Kriminal-/Polizeifälle 2022

Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug und immer wieder Gewalt

Vorbemerkung: Die in diesem Lexikon als Einzeleinträge veröffentlichten Kriminalfälle sind hier nicht verzeichnet, auch nicht Sexualdelikte. Dafür gibt es eine eigene Erfassung unter Kriminalfälle – Sexualdelikte und Überfälle auf Banken unter Raubüberfälle. Auch Tötungsdelikte sind gesondert erfasst (Mord und Totschlag). Eine Übersicht aller Artikel ist unter Kriminalität anzuklicken. Im Übrigen erhebt diese listenmäßige Erfassung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Fahndungstag der Polizei im Kreis: 425 Ordnungswidrigkeiten. Für die Polizei war der Fahndungs- und Kontrolltag am 17. Mai 2022 im Kreis Recklinghausen eine wichtige Aktion, wie Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen der „Dorstener Zeitung“ sagte: „Bei diesen grenz-, behörden- und direktionsübergreifenden Kontrollen soll vor allem der Druck auf reisende Täter bzw. Tätergruppen erhöht werden. Mit den Kontrollen verdeutlichen wir, dass jeder Täter an jedem Ort mit Kontrollen rechnen muss. So kann die Bekämpfung der Eigentumskriminalität weiter vorangetrieben werden – denn sie ist und bleibt eines unserer erklärten Ziele.“ Die Polizei ahndete insgesamt 425 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen im Straßenverkehr. Dabei spielten in sechs Fällen Alkohol/Drogen eine Rolle. In Datteln stellte die Polizei einen Sprinter sicher. Er hatte giftige Stoffe geladen. Eine 43-jährige Dorstenerin war am Dienstag eine von vielen, die der Polizei anlässlich ihres Fahndungs- und Kontrolltages unversehens ins Netz ging. Gegen die Frau lag ein Haftbefehl vor, der auch gleich umgesetzt wurde. Sie wurde festgenommen. Die Dorstenerin hatte eine rechtskräftig verhängte Geldstrafe nicht bezahlt und sich zum Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe nicht freiwillig gestellt. Sie wurde der Haftstrafe zugeführt.

Kontrollaktion: Polizei erwischte mehr als 100 Verkehrssünder. Rund 500 Verkehrsteilnehmer hat die Polizei im Kreis Recklinghausen und in der Stadt Bottrop an einem Tag Anfang Mai 2022 bei der länderübergreifenden Verkehrssicherheitsaktion „sicher.mobil.leben: Verkehrstüchtigkeit im Blick“ kontrolliert. Dabei wurden insgesamt mehr als 100 Delikte geahndet.  Vorrangiges Ziel der Aktion war die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit – zum Beispiel im Zusammenhang mit Alkohol, Drogen oder Übermüdung. So wurden bei insgesamt 83 Verdachtsfällen vor Ort 45 Mal ein Drogentest und 38 Mal ein Alkoholtest durchgeführt. In einem der beiden Fälle wurden zudem Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt. Darüber hinaus wurden insgesamt 77 Verwarnungsgelder verhängt, weil die Fahrer zum Beispiel nicht angeschnallt waren oder nicht am Stoppschild hielten. Außerdem wurden 27 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen geschrieben, weil die Fahrer während der Fahrt das Handy nutzten oder bei Rot über eine Ampel fuhren. Ein Fahrer wurde erwischt, der keinen gültigen Führerschein besaß.

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Einbruch in die Von Ketteler-Schule. Auf der Bismarckstraße waren unbekannte Täter in der Nacht auf Freitag (10. Juni 2022) in die Von Ketteler-Schule eingebrochen. Die Türen wurden beschädigt, blieben aber verschlossen. Anschließend warfen sie mit einem Pflasterstein die Fensterscheibe eines Klassenzimmers ein und kletterten ins Gebäude. Dort durchsuchten sie zwei Lehrerpulte in zwei Klassenzimmern. Ob etwas gestohlen wurde, ist unbekannt.

