Wesener, Franz

Medizinalrat und Leibarzt des Fürstabtes in Werden

1762 in Holsterhausen bis 1817 in Werden an der Ruhr; Stadt- und Landmedikus. – Er war Schüler des Gymnasiums in Dorsten in den Jahren 1774/78 und seit 1777 Inhaber einer Vikarie auf dem Schloss Lembeck. Sein Vater war der von Recklinghausen nach Dorsten zugezogene Constantin Joseph Wesener, seine Mutter dessen zweite Frau, Bernhardina Becker, deren Vater Chirurg in Dorsten war. Der Vater, der 1792 in Dorsten als Rentner starb, war seit etwa 1745 Rentmeister und Verwalter der Herrschaft Hagenbeck im Kirchspiel Holsterhausen, die den Grafen von Merveldt gehörte. Franz Anton Wesener hatte noch sieben Geschwister, darunter sechs Schwestern, von denen Elisabeth die letzte Äbtissin des Franziskanerinnenklosters Marienhof in Rhynern bei Hamm war. Sein einziger Bruder, Christoph Wesener, begründete den Borkener Ast der Familie. Nach dem Studium der Medizin von 1781 bis 1785 an der Universität Duisburg, das er mit der Dissertation „De susurru aurium“ abschloss, ließ er sich als Arzt in Werden nieder. Er heiratete 1787 die Dorstenerin Maria Bernhardina de Weldige-Cremer (1756 bis 1838), deren Vater Stadtschreiber in Dorsten war, und begründete mit ihr den Werdener Familienast. Franz Anton wurde fürstabteilicher Medizinalrat und Leibarzt des Fürstabtes Bernhard und später königlich-preußischer Stadt- und Landmedikus in Werden. Das Ehepaar hatte drei Töchter und einen Sohn namens Maria Alexander, der Wasserbauinspektor und Geheimer Regierungsrat in Minden wurde. – Franz Anton Wesener starb 1817 in Werden.

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