Delphin-Schwimmverein

Schwimmkurse für Anfänger, Fortgeschrittene und Leistungssportler

“Delphin”-Schwimmerinn (vorne) in Aktion; Foto entnommen der Vereins-Homepage

Der Schwimmverein „SV Delphin“ Dorsten wurde im Jahre 1971 im Dorstener Freibad gegründet. Gründungsvorsitzender war Leopold Vennemann (†) und sein Vertreter Klaus Ludes (†). Die Geschäfte führte Herbert Pauli, die Kasse Günter Bergemann. Die ersten Trainer im Freibad hießen Erhard Grütz, Egon Albrecht, Heinz Brändel und Dieter Birkemeyer, und mit dem jungen Verein ging es schnell und steil bergauf. Eine wesentliche Rolle spielte dabei das Dorstener Hallenbad, das nur ein Jahr nach Gründung des SV Delphin entstand. Dienstags und donnerstags gehörte das Bad fürs Training dem Verein, der schon bald 500 Mitglieder zählte. 1973 erlebten die „Delphine“ dann gleich mehrere Premieren: erste Teilnahme an Bezirksmeisterschaften, erste Vereins- und schließlich auch noch Stadtmeisterschaften. Mit dem ersten selbstbestimmenden Jugendrat wurde der SV Delphin zudem organisatorisch zum Vorbild für viele andere Vereine im Schwimmbezirk Nordwestfalen und darüber hinaus. Unter Leitung des städtischen Schwimmmeisters Heinz Brändel und des Berufsschulleiters Egon Albrecht entstand 1976 eine Springer-Abteilung. 1980 gründet der Verein die erste Gymnastikgruppe für Senioren und zwei Jahre später konnte der Verein auf dem Gelände des Freibades sein neu gebautes Vereinsheim einweihen. Sportlich ragt in diesen Jahren die Bezirksmeisterschaft der 4 x 200-m-Delphinstaffel mit Jörg Wacke, Heiko Tewes, Bernd Fragemann und Ingo Tewes heraus. Die nächsten einschneidenden Veränderungen für das Vereinsleben bringen den „Delphinen“ dann die 1990er-Jahre.

Jüngstem Nachwuchs Gelegenheit zum Wettkampf geben

1990 schlossen sich die Triathleten des GSC Wulfen als TriDucks dem Schwimmverein an und richteten gleich den ersten Dorstener Triathlon aus. Ein Jahr später gab es dann an der Vereinsspitze einen Generationenwechsel. Leopold Vennemann und Günter Bergemann gaben ihre Posten nach 20 Jahren ab. Vennemann wurde Ehrenvorsitzender und Bergemann Ehrenmitglied. Ihre Nachfolge traten Dieter Birkemeyer als Vorsitzender und Brigitte Esser als Kassiererin an. Zu einer echten Institution wurde auch das Shortyschwimmen, das der SV Delphin 1993 aus der Taufe hob. Die Idee, gezielt dem jüngsten Nachwuchs Gelegenheit zum Wettkampf zu geben, lockte bis heute – mit bitterer Corona-Zwangspause im Epidemie-Jahr 2020 – unzählige junge Schwimmer und Vereine an. Doch so erfolgreich der SV Delphin war und ist, Dorstens Bäder wurden Ende der 90er-Jahre aufgelöst. Die Bäderlandschaft in der Lippestadt gerät in Bewegung – und mit ihr die „Delphine“. Im August 2000 wurde der Grundstein für das Freizeitbad Atlantis gelegt, im Mai des Folgejahres rissen die Bagger mit dem alten Freibad auch das Vereinsheim des SV Delphin ab und Anfang April 2002 bestritten Dorstens Schwimmer ihr letztes Training im Hallenbad Maria Lindenhof.

50-jähriges Vereinsjubiläum wird wegen Corona erst 2022 gefeiert

Der Umzug ins Wulfener Hallenbad kostete den Verein viele Mitglieder aus Stadtteilen wie Altendorf-Ulfkotte, Hardt oder Feldmark. Doch neue Mitglieder kamen aus Wulfen, Lembeck und Rhade dazu. Allerdings stand  unterm Strich ein Mitglieder-Minus von 150. Auch das Projekt eines neuen Vereinsheims auf dem Freibadgelände konnte wegen der Insolvenz des Bad-Investors nicht realisiert werden. Da taten sportliche Erfolge wie die WM-Teilnahme von Triathlet Heiko Tewes oder die Berufung von Jeanette Dietrich ins „Talentteam Olympia 2012“ besonders gut. Auch einen neuen Jugendraum fand der Verein 2008 dank Jugendwart Nicolas Wagner im evangelischen Gemeindezentrum Holsterhausen. 2011 starb Vorsitzender Dieter Birkemeyer. 2013 wurde Jürgen Michalski zu seinem Nachfolger gewählt. 2021 hätte der Schwimmverein Delphin sein 50-jähriges Bestehen feiern könne. Wegen der Corona-Krise findet die Jubiläumsfeier erst 2022 statt.

Siehe auch: Hallenbad Dorsten
Siehe auch: Atlantis-Erlebnisband
Siehe auch:  Bäder (Essay)
Siehe auch: Leopold Vennemann
Siehe auch: Freibad in Holsterhausen


Quelle: Nach Andreas Leistner in der DZ vom 12. Juni 2021

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