Kriminal-/Polizeifälle 2022

Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug und immer wieder Gewalt

Vorbemerkung: Die in diesem Lexikon als Einzeleinträge veröffentlichten Kriminalfälle sind hier nicht verzeichnet, auch nicht Sexualdelikte. Dafür gibt es eine eigene Erfassung unter Kriminalfälle – Sexualdelikte und Überfälle auf Banken unter Raubüberfälle. Auch Tötungsdelikte sind gesondert erfasst (Mord und Totschlag). Eine Übersicht aller Artikel ist unter Kriminalität anzuklicken. Im Übrigen erhebt diese listenmäßige Erfassung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Zubehörartikel für Autos entwendet. An der Gladbecker Straße brachen Mitte Januar 2022 bislang Unbekannte die Vorhängeschlösser an insgesamt drei Aufbewahrungscontainern auf. Sie entwendeten diverse Zubehörartikel für Autos und entkamen unerkannt.

Dreiste Discounter-Diebe nutzten Hilfsbereitschaft von Seniorin aus. In der Aldi-Filiale an der Klosterstraße war Mitte Januar 2022 eine 72-Jährige Dorstenerin das Opfer einen besonders perfiden Diebstahls. Zwei unbekannte Täter nutzten nämlich die Hilfsbereitschaft der Dorstenerin aus. An einem Verkaufsregal stand ein Mann hinter der Frau, dem ein Karton aus dem Regal zu fallen drohte. Es war ein kriminelles Ablenkungsmanöver. Als die Frau später ihre Tasche öffnete, sah sie, dass ihre Geldbörse gestohlen worden war. Ein Mittäter hatte aus der verschlossenen Tasche, die im Einkaufswagen stand, das Portemonnaie gestohlen. Nachdem die Dorstenerin noch in der Discounter-Filiale telefonisch ihre Bankkarte hat sperren lassen, informierte sie die Filialleitung über den Vorfall. Die hatte an diesem Vormittag schon einen Diebstahl gemeldet bekommen. Die 72-Jährige erstattete auf der Polizeiwache Dorsten eine Anzeige. Währenddessen wurde sie von ihrer Bank angerufen, dass ein Finder ihre Geldbörse allerdings ohne das Geld abgegeben hatte. Wie die Polizeipressestelle Recklinghausen auf Anfrage der „Dorstener Zeitung“ hin mitteilte, wurden an dem Vormittag sogar noch zwei weitere ähnliche Diebstähle in Dorsten zur Anzeige gebracht: der eine passierte in Wulfen am Brauturm, der andere an der Marler Straße (Quelle: DZ vom 19. Jan. 2022).

Campingplatz in Dorsten mit Buttersäure attackiert. Mitte Januar 2022 wurden Polizei, Feuerwehr und der ABC-Zug der Feuerwehr alarmiert. Am Campingplatz Schult im Anker in Dorsten-Östrich war eine stark stinkende Flüssigkeit an mehreren Stellen aufgefallen – unter anderem an Fahrzeugen und Wänden. Dies versetzte die Bewohner des Campingplatzes in Aufruhr. Was ranzig und nach Erbrochenem roch war Buttersäure. Das Gelände wurde abgesperrt und eine ATF-Spezialeinheit, eine von sieben in ganz Deutschland, untersuchte das Gelände mit ihrer Prüfausrüstung. Buttersäure (eigentlich Butansäure) reizt die Augen und Atemwege. Sie kann beim Einatmen von hohen Konzentrationen zu extremen Reizungen der Lunge führen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie gefährlichen Verätzungen. Eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Campingplatz-Bewohner bestand nicht. Laut Polizei handelte es sich bei dem Delikt um „Sachbeschädigung“.

Einbruch ins Agatha-Pfarrheim. An der Vehme wurde zwischen Mitte Januar 2022 in das Pfarrheim von St. Agatha eingebrochen. Die unbekannten Täter hebelten laut Auskunft der Polizei ein gekipptes Fenster auf und gelangten so in den Musikraum des Pfarrheims. Dort durchsuchten die Einbrecher sämtliche Schränke. Gestohlen wurde nach bisherigen Erkenntnissen allerdings nichts.

