Goeritz, Rüdiger

Der Wahldorstener setzt sich künstlerisch mit der Natur auseinander

501-Göritz-WAZ-HeegerGeboren 1945 in Berlin; Künstler. – Wer ihn vom Ansehen nicht kennt, der kennt seine Werke. Denn Rüdiger Göritz zeigte (und zeigt) seine Bilder, die in unterschiedlicher Machart entstanden sind, zusammen mit anderen Künstlern jahrelang im Kunst-Schaufenster der Kloster-Apotheke in der Lippestraße.

Mitglied der Künstlergruppe „werkstatt“ in Gelsenkirchen-Buer

g-goeritz-ruedigerDer Wahl-Dorstener machte 1998 mit seinem flirrenden Collagen-Zyklus „Weide-Zaun-Pfähle“ den Anfang. 2010 setzte er seine Ausstellungstätigkeit im Kunst-Schaufenster mit „Dorstener Erscheinungen“ fort. Fotografisch und digitalisiert verfremdet, schuf er auch mit Hilfe von Fantasie und Bildbearbeitungsprogrammen Geister und Dämonen mit schaurigen Gesichtern die einmal vielleicht ganz normale Muschelgehäuse im Sand der Ostsee gewesen waren oder Baumrinden in Lembeck. – Rüdiger Goertz, gelernter Schriftsetzer, folgte neben seiner beruflichen Tätigkeit als späterer Druckereibesitzer in Gelsenkirchen seit 1972 seinem Drang, Kunst zu machen und zu gestalten. In seinen Zeichnungen, Materialdrucken, Objekten und Fotomontagen setzte er sich mit der Natur auseinander. Kontakte zur Gelsenkirchener Kunstszene entwickelten sich über den Halfmannshöfer Rolf John, über Kurt Janitzki und Rolf Feddern. Durch den Letztgenannten lernte er 1976 Many Szejstecki kennen, der ihn für die in Buer angesiedelte Künstlergemeinschaft „werkstatt“ gewann, deren Mitglied er bis 1985 war. Die „werkstatt“ wurde 1976 von fünf Künstlern als Arbeits- und Ausstellungsgemeinschaft gegründet. Seitdem hatte die Gruppe wechselnde Mitglieder. g-goeritz-aktuelles-bildSeit 1980 gibt sie zahlreichen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke der Öffentlichkeit vorzustellen. In zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen stellte Rüdiger Göritz seine Bilder aus: u. a. in der Galerie des Bürgerhauses in Castrop-Rauxel (2001), Atelier Glasmeier Gelsenkirchen-Buer (2002), Torhaus Rombergpark Dortmund (2003), Städtisches Museum Buer, Kulturhalle Neukirchen-Vluyn (2004), Technologie-Zentrum Ecotextil Bochum (2005), Städtisches Museum Gelsenkirchen Buer, Schloss Brake Lemgo (2006), Künstlersiedlung Halfmannshof Gelsenkirchen, Kunsthalle Emden  (2009) sowie im Bischöflichen Generalvikariat Essen, in der Städtischen Kunsthalle Recklinghausen, in den Volkshochschulen Dorsten und Herne, in Galerien in Saarbrücken, Worpswede und Delmenhorst. Auch gehörte Goeritz zu den kreativen Mitmachern Dorstener Beiträge zur „Kunsthauptstadt Essen 2010“: Am „Gahlenschen Kohleweg“ stehen seit 2010 Verkehrsschilder, die auf das Vorkommen von „Halden-Berggeistern“ hinweisen.

Goeritz’ Kunst  im Postkarten-Format und im Internet

In blaue Parkas hüllte Rüdiger Goeritz drei 200 Jahre alte Porträtbüsten und umrankte sie digital mit Pflanzen-Funden von seinen Spaziergängen. Mit diesen Metall-Unikaten im Postkarten-Format beteiligte sich Rüdiger Goeritz Ende 2013 an der Ausstellung einer Galerie bei Vancouver in Kanada. Ausgeschrieben hatte die RAG in British Columbia für ihre Ausstellung vom 17. November bis zum 6. Januar 2014 das Thema „Memory“ – zwar im konventionellen Postkartenformat, jedoch als Unikate. Goeritz entschied sich für zwei Millimeter starke Metallkärtchen, auf der Rückseite beschriftet und frankiert. Im Internet zeigt er seine Kunst und stellt regelmäßig neue digital angefertigte Werke vor.


Siehe auch:
Künstler, bildende

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