Mehrere Brände an den Pfingsttagen 2022 – Polizei ermittelte. Die Feuerwehr hatte am Pfingstwochenende jede Menge zu tun. Gleich zweimal mussten die Einsatzkräfte in die Altstadt ausrücken, einmal ging es nach Holsterhausen. In der Nacht von Freitag auf Samstag (3./4. Juni) wurde die Feuerwehr in die Dorstener Altstadt gerufen. Katharinenstraße: Zwei vor einem Mehrfamilienhaus an der Katharinenstraße geparkte Autos standen lichterloh in Flammen. Der Brand hatte bereits auf das Wohngebäude übergegriffen. Jalousien in Fenstern waren wegen der starken Hitzeentwicklung vor dem Haus bereits geschmolzen. Die Feuerwehr durchsuchte die Räume im Haus, dazu mussten Wohnungseingangstüren gewaltsam geöffnet werden. Fünf Bewohner wurden wegen Verdachts der Rauchvergiftung ins Krankenhaus verbracht. Die beiden Autos wurden zwar gelöscht, waren aber total ausgebrannt. Im Einsatz befanden sich neben der hauptamtlichen Wache die Löschzüge Hervest I und Altstadt sowie ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe aus Schermbeck. Vor Ort entdeckte die Polizei einen Benzinkanister. Deshalb nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auch in Richtung Brandstiftung auf.
Einkaufszentrum Mercaden: Samstagmittag rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot zum Westwall in der Altstadt aus. Im Einkaufszentrum Mercaden war ein Feuer ausgebrochen. Die Mercaden wurden geräumt. Der Rauch hatte in der Tiefgarage hatten gleich mehrere Rauchwarnmelder ausgelöst. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass ein Presscontainer für Papier und Kartonagen im abgetrennten Anlieferungsbereich aus unbekannten Gründen in Brand geraten war. Bei dem Einsatz unterstützte die Feuerwehr Gladbeck die Dorstener Feuerwehr mit einem Cobra-Kaltschneidesystem und einem Großventilator. Dieser konnte allerdings erst erfolgreich eingesetzt werden, nachdem der noch im Inneren brennende Container am späten Nachmittag aus der Tiefgarage gezogen werden konnte. Auf einem Gelände der Stadtentsorgung konnte er dann entleert und der Brand mit Löschschaum gelöscht werden. Nach der kompletten Entrauchung des Anlieferungsbereichs und der Lagerbereiche von zwei Ladenlokalen der Mercaden konnten alle Personen das Gebäude wieder betreten und auch die Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge aus der Tiefgarage fahren. Im Einsatz befanden sich neben der Hauptamtlichen Wache die Löschzüge Hervest I und Altstadt. Personen kamen nicht zu Schaden.
Antoniusschule in Holsterhausen: Kurz vor 5 Uhr am frühen Sonntagmorgen gingen bei Polizei und Feuerwehr Meldungen ein, die einen Brand der Antoniusschule in Holsterhausen befürchten ließen. Zeugen berichteten von Rauchentwicklung, Knallgeräuschen und Stichflammen. Daraufhin wurden vorsorglich weitere Einsatzkräfte alarmiert. Als die Einsatzkräfte an der Heroldstraße ankamen, stellten sie fest, dass ein vor der dortigen Turnhalle abgestellter Roller in hellen Flammen stand und das Feuer nicht aufs Gebäude übergegriffen hatte. Die Mitarbeiter der hauptamtlichen Wache konnten die Flammen schnell löschen und ihre Kollegen von den Freiwilligen Löschzügen wieder abrücken. Die Polizei nahm direkt die Ermittlungen auf und ließ den Roller sicherstellen, um Besitzer und Brandursache zu ermitteln.

Nachts Gebrauchtwagen durch Steinwürfe beschädigt. Mit Kieselsteinen – etwas größer als Golfbälle – wurden in der Nacht vom Pfingstsonntag auf Pfingstmontag 2022 acht Fahrzeuge des Gebrauchtwarenhändlers Berber an der Borkener Straße 47 c (ehem. Tankstelle) von Unbekannten beschädigt. Die Steine gehörten eigentlich in die Gitterkästen, die das Grundstück von Automobile Berber begrenzen. Der Schaden beläuft sich schätzungsweise auf 20.000 Euro.  Unbekannte haben die Steine herausgeholt und auf die Gebrauchtwagen geworfen. Seit Ende 2018 gibt es die Zweigestelle von Automobile Berber in Dorsten. Der Hauptstandort des Unternehmens befindet sich seit rund zehn Jahren in Herten. Erlebt hatte Berber einen solchen Vandalismus-Fall allerdings noch nie. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zwei Einbrüche: Bargeld und Schulinventar gestohlen. An der Raiffeisenstraße brachen unbekannte Täter zwischen Pfingstsamstag und Pfingstmontag Samstagmittag und Montagnachmittag 2022 in eine Wohnung ein, indem sie die Tür aufhebelten. Mit etwas Bargeld flüchteten sie. – Ebenfalls Unbekannte brachen in die Don-Bosco-Schule am Weißdornweg in Lembeck ein und durchsuchten sämtliche Klassenzimmer nach Diebesgut. Die Polizei fand mutmaßlich bereitgestelltes Diebesgut im Gebäude. Die Tatzeit erstreckt sich von Freitag bis Dienstag (3.-7. Juni).

Festnahme nach versuchtem Diebstahl. Ein 33-jähriger Gladbecker beobachtete am Ende Mai 2022 gegen 16.30 Uhr aus dem Fenster heraus zwei bis dahin unbekannte Männer, die versuchten, einen Roller zu entwenden. Das Zweirad stand an der Halterner Straße, Ecke Am Katenberg. Während der Zeuge hinauslief, um einen der Tatverdächtigen festzuhalten, informierte eine weitere Zeugin die Polizei. Der zweite Unbekannte rannte während dessen davon. Der Gladbecker hielt den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort fest. Bei der Durchsuchung des 17-jährigen Tatverdächtigen aus Dorsten fanden die Beamten auch noch zwei Messer in seiner Tasche, die sie sicherstellten. Der Festgenommene wurde nach Abschluss aller Maßnahmen auf der Polizeiwache wieder entlassen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Nach dem zweiten Tatverdächtigen wird noch gesucht: ca. 1,70 Meter groß, schwarze Cap, schwarze Jogginghose, schwarzer Hoodie.

