Kriminalfälle 2021

Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Betrug und immer wieder Gewalt

Vorbemerkung: Die in diesem Lexikon als Einzeleinträge veröffentlichten Kriminalfälle sind hier nicht verzeichnet, auch nicht Sexualdelikte. Dafür gibt es eine eigene Erfassung unter Kriminalfälle – Sexualdelikte und Überfälle auf Banken unter Raubüberfälle. Auch Tötungsdelikte sind gesondert erfasst (Mord und Totschlag). Eine Übersicht aller Artikel ist unter Kriminalität anzuklicken. Im Übrigen erhebt diese listenmäßige Erfassung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

27.300 offene Haftbefehle in NRW. Justiz und Polizei hatten im Januar 2021 in NRW die Betroffenen von 27.300 Haftbefehlen zur Fahndung ausgeschrieben. Dies seien 6,2 Prozent Haftbefehle weniger als im vergangenen September gewesen, teilte das NRW-Justizministerium mit. Darunter waren 290 Haftbefehle wegen Mordes, 300 wegen Totschlags und 530 wegen Sexualverbrechen. Der NRW-Justizminister erklärte, dass Haftbefehle wegen Mordes im Bestand blieben, wenn die Täter nach Verbüßung des Großteils der Strafe abgeschoben wurden. Bei geringeren Delikten sei es zudem in vielen Fällen nicht geboten, die Vollstreckung aktiv zu betreiben – wenn etwa die Auslieferung aus dem Ausland länger dauere als die zu erwartende Haftstrafe. Und bei einem großen Teil der offenen Haftbefehle gehe es zudem um Ersatzfreiheitsstrafen, also nicht gezahlte Geldstrafen (dpa).

Die Zahl der Einbrüche in NRW stark gesunken. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in NRW nach jahrelangem Rückgang erneut stark gesunken. Im ersten Halbjahr 2021 registrierte die Polizei nur noch 9030 Einbrüche und Einbruchversuche. Das waren 37 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2020 waren noch 14.360 Fälle registriert worden. Das geht aus Zahlen des Landeskriminalamts (LKA) und Berechnungen der Deutschen Presse-Agentur hervor. Damit hat sich der Rückgang, der zuletzt etwas abgeflaut war, wieder stark beschleunigt. Als Ursache führte das LKA mehrere Möglichkeiten an: Neben verbesserter Sicherungstechnik könnten auch die polizeilichen Konzepte und Kampagnen eine Rolle spielen. Auch die Corona-Maßnahmen seien als Ursache nicht auszuschließen, weil die Menschen ihre Zeit überwiegend zu Hause verbrachten (dpa).

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Versuchter Einbruch in ein Einfamilienhaus. Zwei bislang unbekannte Täter versuchten am 17. September gegen Mitternacht in ein Einfamilienhaus an der Heinrichstraße einzubrechen. Die 32-jährige Bewohnerin wurde aufgrund eines lauten Knalls auf die Tat aufmerksam. Sie konnte auf der Terrasse im Erdgeschoss zwei Personen erkennen. Sie schrie die beiden an, worauf sie sofort durch einen Nachbargarten Richtung Luisenstraße flüchteten.

Schlafender Dorstener wurde attackiert. Ein gebürtiger Dorstener ist nach Angaben der Bundespolizei am frühen Morgen des 17. September am Essener Hauptbahnhof angegriffen worden. Der 40-Jährige schlief, als er gegen 3.30 Uhr plötzlich mit Schlägen und Tritten traktiert wurde. Nach mehreren Tritten und Schlägen sei der Angreifer geflüchtet. Das Opfer wandte sich sofort an die Bundespolizei im Hauptbahnhof, eine Streife konnte nach kurzer Zeit den polnischen Staatsbürger stellen und festnehmen. Hier stellte sich heraus, dass der Mann mit fast 1,7 Promille alkoholisiert war. Zudem recherchierten die Beamten, dass mehrere Behörden den Mann suchten. Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Überfall auf einen 65-Jährigen. Vier unbekannte Männer schlugen am Mittag des am 11. September einen 65-jährigen Dorstener nieder und flüchteten anschließend unerkannt vom Tatort. Der Vorfall ereignete sich im Parkhaus an der Straße „Im Werth“. Zeugen sahen den leicht Verletzten im Parkhaus und informierten Rettungskräfte und Polizei. Die vier Männer, flüchteten in einem blauen Auto.

Alkohol und Drogen und kein Führerschein. Unter Drogen- und Alkoholeinfluss hatte Anfang September eine junge Niederländerin einen Unfall auf der Wulfener Straße verursacht, indem der Wagen aus der Kurve flog. Die Fahrerin wurde zwar vom Rettungsdienst betreut, blieb aber unverletzt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass die junge Frau sich offenbar unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen ans Steuer gesetzt hatte. Ihr wurden Blutproben entnommen. Sie war auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von ca. 8.000 Euro.

Katalysator weg: Edelmetall-Diebe haben zugeschlagen. Katalysator-Klauer haben Ende August wieder in Dorsten zugeschlagen: Laut Hinweisen in einer Dorstener Facebook-Gruppe hat es an der Ellerbruchstaße in Hervest einen solchen Fall gegeben. Auch in Barkenberg sind demzufolge Katalysatoren an Autos demontiert worden. Die Polizei bestätigt allerdings, dass im Kreis Recklinghausen in den vergangenen Monaten vermehrt Katalysatoren von geparkten Wagen gestohlen worden seien. Die Diebe haben es auf Edelmetalle (Platin, Palladium und Rhodium) abgesehen, die als Beschichtungen in den Kats verbaut sind. Hintergrund sind gestiegene Rohstoffpreise.

