Ekel

Bauerschaft im Süden der Stadt - 1975 teilweise Dorsten eingemeindet

Ein Teil der Kirchhellener Bauerschaft Ekel kam bei der kommunalen Neugliederung NRW 1975 zu Dorsten. Nach Erledigung einer Klage vor dem Verfassungsgerichtshof NRW wurden die am 1. Januar 1975 an die Stadt Dorsten abgetretenen Gebietsteile der Bauerschaft Ekel mit Wirkung vom 1. Juli 1976 endgültig an Dorsten abgetreten. In diesem Gebiet lebten damals etwa 450 Einwohner. So kam auch die Siechenkapelle eindeutig zu Dorsten. 1717 behauptete der damalige PFarrer in Kirchhellen in einem Visitationsbericht, dass sie ursorpnglich zu seinem Pfarrbezirk gehört habe.

Nie gebaut: Zeichnung Kirche in Ekel

Als Dorsten in französischer Zeit durch Napoleon Mairie wurde, gehörte Ekel ab 1811 zum Verwaltungsbeuzirk Dorsten. In der anschließenden preußischen Zeit hatte Bottrop und Osterfeld mit Wilhelm Tourneau einen Bürgermeister, unter dessen Führung sich sein Amtsbezirk durch Gebietsvergrößerungen zu einer blühenden Landgemeinde entwickelte. Auf seine Initiative hin wurde die Bauerschaft Ekel, bis dahin zu Dorsten gehörig, 1819 Kirchhellen (Bottrop) zugesprochen. Etymologisch ist das Wort Ekel eine Zusammensetzung aus Eke (Eiche) und Loh (Hain), das den besonderen Charakter der Landschaft kennzeichnet. Die alten Höfe in Ekel waren aufgeteilt in den „nördlichen Hügel Kirchhellens, „Nordhellen“, und in den südlich gelegenen „Kirchen-Hügel“ (Kirchhellen). Auf dem 1975 nach Dorsten gekommen Gebiet standen bzw. stehen die Höfe Terwellen (Gennen de borcow, Ombeck), Schulte Ekel (Jo de eclo), Pelzer (christine de eclo), Hemsing (vyle), Hoffterheide (gesede beichusen), später Wolter Breill. In dessen Nähe steht die bekannte barocke Kreuzigungsgruppe aus Sandstein aus dem Jahre 1711. In der Umgebung des Hofes hatte der berüchtigte Menschenfresser Franz Wahrmann sein Unheil getrieben, der 1699 in Dorsten zum Tode durch die mittelalterliche Hinrichtungsart des Vierteilens verurteilt wurde.

Siehe auch: Barocke Kreuzigungsgruppe
Siehe auch: Menschenfresser Franz Wahrmann
Siehe auch: Siechenhaus

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