versuchten offenbar zunächst, eine Terrassentür aufzuhebeln, was aber nicht gelang. Anschließend schlugen sie eine Scheibe der Terrassentür ein und durchsuchten dann das Erdgeschoss. Die Einbrecher nahmen Bargeld und zwei Wandbilder mit.
17-jähriger Einbrecher richtet in St. Agatha-Kindergarten eine Spur der Verwüstung an. Er kam durch die Terrassentür ins Haus und zerstörte Musikinstrumente, warf Feuchttücher in ein Aquarium, zerschlug Kisten und andere Behältnisse. In einigen Räumen drehte er sogar das Wasser auf, beschädigte einen Tresor, neben den er brennende Kerzen aufgestellt hatte. Am 29. Oktober nahm die Polizei den Tatverdächtigen Jungen fest, der sich augenscheinlich widerrechtlich in einem Kindergarten am Westwall aufgehalten hatte. Dabei kam den Beamten Kommissar Zufall zu Hilfe: Wie die Polizeipressestelle mittteilte, waren Polizisten eigentlich wegen einer anderen Einsatzes vor dem Kindergarten – sie nahmen nämlich eine Anzeige im Zuge einer Pkw-Aufbruch-Serie vom Wochenende auf, als sie auf Bewegungen im Kindergarten aufmerksam wurden. Als er die Polizei erblickte, ergriff der 17-Jährige die Flucht, lief dabei aber anderen in die Arme. Ob der Jugendliche womöglich auch für die Autoaufbrüche oder den versuchten Einbruchsversuch in ein benachbartes Malergeschäft, der sich zeitnah ereignete, verantwortlich ist, müssen die Ermittlungen klären. Der 17-Jährige war der Polizei wegen mehrerer Vorfälle bereits bekannt. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einer Haftrichterin beim Amtsgericht Dorsten vorgeführt. Sie erließ einen U-Haftbefehl, der sofort vollstreckt wurde (U-Haft).
Aufbruchsserie: Mindestens 13 Autos sind zwischen dem 27. und 29. Oktober in den Stadtteilen Altstadt und Hervest aufgebrochen worden. Es war nicht die erste Aufbruchsserie in diesem Jahr. In den meisten Fällen wurde die Dreiecksscheibe der hinteren Türen eingeschlagen. Die Täter durchsuchten in einigen Fällen das Fahrzeuginnere, teilweise entwendeten sie Gegenstände von geringerem Wert. Der Sachschaden beläuft sich aktuell auf über 4000 Euro. – Die Altstadt und Hervest sind nicht das erste Mal in diesem Jahr im Fokus der Autoknacker. Bereits im Mai hatten Diebe 24 Fahrzeuge in der Altstadt und der Feldmark aufgebrochen. Der Beutezug hatte nur wenig wirtschaftlichen Erfolg für die Täter – dafür war der Sachschaden groß. Im Juli meldete die Polizei wieder mehr als 20 Fälle von aufgebrochenen Fahrzeugen in der Altstadt, in Hervest und auf der Hardt. Zuletzt gab es eine kleinere Serie von Aufbrüchen, als in der Nacht zum 23. Oktober im Stadtsfeld drei Fahrzeuge durchwühlt wurden.
Auffällig viele Fahrräder an Hauswand: Diebstahl-Serie in Barkenberg? Nahe einer Bushaltestelle in Wulfen-Barkenberg sollen mehrere gestohlene Fahrräder aufgetaucht sein. Sie standen an der Hauswand eines Mehrfamilienhauses an der Kampstraße. Die Polizei tut sich schwer bei der Aufklärung möglicher Straftaten. Nach dem Hinweis von Anwohnern sind am 26. Oktober Polizeibeamte zur Fundstelle gefahren. Doch diese Räder als gestohlen zu identifizieren, ist nicht leicht. Die Polizei verglich die Rahmennummern mit der Datenbank und stellte fest, dass keines der Räder als gestohlen gemeldet war. Was allerdings nicht heißen muss, dass sie nicht doch entwendet wurden. Entweder wurde keine Anzeige erstattet oder die Besitzer wussten die Rahmennummer ihres Rades nicht. Die Kripo ermittelt. In der Facebook-Gruppe haben sich derweil Barkenberger gemeldet, die meinen, ihr Rad auf einem Foto erkannt zu haben, oder denen kürzlich eins aus dem Keller gestohlen wurde (Quelle: DZ vom 30.Okt. 2023).
