Verkehrsunfallbilanzen

Ab 2010: Sach- und Personenschaden, Tote, Alkohol, Fahrerfluchten

Unfallkreuz an der Lippramsdorfer Straße; Foto: Christian Gruberi

 

2016 bundesweit: Nach einer Meldung des ADAC gab es 2016 auf Deutschlands Straßen 2,57 Millionen Unfälle mit 3280 Verkehrstoten und 309.000 Verletzten. 1991 gab es im wiedervereinigten Deutschland noch 11.300 Verkehrstote und 1970 stand der traurige Rekord von 19.193 Toten in der Statistik. Das waren 5,8 Mal so viele Opfer wie 2016. Die Unfallursachen sind zu 43 Prozent auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen, gefolgt von zu dichtem Auffahren. – 2015 hat es die meisten Verkehrstoten in Frankreich gegeben. Weniger als in Deutschland dagegen in Italien und Polen.
2016: Im Kreis hat es so viele Verkehrsunfälle gegeben, wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um fast 12 Prozent auf rund 21.400 gestiegen, das geht aus dem Verkehrsunfallbericht vom Februar 2017 hervor. Die Hauptunfallursache war das Abbiegen und Wenden auf stark befahrenen Straßen. Im Schnitt passierte im Kreis alle 24 Minuten ein Unfall. Dabei wurden 2016 fast 1.900 Menschen verletzt, 13 Menschen starben bei Verkehrsunfällen.
2015: Wenn auch die Unfallzahlen mit 1800 zurückgingen, so gab es doch mehr Tote (3), mit 52 mehr Schwerverletzte und mit 99 weniger Leichtverletzte. Verunglückten im Vorjahr noch 70 Radfahrer, so waren es 2015 nur noch 49. Der Anteil der Verkehrsteilnehmer, die unter Alkohol oder Drogeneinfluss standen, erhöhte sich auf 10 (im Vorjahr 7). Die Autofahrer, die Fahrerflucht begingen, stieg allerdings von 300 im Vorjahr auf 323. Die Aufklärungsquote verbesserte sich um 10 Prozent (152).
2014: Die Unfallzahlen sind gestiegen. 2.182-mal hat es in Dorsten gekracht, genau 213-mal mehr als im Vorjahr. Bei 173 Unfällen hat es Verletzte und einen Toten gegeben. Die Zahl bei den Jugendlichen stieg um 50 Prozent auf 21, bei den Erwachsenen um 41 Prozent auf 120. Die Zahl der verletzten Kinder fiel von 29 auf 15. Verunglückte Drogen- oder Alkoholfahrten blieben mit 19 zum Vorjahr konstant.
2013: Die Zahl der Unfälle ist 2013 mit 2.057 deutlich zurückgegangen. In Prozenten waren dies zum Vorjahr 18,4. Die Zahl der Unfalltodesopfer ist von drei auf eines zurückgegangen. Hatte es 2012 noch 72 Menschen mit schweren Verletzungen gegeben, waren es 1013 nur noch 44. Bei den 151 Leichtverletzten war die rückläufige Tendenz mit 4 Personen gegenüber dem Vorjahr nicht so ausgeprägt. Bei den Unfällen im Jahr 2012 wurden mehr Kinder (27) und mehr Senioren (38) verletzt als im Vorjahr. Auto- und Fahrradunfälle nahmen 2013 die ersten Plätze in der Statistik ein. Doch auch hier gab es 20 Prozent weniger Unfalle. 28 Motorradunfälle blieben von der Zahl gleich. Bei den Unfallursachen stieg der Einfluss von Rauschgift von einem Fall im Jahr 2012 auf vier Fälle, die Zahl der alkoholisierten Unfallbeteiligten stieg um die Hälfte an, von 16 auf 32. Vier Schüler wurden auf dem Schulweg verletzt. Zwar sank die Zahl der Unfallfluchten von 405 auf 331 (133 konnten aufgeklärt werden), allerdings gab es 14 Unfälle mit Verletzten, bei denen der Verursacher verschwand. Unfallschwerpunkte waren die Kreuzung Gladbecker Straße / Kirchhellener Allee /Auf der Bovenhorst und die Einmündung „An der Windmühle / Holtrichtersweg in Hervest.
2012: Die Zahl der Unfälle stieg in Dorsten stark an. Mit 2.187 Unfällen waren es 163 mehr als im Vorjahr. Während die Unfallquote im Kreis um 1 Prozent anstieg, waren es in Dorsten 8,1 Prozent. Die Stadt lag im gesamten Regierungsbezirk Münster unter 78 Gemeinden  auf Platz 15 der Unfallhäufigkeit. Drei Menschen kamen bei Unfällen ums Leben, 72 Verkehrsteilnehmer, darunter zwei Kinder, wurden schwer und 155 leicht verletzt. Zurückgegangen ist die Zahl der schwerwiegenden Unfälle mit hohem Sachschaden, deutlich gestiegen ist dagegen die Zahl der Blechschäden (von 1445 auf 1597) wie auch die der Unfallfluchten (405), von den 172 aufgeklärt werden konnten. Leicht gesunken ist mit 18 die Zahl der Unfälle mit alkoholisierten Fahrern. Unfallhäufungsstellen in Dorsten waren 2012 die Kreuzung am Freudenberg und an der Ecke Borkener- und Baldurstraße.
2011: Jeder siebte Verkehrstote im Kreis Recklinghausen starb auf Dorstener Stadtgebiet. Die Kreis-Unfallstatistik von 2011 dokumentiert diesen betrüblichen Umstand. Obgleich die Verkehrsunfälle 2011 zurückgegangen waren, blieb die Zahl von zwei Toten stabil. Gegenüber 2010 sanken um 8,3 Prozent die registrierten Verkehrsunfälle (2.019). 48 Unfälle forderten Schwerverletzte (2010 waren es nur 33). Die Zahl der Leichtverletzten ging von 193 auf 160 zurück. Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, stiegen um 55,6 Prozent; es gab auch mehr Schulweg-Unfälle. Zurückgegangen waren Unfälle mit Motorrad- und Fahrradfahrern. 2011 gab es 372 Unfallfluchten (2010: 371), von denen 42,1 Prozent bei Sachschäden und 87,5 Prozent bei Personenschäden aufgeklärt werden konnten.
2010: Auf den rund 650 Dorstener Straßenkilometern hat es im Jahr 2010 insgesamt 2.201 Mal gekracht. Bei einem Plus von 30 Unfällen (1,4 Prozent) lag Dorstens Unfallbilanz auf dem Niveau des Kreises. Eine auffallende Häufung von Unfällen an bestimmten Punkten gab es im Dorstener Stadtgebiet nicht. Gestiegen sind vor allem Unfälle mit Blechschäden (von 1.497 im Jahr 2009 auf 1.626), während schwere Unfälle zurückgingen. Dabei wurden zwei Menschen getötet (2009 ein Mensch). Bei 33 Unfällen (Vorjahr 49) wurden 41 Menschen (53) schwer verletzt. Leichte Verletzungen erlitten 192 Personen (218) bei 149 Unfällen (191). Unter den Verunglückten waren 24 Kinder (25), 23 Jugendliche (19), 37 junge Erwachsene (59), 119 Erwachsene (138) sowie 32 Senioren (30).