Senioren überwiesen Geld an Betrüger. Sowohl in Gladbeck als auch in Dorsten fielen im Mai 2022 wieder zwei Senioren Betrügern zum Opfer. Ein 94-jähriger Dorstener hatte in den vergangenen Wochen bereits zweimal Geld an eine ihm unbekannte Frau überwiesen. Die Fremde habe sich als alte Bekannte ausgegeben – und ihr wurde geglaubt. Sie kontaktierte den Mann per Telefon. Die Bank war aufmerksam geworden und hatte den Kontobevollmächtigen  kontaktiert und auf einen möglichen Betrug aufmerksam gemacht.

Corona-Teststelle am Atlantis brannte: Betreiber gab Hinweise auf Ursache. Corona-Tests können am 20. Mai 2022 in dem Container aus dem Parkplatz nahe dem Atlantis-Schwimmbad in Dorsten erstmal nicht mehr durchgeführt werden. Nach einem Brand in den Morgenstunden des 20. Mai was das Testzentrum fast vollständig zerstört. Gegen 4.20 Uhr hatte ein Zeuge die Feuerwehr alarmiert. Während der Container komplett ausgebrannte, griff das Feuer auf daneben stehende Mülltonnen und den Pavillon über. Der Schaden wird auf etwa 10.000 bis 20.000 Euro geschätzt. Beim Auswerten einer Überwachungskamera war zu sehen, dass sich zwei maskierte Personen zielstrebig auf die Kamera zubewegten. Der Teststellenbetreiber ging davon aus, dass die Tatverdächtigen die Umgebung zuvor auskundschaftet hätten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Corona-Testbetrieb soll so bald wie möglich wieder aufgenommen werden.

Fuchs verursache ein Ausweichmanöver mit schwerwiegenden Konsequenzen. Der 40-jährige Familienvater, seine Frau (35) und seine Kinder (3 und 5) waren an einem frühen Abend Mitte Mai 2022 auf dem Wulfener Landweg in Dorsten-Holsterhausen in nordöstlicher Richtung unterwegs, als nach Angaben des Mannes plötzlich ein Fuchs über die Straße lief. Der Fahrer wich nach links aus und kollidierte dabei mit zwei am Fahrbahnrand geparkten Autos. Zunächst wurde ein Wagen touchiert, der dann auf ein weiteres Auto geschoben wurde. Durch den Aufprall verletzte sich die 35-jährige Beifahrerin. Sie wurde von der Berufsfeuerwehr Dorsten zum Krankenhaus Bergmannsheil nach Gelsenkirchen verbracht. Die weiteren Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 13.000 Euro.

„Berauschter“ Fahrer lieferte sich Verfolgungsjagd mit der Polizei. Durch zu schnelles und rücksichtsloses Fahren ist am Karfreitag 2022 ein Autofahrer negativ aufgefallen. Zeugen riefen die Polizei, nachdem der Fahrer gegen 20.25 Uhr beobachtet wurde, wie er rasant auf der Wasserstraße fuhr. Polizisten wollten den Autofahrer daraufhin auf der Halterner Straße kontrollieren, doch der Fahrer ignorierte allerdings sämtliche Anhaltezeichen und versuchte zu flüchten. Dabei fuhr er deutlich zu schnell und geriet teilweise in den Gegenverkehr. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Die Beamten verfolgten das Auto, konnten es schließlich im Bereich Glück-Auf-Straße/Lerchenweg stoppen. Die Insassen liefen dann in verschiedene Richtungen davon. Zur Unterstützung der Fahndung nach ihnen wurden auch ein Spürhund und ein Hubschrauber eingesetzt. – Wenig später konnten zwei Dorstener ermittelt werden. Bei dem Fahrer handelt es sich demnach um einen 18-Jährigen, bei dem anderen um einen 15-Jährigen. Es besteht außerdem der Verdacht, dass der 18-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Der junge Mann musste mit zur Wache, wo ihm ein Arzt Blut abnahm. Sein Führerschein und das Auto wurden sichergestellt. Weitere Ermittlungen dauern an.

Entsetzen über Feuerteufel im Bürgerpark: Woll-Tipi angezündet. Im April 2022 hatte das Schmuckstück „Tipi der Begegnung“, das im öffentlichen Eingangsbereich des Bürgerparks Maria Lindenhof steht, an mehreren Stellen angekokelt. Das größte Loch im bunten Mosaikwerk ist größer als der Umfang eines Fußballs. Ulrike Baldauf, die immer wieder kleinere Schäden an dem Tipi ausbessert, wird auch diesmal zur Tat schreiten, die Löcher mit Ersatz-Wollstücken nähen. Denn das Kunstwerk ist einer der Vorzeige-Objekte beim großen Abschlussfest des Stadtumbau-Programms „Wir machen Mitte“, das am ersten Mai-Wochenende auch im Bürgerpark gefeiert wird.