Von Jugendlichen geschlagen –  Mann schwer verletzt. Ein 53-Jähriger war Anfang August 2021 gegen Mitternacht zu Fuß Richtung Haddings Berg in Hervest unterwegs. Nach eigenen Angaben ist er dabei mit drei Jugendlichen aneinandergeraten. Sie sollen ihn geschlagen und getreten haben. Der Dorstener war betrunken und musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Einer der Jugendlichen soll eine auffällige Frisur gehabt haben – einen blonden „Irokesenschnitt“. Außerdem sollen die drei Jugendlichen dünn gewesen sein. Einer hatte einen Roller dabei.

Brandstiftung an zwei Fahrzeugen: Autos brannten völlig aus. Anfang August hatte in den frühen Morgenstunden ein Zeuge den Brand von zwei Autos in der Goethestraße (Altstadt) gemeldet. Polizeibeamte versuchten zunächst noch, das Feuer mit einem Feuerlöscher aus dem Funkstreifenwagen zu löschen. Dies war allerdings nicht mehr möglich. Die Feuerwehr löschte letztendlich den Brand an einem VW Golf und einem Audi A3. Noch am Vormittag nahmen Brandermittler des Polizeipräsidiums Recklinghausen die Arbeit auf. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen handelt es sich um vorsätzliche Brandstiftung. Der gesamte Sachschaden wurde auf mindestens 90.000 Euro geschätzt.

 Mehrere Einbrüche Anfang August. An der Wellenheide wurde Anfang August in eine Werkstatt und den dazugehörigen Wohnbereich eingebrochen. Die unbekannten Täter hebelten mehrere Türen auf und durchsuchten das Gebäude. Angaben zum Diebesgut liegen noch nicht vor. Ebenfalls Anfang August wurde in ein Firmengelände an der Straße Burenkamp eingebrochen. Die unbekannten Täter nahmen unter anderem eine Anhängerplane und Teile für die Unterkonstruktion von Anhängerplanen mit. Ebenfalls wurden auf einem Firmengelände An der Glashütte mehrere Container aufgebrochen. Die Container gehören zu zwei Gartenlandschaftsbetrieben. Nach bisherigen Erkenntnissen haben die unbekannten Täter zahlreiche Baugeräte und einen Minibagger gestohlen.

Betrüger plünderten Tresor einer Seniorin aus. Opfer von Betrügern wurde Ende Juli 2021 eine über 90-jährige Seniorin. Zwei Männer gaben sich als Telekom-Mitarbeiter aus. Laut Auskunft der Polizei klingelten zwei unbekannte Männer gegen 10 Uhr bei der Seniorin. Die „Telekom-Mitarbeiter“ gaben vor, die Telefon- und Fernseh-Anschlüsse im Haus überprüfen zu müssen. Die Seniorin ließ die Männer herein, zumal sie tatsächlich in letzter Zeit Telefonprobleme hatte. Die angeblichen Techniker erzählten der Frau, dass ein möglicher Tresor schuld daran sein könnte – und sie deshalb mal ihren Tresor öffnen solle, um das zu überprüfen. Die Frau bekam zwar Zweifel, ließ die Männer trotzdem „weiterarbeiten“. Während einer die Seniorin ablenkte, leerte der andere den Tresor, in dem sich Geld und Schmuck befanden. Wenig später bemerkte die Frau den Verlust und rief die Polizei an.

Kellner mit Messer bedroht – Täter wollte eine Cola-Flasche. Es war kurz nach Mitternacht und für Marc Farhat, Kellner im O’Pazzo am Markt,  kurz vor Feierabend, als er Ende Juli 2021 auf einen unbekannten Mann aufmerksam wurde, der in einer Getränkekiste wühlte. Der Kellner ging zu ihm hin und bat ihn, aufzuhören. Da drehte er sich um und bedrohte den Kellner mit einem Messer inder Hand. Der Mann sprach in einer dem Kellner unbekannten Sprache. Mit einer Flasche Cola verschwand der Mann. Als der Kellner eine Viertelstunde durch die Recklinghauser Straße ging und den Kellner böse ansah, meldete er diesen Vorfall der Polizei. Sie fand den 28-Jährigen und nahm ihn vorläufig fest, da er keinen Wohnsitz nachweisen konnte.

Überfall auf 18-jährigen Dorstener. Ende Juli 2021 bemerkte ein 18-jähriger Dorstener abends gegen 23 Uhr einen weißen Mercedes auf der Gemener Straße. Aus dem Auto stiegen drei Männer. Weil ihm die Situation merkwürdig vorkam, lief der 18-Jährige weg. Die Männer holten den Dorstener ein und griffen ihn körperlich an. Außerdem forderten sie sein Mobiltelefon. Vor Verlassen des Tatortes ließen sie das Telefon dann aber doch zurück und flüchteten. Ein Zeuge hatte den Vorfall mitbekommen. Der 18-Jährige musste im Krankenhaus behandelt werden. Ob der Mann als leicht- oder schwer verletzt gilt, ist noch unklar.

Messerstecherei in Holsterhausen. Im Bereich Pliesterbecker Straße/Juliusstraße, nahe dem dortigen Schulzentrum, waren Ende Juli 2021 zwei durch Messerstiche verletzte Männer aufgefunden worden. Sieben Streifenwagen waren zunächst vor Ort, später kam die Kripo aus Recklinghausen hinzu und sicherte die Spuren. Der dortige Radweg, der früher eine Bahntrasse war, wurde später als Tatort lokalisiert. Die Polizei sprach in einer ersten Reaktion vor Ort von einer möglichen Beziehungstat. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. ist eingerichtet worden, die Staatsanwaltschaft Essen leitete die Ermittlungen. Bei den beiden Männern handelte es sich um einen Mann aus Billerbeck und Dorsten (31). Die beiden Männer wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht und notoperiert. Drei Tage nach der Tat konnte die Staatsanwaltschaft Essen mehr Angaben machen. Die beiden Männer sich ihre Verletzungen „wechselseitig zugefügt“. Als Motiv wird ein „länger andauernder Streit“ zwischen dem Billerbecker und Dorstener angegeben. Worum es ging, muss noch ermittelt werden. Nach Ansicht der Polizei war der Billerbecker der eigentliche Täter, der wegen „versuchten Totschlags“ in Untersuchungshaft genommen wurde. Der Dorstener wurde nach der Festnahme „wieder auf freiem Fuß“ gesetzt. Die Ermittlungen der Mordkommission Recklinghausen halten an. Die BILD-Zeitung schrieb, dass beide Messerstecher einen Migrationshintergrund haben.
Seit 2019 werden Tatwaffen wie Messer und andere Stichwaffen in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Im Jahr 2020 wurden im Bereich der Polizei Recklinghausen 265 Straftaten als „Messerstraftaten“ erfasst, 2019 waren es 280. In diesen 265 Fällen wurden bis einschließlich Dezember 2020 276 Tatverdächtige identifiziert. Im Jahr 2019 waren es 273. Für das laufende Jahr 2021 gibt es noch keine Zahlen oder Tendenzen (Quellen: DZ vom 27., 29., 30. Juli 2021; Siehe auch: Mordwerkzeug Messer).

