Voss, Tobias

Thai-Boxer besiegte den fünffachen Weltmeister - 2015 Weltmeister

Geboren 1992 in Dorsten; Profi-Boxer (Cruisergewicht). – Er wuchs in Dorsten auf, machte in Schermbeck das Abitur und studiert in Duisburg Politikwissenschaft (Stand 2012). Seine Amateurbilanz betrug 24 Kämpfe davon 24 Siege; 18 Kämpfe gewann er durch K.o.

Tobias Voss; Foto: Ralph Pieper

Tobias Voss, Weltmeister im Kickboxen; Foto: Ralph Pieper

Am Anfang seiner Box-Laufbahn stand in Dorsten das Thaiboxen, bei dem er auf sich aufmerksam machte, indem er mehrere hoch favorisierte Gegner bezwang. So gewann er im Finale der deutschen Amateurmeisterschaften gegen den weitaus favorisierten René Lemke durch technisches K.o. Ab  Juli  2011 trägt er zudem den Titel King of Riad, da er Abus Magomedov im Riad Rumble schlug. Im September 2011 besiegte Tobias Voss Güven Güden nach einem 5-Runden-Kampf um den deutschen Pro-Am-Meistertitel im K1 nach dem Regelwerk des DKKV und im Oktober 2011 besiegte Voss den fünffachen Weltmeister der WKA, Daniel Dörrer, und gewann damit den deutschen Pro-Am-Meistergürtel im Muay Thai. Im Januar 2012 wurde er deutscher Meister im Muay Thai nach Version der WKN und verteidigte damit seinen Titel. Sein Profi-Debüt bestritt der 1,87 Meter große Voss erfolgreich im April 2011 gegen den erfahrenen Juri Zizer, welcher bereits vier Profikämpfe aufweisen konnte. Voss dominierte den Kampf über die volle Distanz und gewann souverän. Im Februar 2012 unterlag Voss dem mehrfachen Kickbox-Weltmeister Denis Liebau und erfuhr somit seine erste Niederlage durch Aufgabe seiner Ecke in der ersten Runde. Im Juni 2013 wird Tobias (Tobi) Voss in München um den Weltmeistertitel im Kickboxen (K1) kämpfen. Gegner wird wieder Daniel Dörrer (Karlsruhe) sein, den er 2011 in Dorsten besiegen konnte.
Tobias Voss verlor Ende Oktober 2014 den Kampf um den vakanten Weltmeistertitel des Verbands IPTA gegen Ismail el Brouzini vor rund 700 Zuschauern in der Juliushalle. Er ging nach Berlin, kehrte aber kurz vor Jahresende 2015 nach Dorsten zurück, um wieder für die Workers Hall in den Ring zu steigen. Im Oktober 2015 holte Tobias Voss den ersten Weltmeistertitel im Kickboxen nach K1-Regeln für seinen Heimatverein, die Workers Hall Dorsten. Gegner Daniel Dörrer musste nach einer Runde verletzt das Handtuch werfen.

Oktober 2017 Prozess in Essen: Raub, Erpressung und Menschenraub

Der ehemalige 25-jährige Kickbox-Weltmeister aus Dorsten wurde Anfang März 2017 nach einer folgenschweren Schlägerei verhaftet und nach Anklageerhebung im Mai aus der U-Haft wieder entlassen. In der Anklageschrift wird dem Profiboxer gefährliche Körperverletzung, schwerer Raub und erpresserischer Menschenraub zur Last gelegt. Das Opfer, ein Bekannter des Beklagten, erlitt einen Kieferbruch. Der Boxer und seine Freundin (24) sollen ihr Opfer in dessen Wohnung gebracht, gefesselt und Schutzgeld gefordert haben. Von 5000 Euro ist die Rede, zahlbar in Raten von 150 Euro. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, soll das Duo den verletzten Mann verbal eingeschüchtert und ihm einige Haare abgeschnitten haben. Später lösten sie die Fesseln und verließen die Wohnung, so die Anklageschrift. Die „Dorstener Zeitung“ schreibt, dass der Manager von Tobias Voss, Marco Rolof, äußerst schockiert sei. Rolof arbeitet seit rund 18 Monaten mit Voss zusammen und wollte ihn als „smarten Boxer“ profilieren. Rolof ist auch Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung und holte sein Box-Schützling und Studenten der Politikwissenschaften 2016 als Mitgliederbeauftragten in den Vorstand. Der Trainer von Tobias Voss, Sebastian Louven, äußerte sich gegenüber der Lokalzeitung  zurückhaltend. Im März sollte der Profiboxer in Gescher antreten, im April war ein Interkontinental-Kampf in Slowenien geplant. Im vergangenen Jahr stand er nach einer Online-Abstimmung in der Endrunde der Wahl zum „Mister Germany“. – Im Oktober muss sich der 25-jährige Dorstener vor dem Landgericht Essen verantworten. Und mit ihm seine Freundin. Angesetzt sind zwei Verhandlungstage am 11. und 13. Oktober; die Zahl der Zeugen ist überschaubar.


Quelle: Nach Wikipedia, Online-Enzyklopädie (2012).

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