Festnahme in Pizzeria: Indischer Koch ist wohl illegal im Land. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Dortmund haben im April 2022 eine Pizzeria in Dorsten kontrolliert. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wurde unter anderem ein indischer Staatsangehöriger bei der Zubereitung von Teigspeisen in der Küche angetroffen. Falscher Aufenthaltstitel, kein Ausweis Im Zuge er Kontrolle stellten die Zollbeamten fest, dass der indische Koch eine Aufenthaltsgenehmigung und einen Pass hatte, die allerdings einer anderen Person zugeordnet waren. Er selbst hatte keine gültigen Pass- und Aufenthaltspapiere. Die Zollbeamten nahmen den 33-Jährigen vorläufig fest. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts und des Ausweismissbrauchs eingeleitet. Die Ausländerbehörde entscheidet nun über seinen weiteren Verbleib. Den Arbeitgeber erwarten Verfahren wegen der Beihilfe zum illegalen Aufenthalt und der illegalen Beschäftigung von Arbeitnehmern ohne gültige Arbeitsgenehmigung. Ihm droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren. Zusätzlich ist ein Bußgeld bis zu 500.000 Euro möglich.

Täter flüchtet ohne Beute aus Getränkemarkt. Ein bislang unbekannter Täter betrat am 25. März 2022 gegen 16 Uhr einen Getränkemarkt am Söltener Landweg und legte der Kassiererin einen Zettel auf den Tisch. Darauf stand u. a., dass er bewaffnet sei und Geld haben wolle. Die Kassiererin weigerte sich, das Geld herauszugeben, und teilte ihm mit, dass er videografiert werde. Daraufhin flüchtete er aus dem Geschäft in Richtung Blauer See.

Diebe auf der Matthäusheim-Baustelle riskieren Decken-Einsturz. Gleich mehrfach wurde im März/April 2022 der Neubau des Pfarrheims der katholischen Kirchengemeinde St. Matthäus in Wulfen in den vergangenen Tagen von Dieben heimgesucht. Unter anderem wurden mehrmals Stahlstützen von der Baustelle des Ersatzneubaus für das bisherige Matthäusheim entwendet. In der Nacht von Montag auf Dienstag sind gleich 30 Stahlstützen, die zur Abstützung der Decke dienten, auf einmal entwendet worden.

Nächtlich in Rhade: Reifen zerstochen, Zigarettenautomat gesprengt. An etwa einem halben Dutzend Autos, die in der Xantener- und der Lembecker Straße abgestellt waren, wurden in der Nacht zum 24. März die Reifen zerstochen. Doch nicht nur das. Anwohner der Lembecker Straße hörten nachts um 1 Uhr einen Knall. Vom Fenster aus erkannten sie in der Dunkelheit vier Verdächtige, die an einem Zigarettenautomaten standen und dann mit diversen Zigarettenschachteln flüchteten. Der Automat wurde bei der Aktion erheblich beschädigt. Zudem sollen sie mit einem Auto vorgefahren sein.

Seniorin wurde in ihrer Wohnung überfallen. Zwei unbekannte Männer verschafften sich am 20. März 2022 Zugang zur Wohnung einer Seniorin an der Marler Straße. Sie klingelten gegen 14.50 Uhr an der Tür und als die Dorstenerin ihnen öffnete, drückten sie die Frau direkt ins Haus. Sie forderten Geld und Schmuck. Anschließend brachten die beiden Männer die Geschädigte ins Badezimmer und verschlossen die Tür. Die Dorstenerin rief aus dem Fenster um Hilfe. Ein Zeuge hörte ihre Rufe und informierte die Polizei. Insgesamt soll es sich um drei Täter gehandelt haben, wobei der Dritte vermutlich während der Tat vor dem Haus „Schmiere gestanden“ hat. Die Täter flüchteten nach bisherigen Erkenntnissen mit einem Auto unter Mitnahme von Schmuck vom Tatort. Die Seniorin erlitt leichte Verletzungen. Die sofortigen und intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei führten sie nun zu einem 48-jährigen Tatverdächtigen aus Mönchengladbach. Der Mann wurde am Mittwoch auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen einem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft angeordnet.

86-jähriger Frau die Umhängetasche entrissen. Mitte März lief an einem Nachmittag eine 86-jährige Dorstenerin mit ihrem Rollator an der Promenade hinter den Mercaden entlang. Zwei unbekannte Jugendliche schubsten sie. Die Frau stürzte und die Täter entrissen ihr die Umhängetasche. In der Tasche befanden sich eine Geldbörse mit Bargeld und ein Schlüsselbund. Die 86-Jährige blieb unverletzt.

Seitenscheiben zerstört, Steinewerfer gestellt. Ein 15-jähriger Dorstener und ein 13-jähriger Gelsenkirchener sollen am Montagnachmittag (7.3.) unter anderem Züge der RE 2 und S2 mit Steinen beworfen haben. Dabei gingen Scheiben zu Bruch. Wenig später meldete sich auch ein Bahnmitarbeiter aus der S2, der angab, dass der Zug am selben Haltepunkt auch mit Steinen beworfen worden sei. Die alarmierten Bundespolizisten konnten bei Eintreffen am besagten Haltepunkt mehrere weitere Beschädigungen feststellen. Unter anderem wurden ein Wetterunterstand aus Glas sowie die Beleuchtung im Verbindungstunnel zerstört. In dem Verbindungstunnel des Haltepunktes trafen die Einsatzkräfte auf zwei Jugendliche, die die Flucht ergriffen, als sie die Beamten sahen. Nach wenigen Metern beendeten die Bundespolizisten aber deren Flucht und stellten sie. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein.