Einbruch und Diebstahl in ein Wohnhaus. Auf dem Bakeler Weg brachen Ende Juli 2021  unbekannte Täter in ein Wohnhaus ein. Sie versuchten erfolglos, eine Terrassentür aufzubrechen, anschließend hebelten sie ein Schlafzimmerfenster auf. Daraufhin durchsuchten sie intensiv das Schlafzimmer. Auch andere Räume wurden durchsucht. Die Täter flüchteten offensichtlich über die Kellertür in unbekannte Richtung. Sie konnten Schmuck erbeuten.

Paar im Bürgerpark verprügelt und beraubt. Ende Juli 2021 hatte eine sechs- bis achtköpfige Gruppe im Bürgerpark Maria Lindenhof zwei 21-jährige Dorstener angegriffen. Der Attacke kurz nach Mitternacht waren verbale Streitigkeiten vorausgegangen. Die Unbekannten schlugen auf einen Dorstener ein und traten ihn auch noch, als er am Boden lag. Als ihm seine Begleiterin (21) helfen wollte, erhielt auch sie einen Schlag ins Gesicht. Dann stahl ein Täter der Dorstenerin den Rucksack und entkamen unerkannt. Nach diesem Vorfall hat es kurzfristig ein Treffen zwischen Vertretern der Polizei, dem Bürgerparkverein, Ordnungsamt, Jugendamt und dem Gastronomie-Betreiber Schaukelbaum am Dienstag gegeben mit dem Fazit: Kontrollen auch in den Abend- und Nachtstunden. Ausschreitungen habe es bislang nur auf der anderen Seite des Kanals in Höhe der Mercaden gegeben. Drei Vorfälle sind im Frühjahr 2021 bei der Polizei angezeigt worden. Ein Dorstener Facebook-User widersprach dem und nannte den Bürgerpark als „Hotspot für Eskalationen“: „Es gibt mit Sicherheit Fälle, die nicht angezeigt worden sind. Es würde wirklich helfen, wenn die Polizei speziell nachts einfach mal dort vorbeifahren würde.“ Eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung wird es nicht geben. Wer gegen Regeln verstößt, das Gelände verschmutzt oder Einrichtungen zerstört, der muss nach der Ankündigung der Behörden mit Bußgeldern rechnen. Eine Einschränkung der Besuchszeiten oder ein Verbot bestimmter Besuchergruppen im Park wird es vorerst nicht geben.

Bundesweite Festnahmen nach Betrug an Senioren, auch in Dorsten. Ermittlungserfolg im Kampf gegen eine bundesweit agierende Betrügerbande: Die Polizei hat einen 20-Jährigen und eine 31-Jährige aus Dorsten festgenommen. Ihnen wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug in vier bzw. elf Fällen vorgeworfen. Zwei der Taten erfolgten in Dorsten und in Haltern am See. Weitere fanden unter anderem in Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen statt. Der entstandene Schaden wird auf rund 96.000 Euro beziffert. Im Zuge der Festnahmen durchsuchten die Ermittler Mitte Juli 2021 außerdem drei Wohnungen in Dorsten. Dabei seien weitere Beweismittel gefunden worden. Die Ermittler stellten außerdem zwei Autos sicher mit dem Ziel der Vermögensabschöpfung, sollte es zu Verurteilungen kommen. Seit Februar 2021 ermittelt die Polizei verdeckt gegen die bundesweit agierende Gruppe. Die Bande soll vor allem ältere Personen abgezockt haben. Ihre Masche: Sie geben sich am Telefon als Polizisten aus und behaupten, nach einem Einbruch Personen festgenommen zu haben. Diese würden Zettel mit sich führen, auf denen Name und Adresse der Angerufenen stehen. Die falschen Polizisten gaben dann vor, bei der Eigentumssicherung zu helfen und fragten nach Bankkarten und PIN, Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen. Ein vermeintlicher Polizeibeamter würde die Wertsachen abholen. Wenig später erfolgten Geldabhebungen, entsprechende Einzahlungen und Überweisungen ins Ausland.

Einbruchsserie: Polizei sucht die Besitzer der Beute. Nach einem Einbruch in den Entsorgungsbetrieb Dorsten hat die Polizei Anafang Mai 2021 zwei mutmaßliche Täter aus Schermbeck geschnappt. Doch in ihrer Wohnung fanden sie noch mehr Beute. Es war wahrscheinlich nicht der erste Einbruch der beiden Männer (39 und 41). Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass die Gegenstände aus Einbrüchen z. B. in Garagen oder Keller stammen. Als Tatorte kommen Dorsten und Schermbeck, aber auch angrenzende Gemeinden in Betracht. Der Tatzeitraum erstreckt sich vermutlich von Anfang des Jahres 2021 bis Anfang Mai.