Gestohlenes Auto in Unfall verwickelt und im Waldstück ausgebrannt. Ein Auto ist in der Nacht zum 24. Oktober in Dorsten-Holsterhausen gestohlen worden und in Warnbaken an der Luisenstraße gefahren worden. Die Täter waren danach weitergefahren. In einer Dorstener Facebook-Gruppe wurde der Diebstahl zuerst veröffentlicht. „Die Täter sind von Überwachungskameras aufgezeichnet worden.“ Anschließend sei das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt worden. Eine Polizeisprecherin konnte auf Anfrage der „Dorstener Zeitung“ den Vorfall bestätigen. Gefunden wurde das Auto schließlich am Dienstag in einem Waldstück nahe der Heinrichstraße. „Es war ausgebrannt“, so die Polizei.
Wilde Verfolgungsjagd begann und endete in Dorsten. Viele Dorstener wurden am frühen Morgen des 23. Oktober von einem Polizeihubschrauber geweckt, der über der Feldmark kreiste. Hintergrund war ein Einsatz, der in der Nacht im Dorstener Stadtteil Altendorf-Ulfkotte begann. Die Polizei wurde gegen 2 Uhr gerufen, weil es Hinweise gab, dass ein Auto mit Steinen beschädigt wurde. Als die Polizei vor Ort eintraf, fuhr ein Auto weg, in dem sich zwei Männer befanden. Als das Fahrzeug durch die Polizei gegen 3 Uhr kontrolliert werden sollte, gab der Fahrer Gas und flüchtete. Die wilde Verfolgungsjagd ging von Dorsten über Marl und kurzzeitig auf die Autobahn 52. Von hier aus fuhr der Fahrer über Marl nach Recklinghausen und dann wieder über Marl nach Dorsten. Neben mehreren Streifenwagen wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Bei der Fahrt durch einen Kreisverkehr wurde das Auto laut Polizeibericht „stärker beschädigt“. Das Fahrzeug stellte der Fahrer an der Gelsenkirchener Straße ab. Die Insassen flüchten zu Fuß. Am ursprünglichen Einsatzort in Dorsten konnten am frühen Morgen die beiden Fahrzeuginsassen, ein 33-Jähriger aus Dorsten und ein 40-Jähriger aus Haltern, durch die Polizei vorläufig festgenommen werden. Durch Zeugen gab es Anhaltspunkte, dass die beiden Männer, in dem Fahrzeug unterwegs waren. Für das Auto bestand kein Versicherungsschutz. Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet (Straßenverkehrsgefährdung und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz). Das Auto wurde sichergestellt.
Die Verfolgungsjagd hatte ein Nachspiel. Hinweise ergaben, dass mindestens einer der beiden Tatverdächtigen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden haben könnte. Während der Verfolgungsfahrt soll der Fahrer an der Straße „In der Miere“ einen großen Stein in einem Vorgarten angefahren haben. Auf Dorstener Stadtgebiet hatten die eingesetzten Beamten auf der Grenzstraße in Höhe der Dorstener Straße/Gladbecker Straße versucht, das Fahrzeug mit Streifenwagen auf der Fahrbahn zu stoppen. Der Fahrer bremste, fuhr aber auf die Streifenwagen zu und nutzte eine Lücke, um zu flüchten. Bei diesem Fahrmanöver wurde durch einen Polizeibeamten ein Schuss abgegeben, dabei weder Menschen noch Gegenstände getroffen wurden. Die Rechtmäßigkeit der Schussabgabe wird aus Neutralitätsgründen nun durch das Polizeipräsidium Dortmund geprüft.