Einbrecher räumten das „Mezzomar“ in Hervest aus. Es waren vermutlich Profis, die Ende Februar 2022 in das Restaurant „Mezzomar“ im Creativ-Quartier Fürst Leopold in Hervest eingebrochen waren. Die Die Täter richteten erheblichen Schaden an. Sue nahmen alles mit, was von Wert war: Getränke, Gläser, Elektrogeräte und LED-Kerzen. Die Täter schalteten den Strom ab. Alarmanlagen und Überwachungskameras waren damit außer Betrieb. Doch die Kamera eines Nachbargebäudes filmte ein Auto, das rückwärts über die Terrasse des benachbarten Eiscafés fuhr. Vermutlich, um die Beute abzutransportieren.

Jugendliche raubten einen 13-jährigen Dorstener aus. Drei Jugendliche forderten am Nachmittag des 26. Februar einen 13-jährigen Dorstener am Lippetor dazu auf, ihnen sein Geld auszuhändigen. Einer der drei Tatverdächtigen, ein 13-jähriger Gelsenkirchener, hielt währenddessen eine Eisenstange in der Hand. Dann habe der bis dahin Unbekannte die Stange fallen lassen und selbst in die Jackentasche des Dorsteners gegriffen, um dessen Geldbörse herauszuziehen. Mit der Börse flüchtete die Gruppe. Der Dorstener konnte noch beobachten, wie der Gelsenkirchener die Börse auf der Flucht zu Boden warf. Er stellte beim Einsammeln seiner Geldbörse fest, dass ihm Geld entwendet wurde. Zusammen mit seinem Vater traf er zwei der drei Jugendlichen später im Bereich des Busbahnhofs an. Sie riefen die Polizei. Bei der Durchsuchung des Gelsenkircheners fanden die Beamten Geld, das sofort sichergestellt wurde. Außerdem stellten sie noch zwei Eisenstangen am eigentlichen Tatort als mögliche Tatmittel sicher. Bei dem zweiten Tatverdächtigen handelt es sich um einen 15-jährigen Dorstener. Der dritte Unbekannte war auf seiner Flucht in Richtung Altstadt davon gelaufen.

Diverse Einbrüche am Wochenende 19./20. Februar. Unbekannte Täter waren in ein Bekleidungsgeschäft auf der Borkener Straße eingebrochen. Sie hebelten ein Fenster auf und nahmen dann Bargeld aus der Kasse. – Auf der Straße Alter Postweg wurde in eine Erdgeschosswohnung eingebrochen. Die unbekannten Täter hebelten das Fenster zum Schlafzimmer auf und durchsuchten dann Schränke und Schubladen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine Dose mit Münzgeld gestohlen. – Auf dem Westwall wurde am Wochenende in eine Jugendeinrichtung eingebrochen. Die unbekannten Täter erbeuteten einen Safe mit Bargeld aus einem Büroraum. Auf der Bismarckstraße sind unbekannte Täter am Wochenende in ein Schulgebäude eingebrochen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Werkstatt aufgebrochen und Werkzeug gestohlen.

17-Jähriger kontrolliert: Wurfmesser. Bundespolizisten hielten am Mitte Februar 2022 im Hauptbahnhof Wanne-Eickel einen Jugendlichen aus Dorsten mit einem Wurfmesser an. Das Messer wies eine Klingenlänge von mehr als 17 Zentimetern auf und ist als Wurfmesser konstruiert worden. Der 17-Jährige erklärte nicht, wofür er das Messer benötigte. Jedoch musste die Bundespolizei in der Vergangenheit vermehrt feststellen, dass Messer dieser Art auch schnell in Konfliktsituationen eingesetzt werden. Die Beamten stellten das Messer sicher und leiteten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach dem Waffengesetz ein.

Insgesamt 26 Lkw-Fahrern wurde in einer Woche Mitte Februar 2022 im Kreis Recklinghausen von der Polizei bei einer Kontrolle im Rahmen der landesweiten  Aktionswoche Roadpol „Operation Truck&Bus“ die Weiterfahrt untersagt. Sie hatten zum Beispiel die Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten, die Ladung nicht richtig gesichert oder es gab technische Mängel. Die Fahrzeuge wurden dann abgestellt, sie durften erst wieder bewegt werden, wenn die Mängel behoben waren. Neben zwei Großkontrollen in Haltern am See auf der B58 und in Bottrop auf der B224 wurde auch in allen weiteren Städten des Kreises überprüft.  Insgesamt hatte die Polizei dabei 179 Fahrzeuge kontrolliert, bei 22 Fahrzeugen wurden Verstöße festgestellt. Außerdem gab es bei den Fahrern 57 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten.

Polizeieinsatz in Wulfen: Blutige Schlägerei zwischen Kollegen. Auf eine körperliche Auseinandersetzung zwischen Kollegen einer Autoverwertung an der Wienbachstraße in Wulfen Mitte Februar 2022 folgte ein größerer Polizeieinsatz. Zwischen zwei Mitarbeiter gab es eine Meinungsverschiedenheit, die mit Fäusten ausgetragen wurde. Weil einer der Kontrahenten sich dabei verletzte, wurde ein Krankenwagen gerufen, deren Besatzung dann die Polizei alarmierte. Denn der aggressive Schläger wollte erneut auf den Verletzten losgehen wollte. Als die Polizei kam, hatte der Mann allerdings mit dem Auto den Tatort verlassen. Er konnte jedoch von den Beamten gestellt werden. Der Verletzte wurde derweil ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelte.