Mutmaßliche Serieneinbrecher festgenommen. Nach einer Serie von 27 Blitzeinbrüchen hat die Polizei im Juli 2021 mehrere Tatverdächtige festgenommen. Allein in Dorsten sollen sie seit Februar 2021 fünf Mal in Getränke- und Supermärkte eingebrochen sein.

Umfangreiche Ermittlungen führten zu drei Männern im Alter von 29 bis 54 Jahren. Die mutmaßlichen Einbrecher hatten es in erster Linie auf Zigaretten abgesehen, aber auch Spirituosen oder Rasierer ließen sie mitgehen. „Das Verfahren läuft wegen des Verdachts des schweren und gewerbsmäßigen Bandendiebstahls“, teilte die Polizei mit. Die drei Männer befinden sich in Untersuchungshaft. Außerdem nahm die Polizei zwei weitere Tatverdächtige fest, gegen die Haftbefehle in einem anderen, nicht näher genannten Zusammenhang bestanden. Vier der fünf Männer sind ohne festen Wohnsitz, einer ist in Düren gemeldet.

Unfallfahrer verursacht hohen Sachschaden und flüchtet zu Fuß. Bei einer Kollision mit einem geparkten Fahrzeug nachts auf der Barkenberger Allee in Höhe der Talaue hat ein Unbekannter im Juli 2021 einen Sachschaden in Höhe von 45.000 Euro verursacht. Der Verursacher flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Das Auto des Flüchtigen, laut Zeugenangaben ein hochwertiger Mercedes, war nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Der Unfallfahrer ließ es zurück und das Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Polizei stellte den Wagen sicher und leitete Ermittlungen ein.

 Mit einer Pistole ein Handy geraubt. Anfang Juli 2021 wurden zwei Männer aus Dorsten (60 und 61 Jahre alt) auf der Straße „Auf der Bovenhorst“ in der Nähe des Bahnhofs mit einer Schusswaffe bedroht. Ein Unbekannter forderte die beiden Männer auf, ihm ein Handy auszuhändigen. Das Handy hatten die Männer zuvor bei Aufräumarbeiten am Hauptbahnhof gefunden. Nachdem er das Handy erhalten hatte, fuhr der Mann mit einem Fahrrad in Fahrtrichtung Bahnhof davon.

 Nächtliche Schüsse auf die Gesamtschule Wulfen. An der Gesamtschule Wulfen haben unbekannte Täter Anfang Juli 2021 nachts mehrere Scheiben beschädigt. Nach bisherigen Erkenntnissen sind insgesamt zwölf Scheiben betroffen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. In den Scheiben sind kleine Löcher, die Täter haben demnach möglicherweise mit einer Luftpistole auf die Scheiben gezielt, hieß es in einer Mitteilung. Der entstandene Schaden liege bei mehreren tausend Euro.

Tankstellen-Überfall: 18-Jähriger festgenommen. Auf der Pliesterbecker Straße wurde Ende Juni 2021 eine Tankstelle überfallen. Der mutmaßliche Täter konnte festgenommen werden. Gegen 8.30 Uhr betrat ein junger Mann den Tankstellen-Shop, bedrohte eine Mitarbeiterin mit einem Messer und verlangte Bargeld. Anschließend lief er mit der Beute davon. Die Mitarbeiterin blieb unverletzt. Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte ein 18-Jähriger aus Dorsten gestellt und festgenommen werden.

Ein Schwerverletzter und eine Festnahme in Lembeck. Bei einer Auseinandersetzung an der Kreuzung Zur Reithalle/Rhader Straße wurde Anfang Juni 2021 eine Person durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. An der Auseinandersetzung waren drei Männer beteiligt: ein 24-jähriger Gladbecker, ein 49-jähriger Essener und ein 27 Jahre alter Mann aus Dorsten.  Im Verlauf der Auseinandersetzung verletzte der 27-jährige Dorstener den 49-Jährigen aus Essen mit einem Messer. Zu den Hintergründen des Streits gibt es noch keine Angaben. Am Tatort waren Blutflecken auf dem Boden zu sehen. Die Einsatzkräfte suchten vor Ort unter anderem im Straßengraben und in Gebüschen nach einer möglichen Tatwaffe. Der Dorstener Täter kam in Untersuchungshaft, die Mordkommission ermittelt.

Dorstener wurde ausgeraubt. Am Sölterner Landweg in Holsterhausen verlangten Anfang Juni 2021 drei unbekannte Männer im Alter von etwa 25 Jahren von einem 22-Jährigen die Herausgabe seines Kopfhörers. Nachdem er das verweigerte, schlug ihm einer der Täter ins Gesicht und entriss ihm die Kopfhörer. Nach weiteren Schlägen nahmen sie ihm das Bargeld ab. Anschließend flüchteten die Männer in Richtung Luisenstraße.

Terrorverdacht: Polizei durchsuchte Wohnung auch in Dorsten. Nach Verboten von Vereinen aus dem Hisbollah-Umfeld gab es Mitte Mai 2021 in mehreren Bundesländern Razzien. Nach Informationen der Dorstener Zeitung wurde auch eine Wohnung in Dorsten durchsucht, das wohl einzige Objekt im Kreis Recklinghausen. Wo sich die Wohnung befindet und ob es Festnahmen gab, wurde von der Polizei nicht angegeben. Laut Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums hat Bundesinnenminister Horst Seehofer am Morgen des Razzia-Tages die Betätigung der schiitischen Terrororganisation Hizb Allah (deutsch: „Partei Gottes“, auch „Hisbollah“) in Deutschland verboten. Die Durchsuchungen am Morgen, unter anderem in Dorsten, erfolgten wegen dieser Organisation „Hizb Allah“.  Zudem wurde das in Deutschland vorhandene Vermögen der Hizb Allah beschlagnahmt und zugunsten des Bundes eingezogen. Die Gruppierung „Hizb Allah“ nutzt Deutschland als „Rückzugs- und Rekrutierungsraum“, erklärte das Innenministerium. Sie sammele hier Spenden und bereite Anschläge vor (Quelle: DZ vom 20. Mai 2021).