Jungs warfen Steine von Brücke in Wulfen auf ein fahrendes Auto. Schlimmer Vorfall in Dorsten: Vier Jungs warfen von einer Brücke aus Steine und Stöcke auf ein fahrendes Auto. Dabei ging eine Windschutzscheibe zu Bruch. 1500 Euro Schaden. Der 28-jährige Autofahrer aus Reken fuhr am 11. Oktober im Wulfener Gewerbegebiet gegen 18.30 Uhr unter der Brücke des Wittenberger Damms in Höhe der Zufahrt zu den Häusern Himmelsberg und hörte plötzlich einen lauten Knall. Völlig erschrocken sah er, dass die Windschutzscheibe seines roten Jeep Compass kreisrund gerissen und gesprungen war. Schon zuvor hatte er vier Kinder oder Jugendliche oben auf der über die Fahrbahn des Wittenberger Damms führenden Fuß- und Radfahrbrücke stehen sehen, die dann Steine und Stöcke auf seinen Wagen geworfen hatten. Der Fahrer verständigte sofort die Polizei und erstattete Strafanzeige gegen die unbekannten Täter, die nach dem Anschlag geflüchtet waren. Zwei Passanten, die das Geschehen beobachtet hatten, gaben der Polizei die Täterbeschreibung, dass die jungen Täter ungefähr 1,60 Meter groß und alle mit schwarzen Kapuzenpullovern bekleidet waren.
Überfall auf Rastplatz: Hilferufe lockten in Falle. Nach einem Überfall auf dem A31-Rastplatz „Holsterhausen“ sucht die Polizei Zeugen. Ein 26-jähriger Mann aus Rumnänien gab an, dort am 19. Oktober attackiert und beraubt worden zu sein. Demnach hörte er gegen 21 Uhr, als er gerade von der Toilette kam, einen Mann um Hilfe rufen. Auf dem Weg zu dem Mann sei er dann plötzlich angegriffen, geschlagen und vermutlich mit Pfefferspray angesprüht worden. Anschließend rissen die Täter an seiner Bauchtasche – in der eine größeren Menge Bargeld war – und rannten mit der Beute in Richtung Schermbecker Straße davon. Der 26-Jährige blieb offenbar unverletzt, so die Polizei in ihrem Bericht. Beteiligt sollen an dem Überfall zwei bis drei Männer sein. Sie werden als etwa 1,80 Meter groß und etwa 30 Jahre alt beschrieben. Sie sollen schwarze, kurze Haare und dunkle Bärte haben und waren zum Tatzeitpunkt dunkel gekleidet.
Zeugen nach Einbruch gesucht. Auf der Lembecker Straße wurde am 17. Oktober in ein Wohnhaus eingebrochen. Auf einer Videokamera sind vier unbekannte Täter zu sehen. Eine nähere Beschreibung liegt der Polizei allerdings noch nicht vor. Die Einbrecher hebelten gegen 8.15 Uhr eine Terrassentür auf und durchsuchten dann das Haus. Nach ersten Angaben wurde eine goldene Uhr gestohlen.
Unbekannter Mann entriss Jugendlicher die Geldbörse. Zwei 14-jährige Teenagerinnen aus Essen und Dorsten wurden am 7. Oktober um 22.15 Uhr im Bereich Grüner Weg von einem unbekannten etwa 40- bis 50-jährigen Mann zunächst beleidigt. Im weiteren Verlauf forderte er deren Bargeld und die Mobiltelefone. Als die Jugendlichen die Herausgabe verweigerten, schubste der Mann die 14-Jährige, sie wurde dabei leicht verletzt. Anschließend entriss er ihr die Geldbörse und flüchtete.
Nach einer Attacke am Abend des 2. Oktober wurde ein 31-jähriger Mann aus Dorsten ins Krankenhaus gebracht. Ein weiterer Mann hatte ihn wohl niedergestochen, so die Polizei. Gegen 22.35 Uhr saß das Opfer auf einer Bank am Rastplatz auf der Streuobstwiese zwischen der Bismarckstraße und dem Luner Weg, als der Mann „durch einen zunächst unbekannten Täter durch Stiche verletzt“ wurde. Lebensgefahr habe laut der Polizei aber nicht bestanden. Zudem schrieb die Polizei, dass sich im Laufe der Ermittlungen Hinweise auf einen 34-jährigen Dorstener ergeben haben. Dieser komme als möglicher Tatverdächtiger in Frage. Es sei nicht ausgeschlossen, dass es eine persönliche Verbindung zwischen Täter und Opfer gibt. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung.