 Elektronikgeräte entwendet. Unbekannte Täter hebelten Mitte Februar 2022 am Tiggelkamp in Holsterhausen die Terrassentür zu einer Erdgeschosswohnung auf. Die Täter nahmen Elektronikgeräte mit. Hinweise auf die Täter liegen nicht vor.

Schlägerei an Tankstelle. Zu körperlichen Auseinandersetzungen mehrerer Jugendlicher beziehungsweise junger Erwachsener ist es Mitte Februar 2022 auf einem Tankstellengelände an der Borkener Straße gekommen. Die Schlägerei hatte schmerzhafte Folgen für einen der Beteiligten, außerdem gab es einen Sachschaden an einem Auto. Als eine Streifenwagenbesatzung an der Tankstelle eintraf, hatten sich einige Personen bereits entfernt. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen hatte ein 17-Jähriger aus Dorsten einem 25-jährigen Dorstener ins Gesicht geschlagen. Der Pkw des 25-Jährigen wurde im Zuge der Auseinandersetzung beschädigt, unter anderem ging eine Scheibe zu Bruch. Ein 24-jähriger Dorstener klagte nach einem Schlag auf den Kopf über Kopfschmerzen. Die Leichtverletzten wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt.

Einbruch in Erdgeschosswohnung. An der Burgsdorffstraße wurde am Anfang Februar in eine Erdgeschosswohnung eingebrochen. Eine aufmerksame Nachbarin hatte nachmittags gesehen, wie ein unbekannter Tatverdächtiger aus der Wohnungstür ging. Hereingekommen ist er vermutlich durch eine eingeschlagene Glastür. Aus der Wohnung wurde Bargeld gestohlen. Der Tatverdächtige entfernte sich mit einem Motorrad.

Prügelattacke in der Innenstadt. In der Nonnenstiege, einer kleinen Straße in der Dorstener Altstadt, kann man sich kaum aus dem Weg gehen. Dort wurde Ende Januar 2022 die 24-jährige Noreen Elahi auf eine Gruppe von zwei jungen Männern und einer Frau aufmerksam, die einen weiteren jungen Mann verprügelten. Als sie hinging und fragte, was hier los sei und die Polizei rufen wollte, ihm helfen wollte, wurde auch sie verprügelt. Eine Freundin Noreen Elahis brachte sie ins Krankenhaus, wo die Ärzte einen Nasenbein- und einen Jochbeinbruch sowie mehrere Hämatome auf dem Kopf diagnostizierten. Als die Polizei am Tatort eintraf, fanden sie nur einen Nachbarn vor. Die Schläger sowie das Opfer waren verschwunden. Noreen Elahi machte die Prügelattacke immer Internet öffentlich, was die Ermittlungen der Polizei unterstützte. Drei Tatverdächtige wurden ermittelt. Licht ins Dunkel könnten die drei Tatverdächtigen bringen, die die Polizei mittlerweile Es handelt sich laut Polizeibericht um zwei Männer (20 und 18 Jahre alt) und eine junge Frau (19), alle aus Dorsten. Noreen Elahi, seit der Attacke arbeitsunfähig, stellte Strafanzeige wegen schwerer Körperverletzung gegen die ermittelten mutmaßlichen Täter. Doch die Staatsanwaltschaft Essen erhob keine Anklage mit der schriftlich dargelegten Begründung: „Die Beschuldigten bestreiten die Tat.“ Der Anwalt der Geschädigten stellte allerdings fest, dass einer der drei mutmaßlichen Angreifer gar keine Aussage gemacht hatte, weil er auf der Intensivstation des Krankenhauses gelegen hatte und danach zum Sachverhalt gar nicht mehr gefragt wurde. Der Anwalt legte Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Hamm ein, die daraufhin neue ERmittlungen anordnete. – Claudia Engel kommentierte am 21. April 2022 in der „Dorstener Zeitung“  (Auszug): „In diesem Fall wird den Tätern trotz der physischen und psychischen Leiden ihres Opfers nicht der Prozess gemacht. Welche Lehren sie wohl aus der Entscheidung der Anklagevertretung ziehen? Dass sie ungestraft davon kommen, was auch immer sie anstellen. Das verletzt das Rechtsempfinden vieler.“ Auf die Beschwerde des
Als „Anerkennung für ihre „praktizierte Zivilcourage“ schlug die SPD im Mai 2022 vor, dass die Dorstenerin Noreen Elahi die Silberne Ehrennadel der Stadt verliehen bekommt. „Die junge Frau hat einen guten Leumund, im Gegensatz zu denjenigen, die die Gewalt ausgeübt haben“, so Fragemann. „Sie ist ein Paradebeispiel für gelungene Integration, das sollte man würdigen.“ Dies wäre auch vor dem Hintergrund der Aktion für Menschenwürde, Toleranz und Respekt ein „gutes Zeichen“. Fragemann kündigte überdies an, dass die SPD-Fraktion generell einen „Preis für praktizierte Zivilcourage“ ausloben will (Siehe auch ausführlichen Artikel: Prügelattacke in der Innenstadt).