60.000 Bienen und 30 Kilo Honig gestohlen. Ein ungewöhnlicher Diebstahl: Ein Unbekannter hatte Mitte Mai 2021 das mit einem Schloss gesicherte Stahlgitter des Bienenstandes eines Imkers in der Feldmark aufgebrochen und zwei Bienenvölker samt Honig mitgehen lassen: Insgesamt 60.000 Bienen und 30 Kilo Honig, bekannt als „Feldmärker Honig“. Die Sommerernte des „Feldmärker Honigs“, mit dessen Erlös auch die Arbeit der Ideenfabrik Stadtsfeld unterstützt wird, fällt damit aus. Hinzu kommen die Sachschäden und der Wert der erbeuteten Bienen und Materialien. Dazu Michael Klein in der Tagesglosse in der DZ vom 20. Mai (Auszug): „… Ich gönne Menschen ja nichts Schlechtes, stelle mir aber grad mit Schadenfreude vor, wie die erbeuteten Tiere dem Dieb … ein paar dicke Bienenstiche verpassen. Die gestohlenen Bienenstöcke des Imkers wurden aus dem Bürgerbudget der Stadtteilkonferenz Feldmark mitfinanziert. Deswegen hat die Bürger-Runde für Hinweise zur Ergreifung des Täters eine Belohnung in Höhe von 250 Euro ausgelobt. – Bienenfleißige Mitarbeiter eines Sanitätsdienstes haben dafür gesorgt, dass 3000 Euro an Spenden für neue Bienenstöcke gesammelt wurden. Von der Spendensumme wird auch der Bau von 50 Insekten-Hotels finanziert, die gemeinsam mit Kindern und Unterstützung der Dorstener Arbeit gefertigt werden,

16-Jähriger raubte zwei Handys. Mitte Mai 2021 kam es zu einem Raub am Europaplatz. Gegen 18 Uhr verlangten ein 16-Jähriger und eine unbekannte Frau das Handy eines 17-Jährigen. Der 16-Jährige schlug den 17-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, letztlich sogar mit einem Schlagstock, als dieser die Herausgabe seines Telefons verweigerte. Daraufhin händigte der 17-Jährige sein Handy aus. Gleiches verlangte der Tatverdächtige dann auch von einem anwesenden 13-Jährigen. Auch dieser übergab dem Tatverdächtigen sein Handy. Sodann warf  der 16-Jährige beide Telefone auf den Boden und floh, zusammen mit der Unbekannten, vom Tatort. Alle drei bekannten Jugendlichen kamen aus Dorsten.

Dorstener versuchte, in Dülmen einen alten Mann zu betrügen. Dank der aufmerksamen Mitarbeiter der Dülmener Sparkasse konnte Mitte Mai 2021 ein Senior vor Abzocke durch Betrüger geschützt werden. Die Bank meldete der Polizei, dass ein 83-jähriger Dülmener erschienen war, um  Geld für ein Immobiliengeschäft abholen zu wollen. Im Vorfeld war ein Betrag im fünfstelligen Eurobereich zur Übergabe mit den Unbekannten verhandelt worden. Gemeinsam mit der Polizei kehrte der Senior zu seiner Wohnung zurück. Im Laufe der folgenden fünf Stunden kam es zu mehreren Gesprächen mit den Betrügern. Dem 83-jährigen Dülmener wurde verboten, das Gespräch zu beenden, damit der Mann keinen Kontakt mit der Polizei aufnehmen konnte. Doch den gab es ja schon. Gegen 20 Uhr kam die Aufforderung, das Geld in eine Tasche zu packen und in einem nahe gelegenen Mülleimer zu deponieren. Dort konnte ein Geldabholer durch Polizisten festgenommen werden. Es handelte sich um einen 20-jährigen Mann aus Dorsten.

Dorstener (13 und 22) beschädigten reihenweise Autos in Hervest. In der Zechensiedlung in Hervest wurden in einer Nacht Anfang Mai 2021 viele Autos beschädigt. Die Warnung machte in der Nacht zu Mittwoch (5. Mai) zunächst in einer Dorstener Facebook-Gruppe die Runde: Vandalen waren zu später Stunde in der Hervester Zechensiedlung unterwegs. Nummerschilder wurden an Autos abgerissen, Reifen zerstochen entfernt und anderes begangen. Ein aufmerksamer Zeuge hatte einen 22-Jährigen und einen 13-Jährigen, beide aus Dorsten und trotz Ausgangssperre unterwegs, bei Sachbeschädigungen an Autos beobachtet. Noch in der Nacht wurden die beiden mutmaßlichen Täter von der Polizei festgenommen werden erwischt werden. Ihnen wurden zehn Straftaten zur Last gelegt. Der 22-Jährige musste im Polizeigewahrsam übernachten. Der 13-Jährige wurde den Erziehungsberechtigten übergeben.

Festnahmen nach Diebstahl von Baumaterialien. Die Polizei nahm Mitte April 2021 zwei Tatverdächtige nach einem Diebstahl von Baumaterialien an der Barkenberger Allee fest. Bei den beiden Personen handelt es sich um einen 29-Jährigen und einen 66-Jährigen aus Dorsten. Im Rahmen der Ermittlungen vor Ort konnten zwei weitere Tatverdächtige, eine 35-jährige Frau und ein 37-jähriger Mann, festgemacht werden. Beide kommen ebenfalls aus Dorsten. Die gestohlenen Materialien waren zuvor in den Kellerräumen der 35-jährigen Tatverdächtigen gesichtet worden. Die Polizei stellte das aufgefundene Diebesgut sicher. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.