Der Schneewinter 2010 hatte Einfluss auf die Statistik

Die Mehrzahl der 235 (272) auf Dorstens Straßen verletzten Menschen galt als „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“: 29 waren mit einem Krad unterwegs, 81 mit dem Fahrrad und 21 zu Fuß. Dagegen wurden „nur“ 104 Personen als Pkw-Insassen bei Unfällen verletzt. Bei 45 Unfällen (Vorjahr ebenfalls 45) entstand außergewöhnlich hoher Sachschaden. 371  Unfallfahrer (419) versuchten Unfallflucht. 177 Fluchten konnten aufgeklärt werden (47,7 Prozent). Um fast 20 Prozent stieg die Aufklärung von Fluchten nach Unfällen, bei denen ein Mensch verletzt wurde: Hier konnte die Polizei 17 von 22 Fällen klären (77 Prozent). Von 37 auf 27 deutlich zurückgegangen ist die Zahl der Unfallfahrten unter Alkohol oder Drogen. In zehn (16) Fällen wurden dabei Menschen verletzt. – Der Schneewinter 2010 hatte Einfluss auf die Statistik. Vier Wochen vor Jahresende lag die Zahl der Unfälle kreisweit noch drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Über 2.500 Unfälle im Dezember – die meisten Bagatellen – führten in der Jahresbilanz 2010 doch zu einem leichten Plus gegenüber 2009.


Quellen:
WAZ vom 14. Februar 2011 und 5. Februar 2013. – DZ vom 18. Februar 2014.

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