Einbruch in Firmengebäude am Hainichenring. Ende Januar 2022 warfen unbekannte Täter nachts eine Fensterscheibe zu einem Firmengebäude am Hainichenring ein und gelangten so in das Gebäude. Sie durchsuchten die Räume, demontierten einen Siphon an einem Waschbecken und drehten das Wasser auf. Es entstand ein Wasserschaden im Erdgeschoss. Die Täter flüchteten mit diversen elektronischen Geräten.

Einbruch in Wohnhaus in Altendorf-Ulfkotte. Ende Januar 2022 kletterte am Vormittag ein unbekannter Mann über ein zum Lüften geöffnetes Fenster in ein Schlafzimmer an der Straße Everskamp. Die Bewohnerin hörte das Öffnen eines Nachtschränkchens. Als sie im Schlafzimmer nachsah, flüchtete der Mann aus dem Fenster. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts gestohlen.

Bande bei „Enkeltrick“ auf frischer Tat ertappt. Eine polnische Betrügerbande soll in mindestens 17 Fällen alte Menschen in Deutschland mit dem „Enkeltrick“ um Erspartes gebracht haben. Am Dienstag schlug ein Spezialeinsatzkommando der Polizei in Polen zu und verhaftete drei Verdächtige in Lodz, wie die Staatsanwaltschaft Berlin Mitte Januar 2022 mitteilte. Die beiden Männer und eine Frau wurden auf frischer Tat beim telefonieren mit einem Mann aus Garbsen ertappt. In der Wohnung fand die Polizei umfangreiches Beweismaterial, darunter Laptops, Handys, Schmuck und viel Bargeld. Gleichzeitig verhaftete die Polizei Konstanz zwei weitere Verdächtige im Alter von 21 und 71 Jahren an einem Grenzübergang von Baden-Württemberg zur Schweiz. Die Polizei ordnete der Bande bisher 17 Taten mit einem Schaden von etwa 120.000 Euro in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Niedersachsen zu (dpa).

Einbruch und Diebstahl in Test-Container. Auf einem Parkplatz an der Marler Straße waren Mitte Januar 2022 unbekannte Täter in einen Corona-Test-Container eingebrochen, aus dem eine größere Menge Schnelltests gestohlen wurden.

Einbrüche in der Klosterstraße und am Grünen Weg. An der Klosterstraße brachen Unbekannte Mitte Januar 2022 in eine Wohnung ein und entwendeten Schmuck, Bargeld und Gold. Zunächst hatten sie versucht, die Terrassentür aufzubrechen. Als dies misslang, beschädigten sie das Fenster und legten den Fenstergriff um, um es zu öffnen. Sie durchsuchten die Wohnung und flüchteten anschließend mit der Beute vom Tatort. – Zu einem weiteren Einbruch kam es am selben Tag am Grünen Weg. Unbekannte Täter drangen in eine Erdgeschosswohnung in einem Mehrfamilienhaus ein. Hierzu griffen sie durch das auf Kipp stehende Fenster und legten den Griff um. Innerhalb des Zimmers suchten sie nach Diebesgut und flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Sie erbeuteten Schmuck.

Zubehörartikel für Autos entwendet. An der Gladbecker Straße brachen Mitte Januar 2022 bislang Unbekannte die Vorhängeschlösser an insgesamt drei Aufbewahrungscontainern auf. Sie entwendeten diverse Zubehörartikel für Autos und entkamen unerkannt.

Dreiste Discounter-Diebe nutzten Hilfsbereitschaft von Seniorin aus. In der Aldi-Filiale an der Klosterstraße war Mitte Januar 2022 eine 72-Jährige Dorstenerin das Opfer einen besonders perfiden Diebstahls. Zwei unbekannte Täter nutzten nämlich die Hilfsbereitschaft der Dorstenerin aus. An einem Verkaufsregal stand ein Mann hinter der Frau, dem ein Karton aus dem Regal zu fallen drohte. Es war ein kriminelles Ablenkungsmanöver. Als die Frau später ihre Tasche öffnete, sah sie, dass ihre Geldbörse gestohlen worden war. Ein Mittäter hatte aus der verschlossenen Tasche, die im Einkaufswagen stand, das Portemonnaie gestohlen. Nachdem die Dorstenerin noch in der Discounter-Filiale telefonisch ihre Bankkarte hat sperren lassen, informierte sie die Filialleitung über den Vorfall. Die hatte an diesem Vormittag schon einen Diebstahl gemeldet bekommen. Die 72-Jährige erstattete auf der Polizeiwache Dorsten eine Anzeige. Währenddessen wurde sie von ihrer Bank angerufen, dass ein Finder ihre Geldbörse allerdings ohne das Geld abgegeben hatte. Wie die Polizeipressestelle Recklinghausen auf Anfrage der „Dorstener Zeitung“ hin mitteilte, wurden an dem Vormittag sogar noch zwei weitere ähnliche Diebstähle in Dorsten zur Anzeige gebracht: der eine passierte in Wulfen am Brauturm, der andere an der Marler Straße (Quelle: DZ vom 19. Jan. 2022).