„Corona-Schmierereien“: Staatsschutz der Polizei ermittelt. Bislang Unbekannten haben in der Nacht zu Freitag mehrere Graffiti-Schriftzüge an den Wänden von insgesamt vier Gebäuden am Wulfener Markt in Wulfen-Barkenberg hinterlassen, unter anderem an der Gesamtschule Wulfen, am Kindergarten und am Gemeinschaftshaus. Ein Teil der Gebäude befindet sich im städtischen Besitz. Im Gemeinschaftshaus befindet sich auch eine Außenstelle des Jugendamtes der Stadt. Die Stadt stellte Strafanzeige, denn für die Beseitigung der Schmierereien fallen einige Kosten an. Die Ermittlungen hat die Abteilung „Staatsschutz“ des Polizeipräsidiums Recklinghausen  aufgenommen hat. Denn einige Schriftzüge wiesen auf ein Online-Magazin hin, welches das aktuelle politische Corona-Geschehen zum Teil in Form von Verschwörungstheorien kommentiert.

Mann spricht in Holsterhausen Kinder an. Die Polizei sucht einen Mann, der wiederholt in Holsterhausen Kinder angesprochen hat. Anfang April 2021 wurde eine Siebenjährige auf einem Spielplatz an der Bernhardstraße angesprochen. Laut Polizei gab der Mann ihr etwas Geld und bot noch mehr an, wenn das Mädchen ihn berühre. Das Mädchen ging nach Hause und erzählte davon, ein Elternteil verständigte die Polizei. Einen Tag später ein acht Jahre altes Mädchen auf der Freiheitsstraße angesprochen. Der Mann fragte das Mädchen, ob es Geld verdienen möchte, konkretere Angebote soll er diesmal nicht gemacht haben. Das Mädchen lief nach Hause und informierte seine Eltern.

Nach einem illegalen Autorennen stellte die Polizei in Dorsten am späten Karfreitagabend 2021 zwei Autos sicher. Die beiden Fahrer (20 und 21 Jahre aus Schermbeck und Raesfeld) fuhren innerorts auf der Borkener Straße bereits mit überhöhter Geschwindigkeit. Am Ortsausgang beschleunigten sie dann auf erheblich überhöhte Geschwindigkeiten. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet. Neben den Fahrzeugen stellten die Polizeibeamten auch die Führerscheine sicher. Die beiden Raser wurden bei den flächendeckenden Kontrollen der „Raser- und illegalen Tuningszene“ ertappt, welche die Kreispolizei Recklinghausen auch 2021 anlässlich des so genannten „Car-Freitags“ durchführte.

Wulfener Seniorin fiel auf Trickbetrüger rein. Eine 84-jährige Wulfenerin erhielt im April 2021 einen Anruf von einer unbekannten Frau. Die machte ihr weis, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse deshalb sofort in Untersuchungshaft. Wie die Polizei berichtet, schaltete sich dann ein angeblicher Anwalt am Telefon ein und gab an, die Tochter würde freikommen, wenn eine Kaution gezahlt werde. Die Seniorin hob daraufhin mehrere tausend Euro von ihrem Konto ab und übergab – wie zuvor vereinbart – Bargeld und Schmuck an einen unbekannten Mann, der im Auftrag des angeblichen Anwalts unterwegs war. Der „Abholer“ wurde beschrieben: etwa 60 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 m groß, stabile Statur, dickliches Gesicht, ungepflegte Erscheinung, bekleidet mit einer Schirmmütze, dunkelblauer Jacke und Jogginghose, außerdem hatte er eine Männerhandtasche dabei.

Verkehrskontrollen im Bereich der Recklinghäuser Polizei. Mit Kontrollschwerpunkten in den Bereichen Herten, Dorsten und Bottrop wurden Anfang April 2021 im gesamten Zuständigkeitsbereich der Recklinghäuser Polizei bekannte Treffpunkte der Szene angefahren und kontrolliert. Die Kontrollen fanden in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk sowie den Kommunen Herten, Dorsten und Bottrop statt. Die Bilanz: 217 Fahrzeuge und 325 Personen wurden kontrolliert, es gab drei Strafanzeigen, 16 Ordnungswidrigkeiten (keine Betriebserlaubnis, Fahren unter Drogeneinfluss, 73 Verwarnungsgelder nach Geschwindigkeitsverstößen, vier Fahrzeuge wurden beschlagnahmt, zudem gab es vier Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.

Einbruch in Kita: Dorstener festgenommen. Ende März 2021 brach ein zunächst unbekannter Mann abends in eine Kindertagesstätte an der Talaue in Wulfen-Barkenberg ein. Der Unbekannte konnte zunächst flüchten, wurde dann aber aufgrund von Zeugenaussagen und weiteren Ermittlungen der Polizei aufgegriffen und vorläufig festgenommen. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 31-jährigen Dorstener.

 Gruppe attackierte zwei junge Männer in der Innenstadt. Zwei Männer aus Dorsten im Alter von 23 und 27 Jahren sind Ende März 2021 von einer Gruppe angegriffen und verletzt worden. Einer von ihnen so schwer, dass er ins Krankenhaus musste. Der Vorfall ereignete sich in der Gordulagasse in der Dorstener Innenstadt gegen 19 Uhr. Wie die Polizei berichtete, seien die beiden Männer zunächst geschubst worden. Anschließend habe die Gruppe auf die Männer eingeschlagen und getreten.

Polizei warnt vor „Enkeltrick“. Ein 85-jähriger Mann aus Dorsten-Hervest übergab einer Unbekannten am Ende März 2021 Bargeld an seiner Wohnungstür. Eine unbekannte Anruferin hatte sich zuvor als Tochter des 85-Jährigen ausgegeben und erklärt, dass sie einen Unfall verursacht habe. Sie bat ihn um Geld, das dann bei einem Notar hinterlegt werden könne. So würde die angebliche Tochter ihren Führschein behalten können. Dann wurde der Dorstener mit dem angeblichen Notar verbunden. Dieser erläuterte, dass seine Mitarbeiterin bei ihm vorbeikäme, um das Geld in Empfang zu nehmen. Sein Geld würde er zurückbekommen, sobald die Vollkaskoversicherung den entstandenen Sachschaden übernehme.