„Bedrohungslage“: Die Polizei wurde am 21. September gegen 23 Uhr nach Barkenberg gerufen. Vorausgegangen war eine „Bedrohungslage“. In diversen Facebook-Gruppen tauschten sich die Anwohner über den Zwischenfall aus, unter anderem wurde auch von lauten Knallgeräuschen gesprochen, was möglicherweise auf Schüsse hindeuten könnte. Die Berichte waren auch die Grundlage für die schnelle und groß angelegte Suche. Ein Hubschrauber kam für einige Stunden zum Einsatz und mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei suchten nach einem Mann. Der Einsatz dauerte bis tief in die Nacht und ging danach noch weiter. Das Sondereinsatz-Kommando (SEK) stürmte eine Wohnung an der Barkenberger Allee. Die Beamten nahmen den gesuchten 34 Jahre alten Mann in Gewahrsam. Bei der Hausdurchsuchung wurde auch eine Schreckschusspistole gefunden. Anderntags wurde der Festgenommene nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen, da keine Haftgründe vorlagen.
Polizei jagt flüchtenden Autodieb nachts mit einem Hubschrauber. Eine spektakuläre Verfolgungsjagd hat sich die Polizei in Dorsten mit einem Autodieb geliefert. Am 11. September entwendete um 23.30 Uhr ein unbekannter Dieb am Lerchenweg im Stadtteil Hervest einen weißen Mercedes Sprinter mit Gelsenkirchener Kennzeichen. Auf der Münsterstraße an der Stadtgrenze Dorsten/Kirchhellen entdeckten Polizeikräfte das Fahrzeug wenig später, als es ihnen entgegenfuhr. Als der Fahrer den Streifenwagen sah, so die Polizei, lenkte er den Sprinter etwa 100 Meter vor der Auffahrt auf die A 31 in Fahrtrichtung Oberhausen in einen Grünstreifen und flüchtete zu Fuß. Mit Verstärkung suchten die Beamten nach dem Flüchtigen – konnten ihn jedoch nicht mehr auffinden. Bei der Suche wurde auch ein Hubschrauber eingesetzt. Der Wagen wurde zur Spurensicherung sichergestellt. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen.
Spardose für krebskranke Kinder im Dili Grill gestohlen. Die Betriebsferien hatte das Restaurant Dili Grill an der Essener Straße in der Innenstadt gerade beendet und am 9. August 2023 wieder aufgemacht. Am selben Abend wurde ein Sparschwein von der Theke gestohlen – die Kaffeekasse, in der sich etwa 20 Euro befanden. Doch darüber waren in Inhaber nicht so empört wie darüber, dass im September auch eine versiegelte Metallbox gestohlen wurde, in der Spenden für krebskranke Kinder gesammelt wurden. Die Tat erfolgte wohl, als abends beim Aufräumen die Türen zum Lüften offen waren. Ähnliche Erfahrungen mit einem Kaffeekassen-Diebstahl machte auch der Inhaber vom Jana Kiosk wenige Meter weiter am 15. Mai 2023. Dem Inhaber gelang es aber, den Täter zu stellen und anzuzeigen.
Tankstelle erneut ausgeraubt: Dritter Überfall nach kurzer Zeit. Am frühen Montagmorgen des 28. August hat es erneut einen Tankstellenüberfall auf der Gahlener Straße gegeben. Gegen 3.30 Uhr kam ein maskierter Mann in die Westfalen-Tankstelle, bedrohte den 29-jährigen Mitarbeiter mit einer Schusswaffe und forderte Bargeld aus der Kasse. Anschließend flüchtete der Täter mit der Beute zu Fuß in Ric