Einbruch in die Sakristei der St. Barbarakirche. Vom 8. auf den 9. Dezember 2022 wurde in die St. Barbara-Kirche am Surick in Wulfen eingebrochen. Die unbekannten Täter schlugen ein Loch in die Scheibe der Tür und gelangten so in die Sakristei. Dort, in einem Lagerraum und in der Küche durchwühlten sie Schränke. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts gestohlen, so die Polizei.

Betrugsversuch: Der Trick – erst die Nichte, dann die Tochter. Telefonbetrüger haben zum zweiten Mal versucht, einen Rentner aus Rhade um Geld zu bringen. Doch der fiel auf das Theater nicht herein. Mit tränenerstickter Stimme meldete sich Mitte Januar 2022 die junge Frau bei Alfons Windbrake. Die Anruferin gab sich als Tochter aus, die gerade einen Unfall gehabt hätte. Sie sei zwar nicht schuld gewesen, aber … Da ahnte er schon den Betrugsversuch. Denn mit Telefonbetrügern kennt sich Alfons Windbrake aus. Schon einmal hatte eine junge Frau versucht, ihm telefonisch Geld abzuschwatzen. Sie gab sich als Nichte aus, die Geldsorgen hatte. Eine Nichte hat Alfons Windbrake tatsächlich. Trotzdem blieb er misstrauisch, erkundigte sich und fiel auf den Schwindel nicht herein. Diesmal jedoch flog der Betrugsversuch sofort auf. Denn Alfons Windbrake hat keine Tochter. Die Anruferin, eine „gute Schauspielerin“, spürte, dass sie an den Falschen geraten war, und legte abrupt auf. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sie es an anderer Stelle, möglicherweise in Dorsten, wieder versuchen wird. Der sogenannte „Enkeltrick“, den es natürlich auch in anderen Variationen gibt, gehört nach Angaben der Polizei zu den beliebtesten Betrugsmaschen. Im Oktober 2021 war ein 85-Jähriger aus Rhade auf eine andere Betrugsmasche hereingefallen. Die beiden Täter gaben sich als Mitarbeiter der Telekom aus, hatten es aber auf Geld und Schmuck abgesehen. Der eine lenkte schließlich den alten Mann ab, der andere räumte einen Safe leer (Quelle: DZ vom 12. Jan. 2022).

In Wulfen Auto aus Garage entwendet. An der Südheide in Wulfen brachen unbekannte Täter vermutlich im Zeitraum um die Jahreswende 2021/22 in ein Reihenhaus ein. Zunächst versuchten sie, die Haustür zu öffnen. Als dies misslang, brachen sie ein Fenster auf und gelangten so ins Innere. Sie durchsuchten sämtliche Räume nach Wertgegenständen und entwendeten nach bisherigen Erkenntnissen ein Auto aus der Garage. Hierzu nahmen sie die Schlüssel, die noch in der Wohnung lagen, an sich. Bei dem Wagen handelt es sich um einen blauen Opel Meriva mit Recklinghäuser Kennzeichen.

Eis-Manufaktur dreist bestohlen. Dreiste Diebe suchten den Hof-Standort einer beliebten Eis-Manufaktur im Norden von Dorsten heim. Die Diebe kamen im Schutz der Dunkelheit. In der Nacht zu Montag (3. Januar) trieben sie ihr kriminelles Unwesen am Hohe-Mark-Eis-Standort am Hof Harks (Heide 51) im Dorstener Stadtteil Lembeck. Sie stahlen die Verkaufskasse und den Holzblock, auf dem diese verschraubt war. Allerdings war die Kasse kurz zuvor geleert worden. Dazu ließen sie aus der öffentlich zugänglichen Eis-Truhe 17 Eisbecher, davon 13 in der 500-Gramm-Größe mitgehen, ohne sie zu bezahlen.

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