Campingplatz in Dorsten mit Buttersäure attackiert. Mitte Januar 2022 wurden Polizei, Feuerwehr und der ABC-Zug der Feuerwehr alarmiert. Am Campingplatz Schult im Anker in Dorsten-Östrich war eine stark stinkende Flüssigkeit an mehreren Stellen aufgefallen – unter anderem an Fahrzeugen und Wänden. Dies versetzte die Bewohner des Campingplatzes in Aufruhr. Was ranzig und nach Erbrochenem roch war Buttersäure. Das Gelände wurde abgesperrt und eine ATF-Spezialeinheit, eine von sieben in ganz Deutschland, untersuchte das Gelände mit ihrer Prüfausrüstung. Buttersäure (eigentlich Butansäure) reizt die Augen und Atemwege. Sie kann beim Einatmen von hohen Konzentrationen zu extremen Reizungen der Lunge führen, Erbrechen, Kopfschmerzen sowie gefährlichen Verätzungen. Eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Campingplatz-Bewohner bestand nicht. Laut Polizei handelte es sich bei dem Delikt um „Sachbeschädigung“.

Einbruch ins Agatha-Pfarrheim. An der Vehme wurde zwischen Mitte Januar 2022 in das Pfarrheim von St. Agatha eingebrochen. Die unbekannten Täter hebelten laut Auskunft der Polizei ein gekipptes Fenster auf und gelangten so in den Musikraum des Pfarrheims. Dort durchsuchten die Einbrecher sämtliche Schränke. Gestohlen wurde nach bisherigen Erkenntnissen allerdings nichts.

Einbruch in die Sakristei der St. Barbarakirche. Vom 8. auf den 9. Dezember 2022 wurde in die St. Barbara-Kirche am Surick in Wulfen eingebrochen. Die unbekannten Täter schlugen ein Loch in die Scheibe der Tür und gelangten so in die Sakristei. Dort, in einem Lagerraum und in der Küche durchwühlten sie Schränke. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts gestohlen, so die Polizei.

Betrugsversuch: Der Trick – erst die Nichte, dann die Tochter. Telefonbetrüger haben zum zweiten Mal versucht, einen Rentner aus Rhade um Geld zu bringen. Doch der fiel auf das Theater nicht herein. Mit tränenerstickter Stimme meldete sich Mitte Januar 2022 die junge Frau bei Alfons Windbrake. Die Anruferin gab sich als Tochter aus, die gerade einen Unfall gehabt hätte. Sie sei zwar nicht schuld gewesen, aber … Da ahnte er schon den Betrugsversuch. Denn mit Telefonbetrügern kennt sich Alfons Windbrake aus. Schon einmal hatte eine junge Frau versucht, ihm telefonisch Geld abzuschwatzen. Sie gab sich als Nichte aus, die Geldsorgen hatte. Eine Nichte hat Alfons Windbrake tatsächlich. Trotzdem blieb er misstrauisch, erkundigte sich und fiel auf den Schwindel nicht herein. Diesmal jedoch flog der Betrugsversuch sofort auf. Denn Alfons Windbrake hat keine Tochter. Die Anruferin, eine „gute Schauspielerin“, spürte, dass sie an den Falschen geraten war, und legte abrupt auf. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sie es an anderer Stelle, möglicherweise in Dorsten, wieder versuchen wird. Der sogenannte „Enkeltrick“, den es natürlich auch in anderen Variationen gibt, gehört nach Angaben der Polizei zu den beliebtesten Betrugsmaschen. Im Oktober 2021 war ein 85-Jähriger aus Rhade auf eine andere Betrugsmasche hereingefallen. Die beiden Täter gaben sich als Mitarbeiter der Telekom aus, hatten es aber auf Geld und Schmuck abgesehen. Der eine lenkte schließlich den alten Mann ab, der andere räumte einen Safe leer (Quelle: DZ vom 12. Jan. 2022).

In Wulfen Auto aus Garage entwendet. An der Südheide in Wulfen brachen unbekannte Täter vermutlich im Zeitraum um die Jahreswende 2021/22 in ein Reihenhaus ein. Zunächst versuchten sie, die Haustür zu öffnen. Als dies misslang, brachen sie ein Fenster auf und gelangten so ins Innere. Sie durchsuchten sämtliche Räume nach Wertgegenständen und entwendeten nach bisherigen Erkenntnissen ein Auto aus der Garage. Hierzu nahmen sie die Schlüssel, die noch in der Wohnung lagen, an sich. Bei dem Wagen handelt es sich um einen blauen Opel Meriva mit Recklinghäuser Kennzeichen.

Eis-Manufaktur dreist bestohlen. Dreiste Diebe suchten den Hof-Standort einer beliebten Eis-Manufaktur im Norden von Dorsten heim. Die Diebe kamen im Schutz der Dunkelheit. In der Nacht zu Montag (3. Januar) trieben sie ihr kriminelles Unwesen am Hohe-Mark-Eis-Standort am Hof Harks (Heide 51) im Dorstener Stadtteil Lembeck. Sie stahlen die Verkaufskasse und den Holzblock, auf dem diese verschraubt war. Allerdings war die Kasse kurz zuvor geleert worden. Dazu ließen sie aus der öffentlich zugänglichen Eis-Truhe 17 Eisbecher, davon 13 in der 500-Gramm-Größe mitgehen, ohne sie zu bezahlen.

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