Raub auf Tankstelle an der Borkener Straße. Ein unbekannter Mann, etwa 20 bis 27 Jahre alt, betrat Ende März 2021 den Verkaufsraum einer Tankstelle an der Borkener Straße. Er bedrohte den Mitarbeiter der Tankstelle mit einem Messer und forderte das Bargeld aus der Kasse. Das Geld sollte er in einen Stoffbeutel legen. Mit der Beute flüchtete der Unbekannte dann in Richtung Skatepark.

Gruppe junger Männer attackiert zwei Jugendliche. Eine größere Gruppe junger Männer hatte an einem Sonntagnachmittag im Februar zwei 17-jährige Jugendliche am Einkaufszentrum Mercaden am Westwall aus bislang noch unbekannten Gründen aufs Übelste attackiert. Einer der beiden Opfer wurde schwer verletzt, der andere kam mit leichteren Blessuren davon. Außerdem wurde dieser Jugendliche mit einer Pistole bedroht. Ob es zu verbalen Provokationen gekommen ist oder der Angriff aus heiterem Himmel erfolgte, konnte die Polizei nicht sagen. Tage später ermittelte die Polizei drei Tatverdächtige aus Dorsten. Zwei waren 15 Jahre alt, einer 16. Bei einer Wohnungsdurchsuchung durch die Ermittler wurde eine Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt. Die Angreifergruppe soll etwa 20 Personen stark gewesen sein, auch die beiden 17-Jährigen sollen einer Gruppe angehört haben.

Zwölfjähriger an Bushaltestelle Lippetor bedroht. Ein zwölfjähriger Dorstener war Anfang  März 2021 gegen Abend von einem unbekannten Jungen mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe von Geld aufgefordert worden. Der Dorstener stand an einer Bushaltestelle am Lippetor, als zwei unbekannte Jungen aus einer fünfköpfigen Gruppe heraus auf ihn zukamen. Einer der beiden soll dann ein Messer gezogen haben, während der Zweite ihn geschubst und geschlagen habe. Der Junge konnte in einen nahegelegenen Verbrauchermarkt fliehen. Die beiden Tatverdächtigen verfolgten ihn zunächst, ließen dann aber von ihm ab und entfernten sich in unbekannte Richtung. Der Zwölfjährige wurde durch die Schläge leicht verletzt. Die beiden Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben: Jugendlicher/junger Erwachsener, dunkle Hautfarbe, dunkle Locken, rote Jacke mit schwarzer Aufschrift, schwarze Hose mit weißer Aufschrift, weiße Schuhe. Der andere: Jugendlicher/junger Erwachsener, dunkle Hautfarbe, dunkle Locken, braune Jacke mit roten Streifen, schwarze Hose.

Betrüger gab sich am Telefon als Krankenhaus-Arzt aus. Trickbetrüger haben sich eine neue Masche ausgedacht: Sie geben sich als „Dr. Weber“ oder „Professor Weber“ vom St. Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten aus. Am Telefon behaupten sie, Angehörige der Angerufenen befänden sich in der Klinik und seien schwer an Covid-19 erkrankt. Gefolgt von der Forderung, die notwendige Behandlung zu bezahlen. Der KKRN-Klinikverbund warnte am Montag bei Facebook vor den betrügerischen Anrufen. Am Dienstag folgte eine Pressemitteilung. Man fordere generell keine Zahlungen am Telefon. In Lembeck erbeuteten Betrüger im Februar mit dieser Masche eine von der Polizei nicht näher genannte Summe Bargeld. Eine 82-Jährige war von einem falschen Arzt angerufen worden, ihre Tochter sei lebensgefährlich an Covid-19 erkrankt und benötige teure Medikamente. Dazu benötige man Bargeld. Auch eine Familie aus Gahlen bekam so einen Anruf. Der Anrufer stellte sich als Professor Weber vor und sagte, dass er mitteilen müsse, dass die Tochter zusammengebrochen sei, sich im Krankenhaus befände und Corona hat. Als misstrauisch Rückfragen gestellt wurden, war das Telefonat schnell beendet.

Dorstener soll fünffachen Familienvater in Fulda getötet haben. Dorstener beobachteten am 16. Februar geschockt, wie hart die Polizei bei der Festnahme eines 37-jährigen Dorsteners auf der Autobahn 31 im Bereich der Ausfahrt Holsterhausen im Einsatz war. Ein Spezialkommando umzingelte bewaffnet den Pkw eines Dorsteners und schlug eine Scheibe ein, um den Insassen aus dem Fahrzeug zu holen. Diese Meldung, allerdings ohne den Festnahme-Ort zu nennen, es hieß lediglich „im Ruhrgebiet“, ging durch die TV-Nachrichtensender. Die Gründe für den spektakulären Zugriff, der durch einen Auffahrunfall von der Polizei herbeigeführt worden war, gab die Staatsanwaltschaft Fulda anderntags bekannt. Demnach soll der 37-jährige Dorstener syrischer Herkunft dringend tatverdächtig sein, am 15. Februar einen 41-jährigen Mann frühmorgens um 4,45 Uhr in Fulda mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Auf Anfrage der „Dorstener Zeitung“ berichtete die „Fuldaer Zeitung“, dass der 41-Jährige Syrer in Fulda 2015 als Flüchtling ins Land gekommen sei. Er habe sich gut integriert, Deutsch gelernt und seine Familie mit fünf Kindern nachkommen lassen. Tätig war das Opfer in einer Bäckerei, zu der es im Auto frühmorgens unterwegs war. Die Ermittlungsbehörden gaben dann bekannt, dass sich Täter und Opfer wohl kannten und das Motiv für die Bluttat im persönlichen Bereich liegen könnte. Ein Zeuge hatte sich bei den Behörden gemeldet und den entscheidenden Hinweis auf den Mann aus Dorsten gegeben. Er war bei seinem Aufenthalt im hessischen Fulda gesehen worden. Daher nahm das Polizei-Spezialkommando den Dorstener an der Autobahnabfahrt Holsterhausen fest. Ein Haftrichter in Fulda erließ Haftbefehl wegen Mordes gegen den Tatverdächtigen. Weitere Angaben gab es nicht (Stand: 19. Februar; Quelle: Claudia Engel in DZ vom 17. und 18. Febr. 2021).

