Kinderspielplätze

„Spielplatzpaten“ sollen sich ehrenamtlich um Sauberkeit kümmern

Spielplatz an der Breslauer / Ecke Antoniusstraße in Holsterhausen; Foto: Wolf Stegemann

Spielplatz an der Breslauer Straße / Ecke Antoniusstraße in Holsterhausen; Foto: Wolf Stegemann

In Dorsten gibt es rund 150 Spielplätze. Die sind nicht immer in einem guten Zustand. Sandkästen sind oft zugewuchert, der Sand verschmutzt und mit Scherben durchsetzt, Spielgeräte defekt. Die Stadt kontrolliert die Plätze, reinigt sie auch, doch durch die klamme finanzielle Situation der Stadt eben nicht gründlich genug. Daher sucht die Stadt so genannte „Spielplatzpaten“, die sich ehrenamtlich um die Sauberkeit der städtischen Kinderspielplätze kümmern sollen. Mit Stand Mitte 2016 hat die Stadt nicht einmal zehn solcher ehrenamtlichen „Spielplatzpaten“ finden können. Das Suchen nach ihnen ist natürlich ein zähes Unterfangen, weil wegen der genannten finanziellen Situation der Stadt mittlerweile allzu viele Dienste, zu denen die Stadt verpflichtet ist, als Ehrenamt auf Bürger abgewälzt wurden und werden. Der „Spielplatzpate“ kann nach Ansicht der Stadt den Platz im Auge behalten und Auffallendes  melden. Er kann sich aber auch selbst um den Platz und die Spielgeräte kümmern und auch Nachbarschaftsfeste dort veranstalten.

Jährlich 43.000 Euro für die Pflege von 150 Spielplätzen

Die „Dorstener Zeitung“ hat Ende Juli 2016 eine Liste von Fragen an die Stadt zusammengestellt, sie eingereicht und beantwortet bekommen. Daraus geht hervor, dass Mitarbeiter des Grünflächenamtes die Spielplätze einmal wöchentlich einer Sichtkontrolle unterziehen und Müllbehälter ausleeren. Alle drei Monate findet eine genauere Kontrolle statt. Etwa zehnmal jährlich wird der Rasen geschnitten und Hecken bei Bedarf sowie Geräte repariert. Dafür stehen der Verwaltung nach dem Haushaltssanierungsplan 2012/16 Haushaltsmittel zur Verfügung. 2011 waren es noch 587.490 Euro, ein Jahr darauf nur noch 362.316 Euro. Durch Stilllegung einiger der 135 Spielplätze sollen nun Ausgaben eingespart werden. Denn für die Pflege der Spielplätze sthen der Stadt jährlich nur 43.000 Euro zur Verfügung. Aus aufgegebenen Spielplätzen werden entweder Grünanlagen gemacht oder sie werden als Bauland verkauft. Noch 2016 wurde eine Bestandsaufnahme und danach ein Spielplatzbedarfsplan erstellt.

Stadt will Spielplätze schließen um Geld zu sparen – Plan steckt fest

Die Stadt wollte Spielplätze schließen, hat aber Probleme damit. Eigentlich wollte sie mit ungenutzten Spielplätzen Geld sparen und einnehmen. Bis Ende 2016 sollten dadurch 120.000 Euro in die Stadtkasse fließen. Doch das Vorhaben hakte. Inzwischen wurde die Summe auf rund 35.000 Euro nach unten korrigiert. Dennoch konnte bisher noch kein einziger Cent gespart werden, heißt es. Das Problem: Der Bedarfsplan sei zwar fertig, wird aber immer noch in Arbeitsgruppen in den einzelnen Stadtteilen beraten. Doch die Stadtverwaltung kam mit der Erstellung des Spielflächenbedarfsplans trotz mehrerer Anläufe nicht voran. Daher soll jetzt ein externes Büro mit der Erstellung beauftragt werden. Die Ausschreibung dazu ist im Mai angelaufen. Die Unterhaltungskosten für insgesamt 135 Spielflächen in der Stadt sind der Verwaltung zu hoch. Es muss eingespart werden. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat.


Quelle:
V. Tünte: „43.000 Euro für die Pflege von Spielplätzen“ in DZ vom 30. Juli 2016. – Radio Vest, 15. Februar 2017.

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