Polizei nimmt falschen Polizisten fest. Ein 79-jähriger Mann aus Holsterhausen bekam Mitte Februar einen Anruf von einem „falschen Polizeibeamten“. Der Senior hatte zwar Zweifel, ließ sich dann aber überzeugen und legte tatsächlich – wie vereinbart – eine Tüte mit Bargeld und Bankunterlagen vor dem Haus ab. Später sah er, wie eine Person offensichtlich die Sachen suchte. Der 79-Jährige ging daraufhin selbst raus. Als er gerade die Wertsachen an sich nahm, wurde er von dem Unbekannten umgestoßen. Der Täter schnappte sich die Tüte und lief weg. Auf der Flucht verlor er einen Großteil der Beute. Dank einer guten Beschreibung und der sofortigen Alarmierung der Polizei konnten die Beamten noch in der Nähe einen Tatverdächtigen festnehmen. Der 20-Jährige aus Marl wurde mit zur Wache genommen. Der junge Mann wurde noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt, worauf dieser dann auch sofortige U-Haft anordnete (DZ).

Spektakuläre Blaulicht-Verfolgungsfahrt endet an einer Laterne. Eine Verkehrskontrolle wegen zu schwacher Fahrzeugscheinwerfer artete Anfang Februar zu einer spektakulären Verfolgungsfahrt aus. Sie begann an der Halterner Straße, führte über das Gemeindedreieck Richtung Innenstadt, über die Brücken und an der Crawleystra0e zurück nach Hervest, wo der zu Entkommen versuchte Autofahrer an einen Laternenmast am Kreisverkehr Halterner Straße/Joachimsstraße fuhr. Es entstand ein Schaden von 24.000 Euro. Als die Polizei den BMW des 30-jährigen Dorstener Fahrers durchsuchte, fand sie eine Schreckschusswaffe und Reizgas. Der Dorstener hatte dafür keine Erlaubnis. Dazu mehrere Kilo unversteuerten Shisha-Tabak und eine größere Summe Bargeld. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Einen gültigen Führerschein besitzt er auch nicht (Quelle: DZ vom 4. Februar 2021).

Vier junge Männer beim Einbruch festgenommen. Im Januar wollten am späten Samstagnachmittag am Wulfener Markt vier junge Männer in ein Gebäude einbrechen. Einem aufmerksamen Mitarbeiter eines Wachschutzes gelang es, die vier Männer auf frischer Tat anzutreffen und nach kurzer Verfolgung auch zu stellen. Polizeibeamte durchsuchten dann die jungen Männer und stellten die Personalien fest. Die Tatverdächtigen sind zwischen 18 und 21 Jahre alt und kommen aus Datteln. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Brand wurde vorsätzlich gelegt. Der Brand Mitte Januar 2021 in einem Mehrfamilienhaus an der Borkener Straße in Holsterhausen wurde offenbar mutwillig gelegt. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Bewohner mussten teils über Leitern gerettet werden. Verletzt wurde niemand. Als die Feuerwehr eintraf, hatten sich bereits mehrere Bewohner an der Vorderseite des Brandhauses auf einem Vordach vor dem beißenden Rauch in Sicherheit gebracht. An der Rückseite des Gebäudes befanden sich ebenfalls Personen, genauso im stark verrauchten Treppenhaus und in einigen Wohnungen. Nachdem alle Personen in Sicherheit waren, löschte die Feuerwehr den Brand im Keller. Betroffen waren insgesamt elf Personen, die vor Ort von einem Notarzt und Rettungssanitätern betreut wurden. Ins Krankenhaus musste niemand. Im Einsatz befanden sich neben der hauptamtlichen Wache die Löschzüge Hervest I und Wulfen. Weil so viele Personen betroffen waren, gab es Unterstützung aus der Nachbarschaft: Auch ein Rettungswagen der Feuerwehr Marl war am Einsatzort sowie weitere Rettungswagen der Johanniter aus Schermbeck.

Polizei fasste Tatverdächtigen. Nach dem Einbruch in einen Container im Bürgerpark Dorsten waren Veranstaltungstechnik sowie Werkzeuge gestohlen worden. Schaden: 12.500 Euro. Die Polizei konnte den Täter im Januar 2021 überführen. Ein 44-jähriger Dorstener steht im Verdacht, in der Nacht zum 29. Juni den Container am Amphitheater aufgebrochen und unter anderem die für das dortige Kulturprogramm genutzte Musikanlage gestohlen zu haben. Ein Teil der unversicherten Beute konnte die Polizei bei einer Durchsuchung sicherstellen. Die Ermittlungen dauern an.

Falsche Polizisten hoben Geld auch in Dorsten ab. Mehrfach riefen Betrüger Ende Januar 2021 bei einer 85 Jahre alten Frau in Nottuln-Appelhülsen. Sie gaben sich als falsche Polizisten aus und erzählten von Einbrüchen in der Nachbarschaft. Dabei redeten sie laut Polizei „massiv auf die Frau ein und setzten sie emotional unter Druck“. Es gelang ihnen, am Telefon an die PIN der 85-Jährigen zu kommen, die später die dazugehörige EC-Karte an der Tür einer unbekannten Frau übergab. Noch am selben Tag begannen die Täter bei verschiedenen Bankfilialen in Marl und Dorsten Geld abzuheben, insgesamt eine fünfstellige Summe.

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